Kindertraum Baumhaus

Ein Unterschlupf in der Baumkrone ist der Traum eines jeden Kindes. Der Gestaltungsspielraum ist unbegrenzt, doch müssen Eltern einiges beachten, damit das Baumhaus zum sicheren Abenteuerspielplatz wird.
 
 

Wer Kinderaugen zum Leuchten bringen möchte, liegt mit einem Baumhaus im eigenen Garten genau richtig. Je nach Bedarf kann die luftige Behausung ein spannender Abenteuerspielplatz oder eben auch mal ein ruhiger Rückzugsort sein. Positiver Nebeneffekt: Die Sinne werden durch die Nähe zur Natur geschärft und die motorischen Fähigkeiten geschult.

Auswahl des geeigneten Baumes

Nicht nur beim Baumhaus für Kinder sollte der Baum gewissenhaft ausgewählt werden. Da kein Baum dem anderen gleicht, müssen die Astgabelungen eine Maßkonstruktion aus Rahmenhölzern, Brettern, Winkeln und Dachpappe stemmen. Damit das Geäst das mehrere hundert Kilo schwere Konstrukt problemlos tragen kann, muss der Baum einige Vorraussetzungen erfüllen. In Frage kommen nur massive und gesunde Bäume, am besten mit ausladender Hohlkrone. Gesund heißt, dass weder totes Astwerk noch kahle Stellen vorhanden sind. Auf keinen Fall darf der Baum morsch sein. Gut geeignet sind Eichen, Linden, Ahorn, große Birn- und Apfelbäume sowie Buchen. Baumsorten wie Walnuss, Pappeln und Robinien haben brüchiges Holz und sollten entsprechend keine schweren Baumhäuser tragen. Bei der Größe des Baumes müssen Eltern selbst entscheiden, welche Höhe ihren Kindern zuzutrauen ist. Ein kurzes Telefonat mit dem zuständigen Bauamt klärt, ob für den Baumhausbau eine Genehmigung erforderlich ist. Wer beim Baumhaus Bauen nicht selbst zu Hammer und Nagel greifen möchte, kann sich von zahlreichen Schreinereien und spezialisierten Fachbetrieben unter die Arme greifen lassen.

Schutzmaßnahmen für gesunde Bäume  

Um die Rinde des Baumes nicht zu verletzen, gilt es beim Bau vorsichtig zu sein.
Direkt auf den Ästen sollten keine Kanten aufliegen. Besser sind Rundhölzer. Seile scheuern auf der Rinde und zerstören im Laufe der Zeit die Baumoberfläche. Schutz gegen Abnutzung bieten Gummi- oder Filzauflagen. Während man bei der tragenden Konstruktion auf hochwertige Materialien achten sollte, kann für die Seitenwände und den Dachstuhl Pressspan verwendet werden, um den Baum nicht mit unnötigem Gewicht zu belasten. Das Dach wird mit leichter Dachpappe vor Regen geschützt.

Ein Baumhaus bauen, das die Kindheit überdauert

Wind und Regen greifen das Holz an und lassen Nägel rosten. Deshalb empfiehlt es sich, beim Baumhaus für Kinder auf kesseldruckimprägniertes Holz zurückzugreifen. Damit wird der Verwitterungsprozess verlangsamt und das Holz vor Fäulnis und Schädlingen geschützt. Um sich einer hohen Qualität des verwendeten Holzschutzmittels sicher zu sein, empfiehlt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), auf das RAL-Gütezeichen zu achten. Wer das Baumhaus farbig gestalten möchte, kann das Holz mit schadstoffarmen Anstrichen wie Holzlasuren oder –farben streichen. Diese sind mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekennzeichnet. Eine Grundierung trägt man am besten schon vor der Montage auf, sodass auch Verbindungsstücke geschützt werden. Bei einer alljährlichen Inspektion im Frühjahr kann überprüft werden, ob alle Bretter und ihre Schutzschicht noch in Ordnung sind. Damit Schnee, Laub und Wasser die Konstruktion nicht belasten, ist das Dach mit deutlicher Neigung anzubringen. Beim Baumhaus Bauen sollten nur rostfreie Nägel und Schrauben verwendet werden.

Abenteuerspielplatz: Baumhaus für Kinder

Durch etwas Zubehör wird aus dem Baumhaus ein Abenteuerspielplatz. Schon während des Bauvorhabens können mit einem Flaschenzug Werkzeuge und Baustoffe nach oben transportiert werden. Mit diesem Hilfsmittel werden nach der Fertigstellung des Baumhauses auch Brotzeiten und geheime Dokumente nach oben geschleust. Ausgefallene Möglichkeiten für Zu- und Ausgänge ins Baumhaus sind Kletterwände oder eine schräg angebrachte Strickleiter. Eine lange Rutsche bringt zusätzliche Freude. Für eine sichere Landung unter dem Eingang oder der Rutsche sorgt ein Aushub, der mit Rindenmulch aufgefüllt wird.

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