Dachpappe und Dachplatten

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Die Frage nach dem Dach über dem Kopf ist verbunden mit der nach der passenden Dachbedeckung. Die Fachbegriffe sind zahlreich, zum Teil sind die Definitionen sogar identisch. Zwischen Dachpappe und Dachplatten gibt es Unterschiede. Doch wo liegen die genau?

Foto: PREFA
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Ohne sie geht es nicht: Die Dachpappe, die auch als zweite Haut des Daches bezeichnet wird, ist die Basis für die weitere Dachbedeckung. Wesentlicher Bestandteil der Dachpappe ist Bitumen. Bitumen wird aus Erdöl gewonnen und ist ein Gemisch aus unterschiedlichen organischen Stoffen. Mit ihm wird die Pappe getränkt, um gegen Feuchtigkeit gewappnet zu sein. Dachpappe ist nicht schön, aber nützlich. Für die Ästhetik sorgen die Dachplatten.

Ohne Dachpappe nicht ganz dicht

Bereits im Jahr 1842 wurde die Verwendung von Dachpappe von einem Neustrelitzer Baumeister erwähnt. Seither hat sie eindrucksvolle Entwicklungen vollzogen. Heute wird sie hauptsächlich als Basis für Dachziegel verwendet. Für Dachplatten eignet sie sich aber ebenso gut. Bei einfachen Gebäuden wie Schuppen oder Gartenlauben wird aus Kostengründen auch schon einmal auf die Bedeckung des Daches verzichtet, die Dachpappe reicht hier teilweise aus, da es nur darum geht, vor Feuchtigkeit zu schützen. Derlei Sparsamkeit ist bei Wohnhäusern natürlich undenkbar. Zumal die Dachpappe nicht nur als Schutz gegen Feuchtigkeit dient, sondern auch Kälte vom Haus abhält.

Dachplatten als Alternative zum Ziegel

Dachplatten haben gegenüber Ziegel den Vorteil, dass sie sehr leicht sind. Die Verarbeitung ist also sehr viel einfacher. Besonders, wenn das Motto „Selbst ist der Mann“ lautet, werden gern Dachplatten verwendet. Denn auch ohne umfangreiches Fachwissen kann man sie verlegen. Allzu sorglos sollte man dabei jedoch nicht vorgehen. So darf die Dachneigung bei den meisten Dachplatten nicht kleiner als neun Grad oder 15 Prozent sein. Die DIN-Norm sieht zudem eine Hinterlüftung vor, die einzuhalten ist. Dadurch soll die Bildung von Kondenswasser verhindert werden. Und auch das Zuschneiden der Dachplatten sollte nur mit entsprechendem Werkzeug durchgeführt werden. Ein Trennschleifer ist beispielsweise denkbar ungeeignet. Durch ihn entstehen zu hohe Temperaturen, der Korrosionsschutz wäre dahin.


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