Balkonentwässerung hält den Balkon in Schuss

Lesermeinungen:  

(19)

Durch Witterungseinflüsse kann ein ungeschützter Balkon Schaden nehmen. Dabei setzt ihm vor allem Feuchtigkeit in Form von stehendem Wasser zu. Schutz bietet nur eine funktionierende Balkonentwässerung.

Foto: Getifix
Foto: Getifix Foto: Getifix

Fehlt dem Balkon eine Balkonentwässerung oder ist diese unsachgemäß ausgeführt, kann der Balkon langfristig durch stehendes Wasser in Mitleidenschaft gezogen werden. Unebenheiten im Boden, abgeplatzte Fliesen sowie Schmutzbahnen an der Fassade sind meist sichtbare Anzeichen. Doch auch im Inneren des Balkons setzen sich die Schäden fort und können langfristig zu einem Sicherheitsrisiko werden. Erste Hinweise auf eine Beeinträchtigung der tragenden Konstruktion können Risse in der Bodenplatte oder bröckelnder Beton sein.

Möglichkeiten der Balkonentwässerung

Damit es gar nicht erst so weit kommt, muss der Balkon vor anhaltender Durchfeuchtung geschützt werden. Für die Balkonentwässerung kommen unterschiedliche Möglichkeiten in Frage. Voraussetzung ist jedoch in jedem Fall ein ausreichendes Gefälle. Die einfachste Möglichkeit ist die Montage von Abtropfprofilen an der Unterseite des Balkons. Das Wasser fließt über den Rand der Balkonfläche, wird an diesem Profil entlanggeleitet und tropft nach unten. Bei kleineren Balkonen genügt meist ein einfacher Bodenablauf an der niedrigsten Stelle des Gefälles, durch den das Regenwasser in ein Fallrohr geführt wird. Für größere Balkone sollte die Balkonentwässerung über eine Ablaufrinne erfolgen. Ist diese bei älteren Balkonen nicht vorhanden, bietet der Fachhandel nachträglich zu montierende Regenrinnen für den Balkon an, die an den Balkonprofilen montiert werden. Auch dabei wird das Wasser durch die Rinne zu einem Fallrohr geleitet, wo es dann in einer Regentonne aufgefangen und beispielsweise zum Gießen genutzt werden kann. Damit weder Schmutz noch Laub die Rinne verstopfen, sollte diese mit einem Laubgitter geschützt und regelmäßig gereinigt werden.

Entwässerung nur mit Gefälle

Hat der Balkon nicht das erforderliche Gefälle von ein bis zwei Prozent, um das Wasser ablaufen zu lassen, kann dieses nachträglich geschaffen werden, indem man einen Gefälleestrich verlegt. Auf diesen kommt eine wasserundurchlässige Abdichtungsschicht. Der eigentliche Balkonfußboden kann anschließend mit Fliesen aus Keramik oder auch Holz gestaltet werden. Zusätzlich lohnt sich noch die Montage von Randprofilen, die eine Durchfeuchtung der Balkonbodenplatte durch Schlagregen verhindern. 


Ihre Meinung zählt

(19)
3.8 von 5 Sternen
5 Sterne
 
8
4 Sterne
 
5
3 Sterne
 
1
2 Sterne
 
4
1 Stern
 
1
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Terrasse & Balkon
Neuen Kommentar schreiben

1 Kommentar

Hamamelis am 12.03.2017 03:52

Da ich demnächst in eine Wohnung mit Balkon ziehe, interessiert mich besonders wegen meiner Zierfische, die kalkarmes Wasser benötigen (Neonsalmler), wie man die Regenwassergewinnung aus dem Fallrohr des Balkons technisch lösen kann. Wie verhindert man, das Schmutz ins Wassergefäß kommt? tschau tschau - Hamamelis

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.03.2017 09:18

Hallo Hamamelis,

um Regenwasser aus dem Fallrohr abzuleiten, gibt es verschiedene technische Lösungen, die aber allesamt bauliche Veränderungen nach sich ziehen. Das müssten sie mit dem Eigentümer, unter Umständen auch mit der Eigentümergemeinschaft klären. Sie müssten außerdem verhindern, dass der Behälter, mit dem Sie das Wasser auffangen, überläuft und Ihren oder auch den Balkon darunter flutet. Jenachdem, welchen Schmutz Sie vermeiden wollen, brauchen Sie entsprechende Filtersysteme. Laub und dergleichen könnten Sie einfach mit einem Sieb o.ä. filtern. Bitte beachten Sie auch hier: wenn dieses Sieb verstopft, fließt das gesamte Wasser auf Ihren Balkon. Von dort muss es ablaufen können.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de