Dekorativ und funktional: Möglichkeiten der Fassadengestaltung

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Bei der Fassadengestaltung stehen vielfältige Möglichkeiten zur Wahl. Mit Materialien wie Stein, Glas, Holz oder farbigem Putz lässt sich fast jede Fassade nach Wunsch gestalten.

Für den Gesamteindruck eines Gebäudes spielt die Fassade eine entscheidende Rolle. Ist sie gut in Schuss, wirkt das Haus nicht nur optisch ansprechender, auch für den Schutz der Bausubstanz und die Wärmeisolierung spielt sie eine entscheidende Rolle. Bei der Fassadengestaltung stehen Hauseigentümern mehrere Varianten zur Auswahl.

Glasfassade, Glashaus
Holzfassade, Schwedenhaus, Skandinavisches Haus
Holzhaus, Holzfassade
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Verschiedene Fassadensysteme

Vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF), Vorhangfassaden, Wärmedämmverbundsysteme (WDVS): Sie alle haben verschiedene Vorteile und können je nach Vorlieben und Geldbeutel des Hauseigentümers montiert werden. Doch nicht nur bei der Konstruktion, sondern auch bei der ästhetischen Fassadengestaltung gibt es mehrere Möglichkeiten.

Putzfassaden

Die Putzfassade ist die am häufigsten gewählte Variante, mit der fast alle farblichen Gestaltungswünsche möglich sind. Für den Außenbereich stehen mineralischen Putze und Kunstharzputze zur Auswahl. Außerdem gibt es Wärmedämmputze, denen Stoffe zugesetzt werden, die für eine bessere Dämmung der Fassade sorgen. Jedoch ist deren Dämmwirkung geringer als beispielsweise die eines WDVS, weshalb sie nur dort eingesetzt werden sollten, wo ein anderes Dämmsystem nicht in Frage kommt. In den Anschaffungskosten sind Putzfassaden auch eine günstige Variante, jedoch ist zu bedenken, dass sie alle acht bis zehn Jahre gestrichen werden müssen und nach rund 25 Jahren erneuert werden sollten.

Fassadengestaltung mit Klinker, Riemchen und Naturstein

Neben der Fassadenfarbe kann auch mit unterschiedlichen Materialien gearbeitet werden. So sind  beispielsweise Fassadenverkleidungen aus Holz, Naturstein oder Klinkern möglich. Verklinkerte Fassaden sind sehr langlebig und wetterbeständig, da den Ziegeln Nässe und Frost nichts ausmacht. In Kombination mit farbigem Fugenmörtel können interessante Kontraste geschaffen werden, die der Klinkerfassade ein sehr dekoratives Äußeres geben. Dieselbe Optik wie Klinker kann auch mit Riemchen aus Ziegel oder Keramik erzielt werden, die mit Mörtel direkt auf die Fassade geklebt werden. Sie sind ebenfalls sehr witterungsbeständig und langlebig, und zudem etwas preisgünstiger als echte Klinkersteine. Massiver und robuster wirken Natursteinfassaden. Aufgrund des natürlichen Materials steht zwar nur eine begrenzte Auswahl an Farben zur Verfügung. Jedoch kann durch unterschiedliche Steingrößen und verschiedene Bearbeitungstechniken, wie Schleifen und Polieren,  ein abwechslungsreiches Aussehen der Natursteinfassade erreicht werden.

Moderne Fassaden aus Glas und Metall

Wer es hingegen puristisch mag und auch keine Angst vor tiefen Einblicken in die eigenen Vier Wände hat, könnte mit einer Glasfassade gut beraten sein. Verglaste Fassaden sind nicht nur für repräsentative Bürogebäude geeignet, sondern auch ein Blickfang für das Eigenheim. Durch großzügige Glasfronten gelangt viel Licht in die Wohnräume. Jedoch können mit einer verglasten Fassade nicht die gleichen guten Wärmedämmeigenschaften erreicht werden, wie beispielsweise mit einem Wärmedämmverbundsystem. Ebenfalls eher selten vertreten im Privatbereich sind Hausverkleidungen aus Metall. So ist beispielsweise eine Aluminiumfassade nicht nur ein ungewöhnlicher Hingucker, sondern auch sehr witterungsbeständig. Das Material ist zudem sehr leicht und kann direkt als Sichtelement einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade verbaut werden.

Holzfassaden

Bei der Holzfassade wird die Hauswand mit einzelnen Holzschindeln oder Holzlatten verkleidet. Die Holzfassade sollte als vorgehängte hinterlüftete Fassade montiert werden, um sicherzustellen, dass das Holz nach einem Regenfall rasch abtrocknet. Ein Vorteil von Holz als Baumaterial: Es ist ökologisch und langlebig, jedoch braucht der Naturstoff besondere Zuwendung, um seine positiven Eigenschaften zu erhalten. Damit die Holzfassade lange hübsch anzuschauen ist, muss sie regelmäßig mit pflegenden Holzschutzmitteln gestrichen werden. Das ist zwar einerseits aufwendig, aber auch ein Vorteil: die Farbe der Holzfassade kann jederzeit problemlos geändert werden.

Für Pflanzenliebhaber: begrünte Fassaden

Eine weitere Möglichkeit die Fassade zu gestalten, ist sie zu begrünen. Pflanzen schützen die Wand vor Nässe, produzieren Sauerstoff und binden Staub und Kohlenmonoxid. Bevor man sein Haus jedoch in ein überwuchertes Dornröschenschloss verwandelt, sollte die Fassade auf Risse und Spalten untersucht und diese gegebenenfalls ausgebessert werden. Denn Selbstklimmer wie Efeu oder Wilder Wein, nutzen diese sonst als Kletterhilfe und können die Fassade so schädigen.


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