Blitzableiter: Schutz bei Unwetter

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Blitzeinschläge kommen selten vor, können aber heftige Folgen haben. Blitzableiter erden die Energie, die sonst mit voller Wucht in die elektrischen Leitungen einschlagen würde.

Blitzableiter, Foto: Initiative ELEKTRO+
Wenn es draußen blitzt und donnert, sorgt ein Blitzableiter für ein beruhigendes Gefühl. Foto: Initiative ELEKTRO+ Foto: Initiative ELEKTRO+
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Der Blitzableiter leitet die Energie bei einem Blitzeinschlag kontrolliert in die Erde um. Foto: Initiative ELEKTRO+ Foto: Initiative ELEKTRO+

Blitzschutzanlagen, umgangssprachlich auch Blitzableiter genannt, sind bei einer überwiegenden Zahl von Wohnhäusern zwar nicht vorgeschrieben. Im Fall eines Blitzeinschlags können sie aber großen Schaden an Gebäude und elektrischen Geräten verhindern. Allerdings werden heute bei Neubauten immer seltener Blitzableiter installiert, was nicht zuletzt an den relativ hohen Kosten liegen dürfte.

Landesbauordnungen regeln Blitzschutzpflicht

Eine gesetzliche Pflicht zum Schutz vor Blitzen gibt es für Privathäuser selten. Lediglich bei denkmalgeschützten Häusern, bei denen im Falle eines Blitzeinschlags mit erheblichem Schaden zu rechnen wäre, bei leicht brennbaren Dächern aus Stroh oder Holz und bei Gebäuden in besonders exponierter Lage gibt es Vorschriften. Für gewöhnliche Wohnhäuser in Wohngegenden spricht der Gesetzgeber lediglich eine Empfehlung zur Vorsorge aus. Der Grund: Selbst wenn ein Blitz nicht direkt einen Brand auslöst, kann er die komplette Elektroinstallation eines Hauses und alle daran angeschlossenen Geräte wie Computer oder Fernseher schädigen. Die gesetzlichen Vorschriften zu Blitzschutzanlagen können in den Landesbauordnungen der Bundesländer nachgelesen werden.

Blitzableiter: Kosten für den äußeren Blitzschutz

Eine Blitzschutzanlage besteht nicht nur aus dem sichtbaren Blitzableiter. Zusätzlich werden eine Fangeinrichtung, Erdableitungen und eine Erdung benötigt. Blitzableiter werden auf dem Dach angebracht und schützen das Haus von außen indem sie die Energie bei einem Blitzeinschlag kontrolliert in die Erde umleiten. Da für eine Blitzschutzanlage wertvolle Materialien wie beispielsweise Kupfer oder Edelstahl verwendet werden, kommen zusammen mit der Arbeitszeit des Fachbetriebs schnell einige tausend Euro an Kosten zusammen. Zusätzlich zum äußeren Blitzschutz lohnt es sich, in den inneren Blitzschutz zu investieren: Bei einem Einschlag vermeidet ein Überspannungsschutz Schäden an elektrischen Geräten – der Preis dafür liegt bei einigen hundert Euro.

Wartung für die Versicherung relevant

Ein defekter Blitzableiter, der Blitze zwar anzieht, sie aber nicht mehr in die Erde ableiten kann, kann zur Gefahr werden. Auf seinem Weg ins Erdreich sucht sich der Blitz dann den Weg des geringsten Widerstands. Falls es zu Schäden kommt, zahlen viele Versicherungen nur, wenn der Blitzableiter zum Zeitpunkt des Einschlags funktionstüchtig war. Dementsprechend sollte die Blitzschutzanlage regelmäßig von einem Fachbetrieb gewartet werden.


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