Aluminiumfenster - wartungsarme, pflegeleichte Stabilität

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Bei der Fensterwahl sind viele Faktoren zu bedenken, etwa Kosten, Optik, Lebensdauer oder Sicherheit. Aluminiumfenster bestechen durch eine hohe Langlebigkeit und relativ leichte Pflege. Nachteilig sind dagegen die höheren Investitionskosten.

Aluminiumfenster, großflächige Fenster und Schiebetüren mit Aluminiumrahmen, Foto: Schüco
Fensterrahmen aus Aluminium passen keineswegs nur zu Büroarchitektur. Auch in moderne Wohnarchitektur lassen sie sich bestens integrieren. Foto: Schüco

Aluminiumfenster sind sehr hochwertig und unterstreichen durch ihre metallene Optik insbesondere Gebäude in geradlinig-moderner Architektur. Darüber hinaus sind Aluminiumfenster besonders langlebig, robust und sehr wartungsarm, im Vergleich zu Holz- oder Kunststofffenstern jedoch auch teurer.

Der Rahmen eines Alufensters ist komplett aus dem Werkstoff Aluminium gefertigt. Aluminium besitzt grundsätzlich eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Holz und Kunststoff, deshalb weisen ältere Modelle oft eine schlechtere Wärmedämmwerte auf als zum Beispiel Holzfenster. Neuere Produktionsverfahren basieren jedoch auf einem mehrschaligen Aufbau der Rahmen. Dabei werden die meist zweiteiligen Aluminiumschalen mittels Isolationsschicht thermisch getrennt, sodass der Wärmeschutzwert heutiger, moderner Aluminiumfenster mit denen von Holz- oder Kunststofffenstern vergleichbar ist.

 

Vor- und Nachteile von Aluminiumfenstern

Alufenster weisen einige spezifische Vor- und Nachteile im Vergleich mit Fenstern aus Holz und Kunststoff auf:

  • Aluminium ist besonders langlebig.
  • Es benötigt keine weitere Pflege, da es nicht rostet.
  • Das Material ist witterungsbeständig, robust und recyclebar.
  • Aluminiumfenstern wiegen sehr wenig, weshalb sie sich sehr gut für ältere Bausubstanzen eignen und gerne bei Altbausanierungen eingesetzt werden.
  • Das Metall ist nicht brennbar.

Der größte Nachteil von Aluminiumfenstern ist:

  • … der höherer Anschaffungspreis.

 

Eine besondere Optik

Aluminiumfenster, Querschnitt durch einen Fensterrahmen aus Aluminium, Foto: istock.com / vladimir_n
Ein Aluminiumrahmen im Querschnitt. Die vielen Kammern sorgen für Stabilität, eine leichte Bauweise und Dämmmöglichkeiten. Foto: istock.com / vladimir_n

Die metallene Optik von Aluminiumfenstern passt besonders gut zu moderner Architektur. Grundsätzlich aber vermitteln Aluminiumfenster ein eher weniger behagliches und wohnliches Ambiente als Holzfenster. Pulverbeschichtet oder eloxiert sind Rahmenprofile aus Aluminium jedoch in zahllosen Farben und Dekoren erhältlich, unter anderem sogar in Holzoptik. Je nach gewählter Farbe oder Oberflächenbeschichtung kann der Anschaffungspreis aber nochmal in die Höhe gehen.

 

 

Pflege? Fast keine!

Die besondere Pflegeleichtigkeit von Aluminium ist einer der größten Vorteile von Aluminiumfenstern. Im Prinzip muss ein Aluminiumfenster gar nicht gewartet werden. Eine einfache Reinigung mit warmem Waser und einem neutralen Haushaltreiniger einmal im Jahr reicht vollkommen aus. Bei häufiger Benutzung können die Beschläge bei Bedarf geölt oder gefettet werden, wobei die Gummidichtungen ausgespart werden sollten.

 

Achtung

Vorsicht:
Die Reinigung sollte nur mit weichen Lappen oder Schwämmen erfolgen, damit die metallene Oberfläche nicht zerkratzt.

 

Alternativen und Mischformen

Aluminiumfenster, Querschnitt durch ein Fenster mit Holzrahmen innen und Aluminiumrahmen außen, Foto: istock.com / vladimir_n
dieser Fensterrahmen besteht innen aus Holz, außen aus Aluminium. Die richtige Wahl für jene, denen die Aluoptik nicht gefällt, auf die Vorteile aber nicht verzichten wollen. Foto: istock.com / vladimir_n

Im Vergleich zu klassischen Holz- oder Kunststofffenstern werden Aluminiumfenster eher selten eingesetzt, was auch an ihrem höheren Preis liegt. Hinsichtlich Schall-, Wärme- und Einbruchschutz sind die Unterschiede zwischen modernen Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenstern marginal. Möglich sind aber auch Mischformen, wie zum Beispiel Holz-Aluminiumkonstruktionen, bei denen das Aluminium außen für Witterungsbeständigkeit und Stabilität sorgt. Das Holz im Inneren begünstigt die Wärmedämmung und vermittelt Behaglichkeit und Wärme – wie bei einem reinen Holzfenster.

 

 


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