Betontreppe: Der puristische Auftritt

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Treppen im Haus sind nicht nur Verbindungen zwischen Stockwerken, sondern auch Stilmittel. Die Betontreppe betont ein modernes Ambiente und ist als vorgefertigtes Produkt schnell aufgebaut.

Schlicht schön: Betontreppe und Glasverkleidung harmonieren gut miteinander. Foto: BetonBild Foto: BetonBild

Bei Beton denkt man meist zuerst an nüchterne Groß- oder Geschäftsbauten. Doch nicht zuletzt wegen seiner Vielseitigkeit entwickelt sich der Werkstoff derzeit auch für den Privatbau zum Trendmaterial, das sich in der Innenarchitektur selbstbewusst – auch ohne Verkleidung – zeigt. Damit ist auch die Betontreppe als Alternative zu einer Holz- oder Metallkonstruktion im Hausinnern zunehmend interessant.

Robust und vielseitig

Beton zeichnet sich durch hohe Festigkeit und Brandresistenz aus und ist sehr strapazierfähig. Diese Eigenschaften machen ihn zum idealen Baustoff für Treppen, im öffentlichen Bereich oder im Mehrfamilienhaus wie auch im Einfamilienhaus. Zudem lässt sich eine Betontreppe sehr unterschiedlich gestalten: Als Sichtbetontreppe ohne jeden Belag, aber mit Edelstahl- oder Glasgeländer wirkt sie ebenso reizvoll wie mit einem Massivholzbelag auf den Stufen. Auch Fliesen, Linoleum oder Teppich kommen als Belag infrage. Zu bedenken ist allerdings, dass eine Betonkonstruktion eher kompakt als filigran wirkt. Treppen aus Beton entfalten ihre architektonische Wirkung am besten in großen, offenen Räumen

Herstellung und Konstruktionsformen

Eine größere Betontreppe wird heute nur noch selten vor Ort hergestellt, weil das Verschalen vieler kleiner Teilflächen auf der Baustelle sehr aufwendig ist. Zum Einsatz kommen deshalb meist industriell vorgefertigte Treppen aus Betonbauteilen, die dann vor Ort montiert werden. Es gibt verschiedene Konstruktionsvarianten:

  • Elementtreppen, die als gerade oder gewendelte Treppe komplett vorgefertigt und per Kran direkt an Ort und Stelle gesetzt werden.
  • Balkentreppen mit einer Konstruktion aus einem mittleren oder zwei seitlichen vorgefertigten Balken, auf die Treppenstufen aus Betonstein gelegt wird.
  • Tragbolzentreppen, bei denen die Betonstufen auf einer Seite im Mauerwerk befestigt sind, auf der anderen ihre Lasten untereinander über Stahlbolzen tragen. Tragbolzen- wie Balkentreppen wirken gestalterisch leichter als Elementtreppen.
  • Blockstufentreppen aus vorgefertigten Porenbetonelementen, die sich beliebig gerade oder gewendelt versetzen lassen. Sie eignen sich gut zum Selberbauen.

Kosten für eine Betontreppe

Die Preise für Treppen aus Beton hängen von der Konstruktion, der Form und den Ausmaßen ab. Die vor Ort gegossene und geschalte Treppe ist wegen des hohen Aufwands teurer als eine Konstruktion aus Fertigelementen. Als ungefähren Richtwert kann man von einem Preis für eine Betonfertigtreppe ab etwa 2.000 Euro ausgehen. Damit ist die Treppe allerdings noch nicht komplett, denn es kommen noch die Kosten für Geländer und gegebenenfalls Belag dazu.


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