Dachüberstand: Schutz vor Wind und Wetter

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Ein Dachüberstand kann ein Haus nicht nur verschönern, er dient auch dem Fassadenschutz. Viele Witterungseinflüsse wie Regen oder Hagel werden so zumindest teilweise von der Außenwand ferngehalten. Gleichzeitig bietet ein großer Dachüberstand in den oberen Geschossen auch zusätzlichen Sonnenschutz und trägt so dazu bei, dass die Räume im Inneren des Hauses nicht überhitzen.

Foto: Rheinzink
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Ein ausreichender Dachüberstand trägt zum Fassadenschutz vor Wind und Wetter bei. Wo ansonsten Niederschläge direkt auf die Fassade treffen, fängt er vor allem im obersten Stockwerk einen gewissen Teil ab und sorgt so für einen besseren Schutz vor Nässe. Längerfristig sind Häuser mit großzügigem Dachüberstand daher besser gegen Schimmel geschützt, als solche, bei denen der Bauherr auf ein überstehendes Dach verzichtet hat.  Gleichzeitig führt ein Dachüberstand aber auch dazu, dass die Sonne nicht ungehindert auf die Außenwand des Hauses einstrahlen kann und hilft, überhitzte Wohnräume zu verhindern.

Für besseren Fassadenschutz: Dachüberstand nachrüsten

Im Hinblick auf den besseren Fassadenschutz wird ein Dachüberstand üblicherweise gleich bei der Bauplanung fest mit eingeplant. Die Dachfläche hört dann nicht an der Fassade auf, sondern ragt ein Stück über sie hinaus. Wer jedoch ein Haus ohne Dachüberstand ein Eigen nennt, kann das Dach auch nachträglich noch um ein bis zwei Dachpfannenreihen verlängern. Hierfür bieten Fachhändler spezielle Dachlattenverlängerungen an. Diese sind meist aus verzinktem Stahl gefertigt und werden an den Dachsparren mit Bolzen angebracht, es muss also nicht das komplette Sparrenfeld freigelegt werden.

Aus Sicherheitsgründen und weil eine solche Nachrüstung die Baustatik des Hauses verändern kann, sollten solche Verlängerungen allerdings nur von professionellen Dachdeckern angebracht werden. Zudem sollten sich Bauherren mit ihrem individuellen Anliegen an einen Architekten oder direkt an das Bauamt wenden – möglicherweise ist für die Veränderung am Dach des Hauses eine zusätzliche Baugenehmigung nötig.

Das Vordach als Schutz für den Eingangsbereich

Um wartende Gäste nicht im Regen stehen zu lassen, setzen viele Häuslebauer zudem auf ein Vordach. Welchen Überstand es haben muss, damit der Eingangsbereich bis zur Unterkante der Hauswand vor Regen geschützt ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig – nicht nur von der Höhe des Daches, sondern auch der Lage des Eingangsbereichs und des Hauses. Mindestens 1,20 Meter sollten Bauherren aber auf jeden Fall einplanen.

Natürlich müssen auch beim Bau des Vordachs wettwerbeständige, rostfreie und möglichst langlebige Materialien verwendet werden. Zudem sollte auch hier der Hauseigentümer stets die Statik im Auge behalten. Eine größere Dachfläche bedeutet immer auch eine größere Windlast. Diese kann dazu führen, dass ein aufwändiger Unterbau notwendig wird. Auch hier helfen Architekten weiter.


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