Anleitung für Heimwerker: Dachrinne in Eigenregie austauschen

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Eine Dachrinne leitet Regenwasser ab und hält Feuchtigkeit vom Gemäuer fern. Sind die Rinnen jedoch defekt, müssen sie umgehend ausgetauscht werden. Mit einer genauen Anleitung und einem Baugerüst kann ein geübter Hobby-Handwerker diesen Austausch auch selbst in die Hand nehmen.

Vor allem bei den Verbindungstücken der Dachrinne muss sorgfältig gearbeitet werden. Foto: djd/PROTEKTORWERK Foto: djd/PROTEKTORWERK

Dachrinnen sammeln Regenwasser und leiten es über ein Fallrohr in einen Abwasserkanal ab. Ohne diese Konstruktion würde das Wasser direkt an der Hauswand ablaufen und langfristig zu Feuchteschäden an der Bausubstanz führen. Aus diesem Grund sollte eine undichte Dachrinne umgehend ausgetauscht werden. Bevor es in luftige Höhen geht, soltle allerdings erst einmal ein Baugerüst aufgestellt werden, auf wackelige Leitern verzichten Heimwerker besser.

Verschiedene Materialien für Dachrinnen

Das Anbringen einer Dachrinne ist nicht ganz unkompliziert. Während beim Verschweißen von Materialien wie Zink und Kupfer besser ein Fachmann ran sollte, lassen sich Regenrinnen aus Kunststoff relativ unkompliziert in Eigenregie montieren. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass sie als einfaches Stecksystem in fast jedem Baumarkt erhältlich sind, sie sind zudem auch witterungsbeständig.

Alte Regenrinne entfernen

Um die alte Regenrinne abzumontieren, entfernt man im ersten Schritt vorsichtig die unterste Reihe der Dachziegel. Darunter befinden sich die Rinneneisen. Sie tragen die Dachrinne. Die halbrunden Eisen lassen sich in den meisten Fällen per Hand aufbiegen. Danach kann man die Regenrinne einfach herausheben. Lange Dachrinnen sollten jedoch vor der Demontage abschnittsweise in mehrere Stücke zersägt werden – so lassen sie sich einfacher abnehmen.

Zum Schluss wird das letzte Stück Rinne aus dem Ablaufstutzen gehoben, der es mit dem Fallrohr verbindet, und zusammen mit den alten Rinneneisen entfernt. Nun kann die Montage der neuen Dachrinne beginnen.

Neue Dachrinne anbringen

Bevor es daran geht, die neue Regenrinne zu befestigen, müssen die neuen Rinneneisen in einem Abstand von etwa 50 Zentimeter voneinander angebracht werden. Meist können dafür die bereits vorhandenen Dachlattenschlitze der alten Rinneneisen genutzt werden. Da die Rinne später ein leichtes Gefälle von etwa drei Zentimetern zum Fallrohr hin aufweisen muss, empfiehlt sich der Einsatz von höhenverstellbaren Rinneneisen. Diese müssen nicht auf die passende Höhe zurechtgebogen werden, sondern lassen sich einfach anpassen. Um das Gefälle beim Montieren der Rinneneisen genau einzuhalten, setzt man anfangs das erste und letzte Eisen und spannt danach zur Orientierung eine Doppelrichtschnur. Nun folgt die Montage der übrigen Rinneneisen. Sind alle befestigt, werden die Teilstücke der neuen Rinne nacheinander in die Rinneneisen eingehängt und mit Hilfe von Verbindungsschalen ineinander gefügt.

Im nächsten Arbeitsschritt werden auf den Außenseiten der Dachrinne die Endstücke aufgesteckt und in dem letzten Teilstück die Position des Ablaufstutzens markiert. Das vorgezeichnete Ablaufloch sägt man am besten mit einer Stichsäge aus und montiert danach den Ablaufstutzen. Dieser verbindet die neue Regenrinne wieder mit dem Fallrohr.


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