Den Marder auf dem Dachboden wieder loswerden

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Marder im Haus sind echte Plagegeister: Sie rauben den menschlichen Bewohnern den Schlaf, verschmutzen den Dachboden und zerstören teilweise die Dämmung so sehr, dass Wärmebrücken entstehen und sich Schimmel bildet. Es gibt jedoch Tipps, die dabei helfen, die kleinen Raubtiere wieder loszuwerden – langfristig.

Marder, Wald. Foto: Deutscher Jagdverband
Nicht nur im Wald treibt sich der Steinmarder herum. Besonders auf Dachböden fühlt sich das Tier wohl. Foto: Deutscher Jagdverband Foto: Deutscher Jagdverband

Wenn nachts vom Dachboden plötzlich Geräusche zu hören sind, wenn es unangenehm riecht und wenn wie von Geisterhand plötzlich die Dämmwolle in Fetzen von der Decke hängt, treibt mitnichten ein Gespenst sein Unwesen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich stattdessen um einen Marder, genauer gesagt um einen Steinmarder. Ein possierlich aussehendes, hundeartiges Raubtier, das gerne klettert und so manchen Hausbesitzer schier in den Wahnsinn treibt.

Das Problem: Marder sind nachtaktive und scheue Tiere. Vor allem der Steinmarder hält sich gern in menschlichen Behausungen auf, meidet jedoch die Menschen selbst und ist äußerst vorsichtig. Kaum einem Hausbesitzer wird es gelingen, einen Marder wirklich zu Gesicht zu bekommen. Es kommt also darauf an, die Geräusche und Spuren der Tiere richtig zu deuten – und das rechtzeitig. Denn wer einen Marder über längere Zeit nicht bemerkt oder ignoriert, riskiert, dass die angerichteten Schäden nur größer werden.

Steckbrief Steinmarder

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Daran erkennen Hausbesitzer, dass ein Marder unter ihrem Dach lebt

Damit es gar nicht erst zu ernsthaften Schäden am Haus kommt, ist es wichtig, einen Marder so früh wie möglich zu bemerken und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Diese Zeichen sollten bei Hausbesitzern die Alarmglocken läuten lassen:

Marder, Dachboden. Foto: marderexperte.de und taxidermy.ch (Pfotenabruck)
Auf frischer Tat ertappt: Dieser Steinmarder treibt sich nachts auf dem Dachboden herum. Rechts im Bild der Abruck der Pfote – auch an den Fußspuren können Hausbesitzer den Eindringling erkennen. Foto: marderexperte.de und taxidermy.ch (Pfotenabruck) Foto: marderexperte.de und taxidermy.ch (Pfotenabruck)
  • Marder machen Geräusche. Erstes Zeichen eines Marderbefalls sind daher stets Krabbelgeräusche vom Dachboden. Sie sind meistens morgens und abends zu hören, denn Marder sind keine Dauergäste. Sie kommen immer wieder für einen Tag oder eine Nacht um in ihrem Rückzugsort zu schlafen oder zu fressen. Besonders aktiv sind Marder übrigens zwischen April und September – dann sollten Hausbesitzer ganz besonders aufmerksam sein und ihren Dachboden in regelmäßigen Abständen kontrollieren.
  • Auch wenn es unappetitlich ist: Marderbefall lässt sich mit am besten durch Kotspuren entdecken. Marderkot erkennen Hausbesitzer an seiner länglichen Form. Er ist circa acht bis zehn Zentimeter lang und ein bis zwei Zentimeter dick. Zudem sind häufig unverdauliche Teile der Nahrung noch sichtbar, etwa Obstkerne oder Federn.
  • Im Gegensatz zu anderen Tieren, die sich gern in Dachböden aufhalten, hinterlassen Marder häufig auch Teile ihrer Nahrung. Die Tiere sind Allesfresser, die es häufig auf kleine Vögel abgesehen haben. Finden sich auf dem Speicher also Knochen- oder Federreste ist das beinahe ein untrügliches Zeichen für einen Marder.
  • Auch wenn es lästig ist, sollte die Dachisolierung regelmäßig auf Spuren untersucht werden. Hat ein Marder gerade erst ein Loch durch den Dämmstoff gegraben, kann dieser noch ausgetauscht werden, bevor etwa durch Schimmel weitere Schäden entstehen.
Marder, Dachisolierung. Foto: marderexperte.de
In der Dachisolierung können Marder beträchtliche Schäden anrichten. In diesem Dachboden hat anscheinend schon länger ein Tier gewütet. Foto: marderexperte.de Foto: marderexperte.de
Marder, Kotansammlung. Foto: marderexperte.de
Marder hinterlassen sehr häufig auf dem Dachboden ihre Exkremente. Stoßen Hausbesitzer auf Kot, der acht bis zehn Zentimeter lang misst, dann ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Marder am Werk. Foto: marderexperte.de Foto: marderexperte.de
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So lassen sich Marder vertreiben

Marder unterliegen dem Jagdrecht. Sie zu fangen oder gar einen Marder zu töten ist daher nur Inhabern einen Jagdscheins erlaubt. Damit ein Marder dauerhaft vom Dachboden fernbleibt und sich dort auch kein Nachfolger einnistet, empfiehlt sich eine Taktik in zwei Schritten:

1. Marder Vergrämen

Zunächst muss der Marder aus seinem Quartier verscheucht werden. Dazu bieten sich vor allem laute Geräusche an. Es kann bereits helfen, regelmäßig auf den Dachboden zu gehen, wer sicher gehen will, schließt aber ein Radio an und lässt es einen Tag über laufen. Immer wenn der Marder zu hören ist, kann man zusätzliche Geräusche machen und beispielsweise an die Decke klopfen.

Im Internet kursieren zudem zahlreiche Hausmittel, die angeblich gegen den Marderbefall helfen sollen – dazu zählen etwa gemahlener Pfeffer oder Hundehaare. In der Praxis zeigt sich allerdings, dass diese Mittel nur eine kurzfristige Wirkung haben. Sie mögen den Marder zwar zunächst vertreiben, die Tiere sind allerdings sehr anpassungsfähig und gewöhnen sich auch an solche Gerüche.

2. Marder aussperren

Ist der Marder vertrieben, geht es daran, die Stellen abzudichten, an denen er ins Haus eindringt – der deutlich schwierigere Teil, denn einem Steinmarder genügt ein Loch mit etwa fünf Zentimetern Durchmesser als Einstieg. Gerade bei Altbauten sind die Dächer häufig nicht isoliert, Marder finden zwischen losen Ziegeln leichter Zugang. Einzelne Marder sollen sogar in der Lage sein, gut sitzende Dachziegel hochzudrücken. Wichtig ist es, das Schlupfloch des Marders zu finden und abzudichten.

Dazu ist teilweise ein wenig Detektivarbeit nötig. Hausbesitzer sollten die Außenwände nach möglichen Spuren untersuchen – vielleicht benutzt der Marder ja eine Dachrinne oder einen benachbarten Baum zum Hochklettern? Hilfreich ist es, um das Haus herum geharkte Sandflächen anzulegen und diese dann nach Spuren abzusuchen. Wichtig: Wenn ein Marder-Schlupfloch verschlossen wird, sollte das Tier nicht im Haus sein. Es könnte bei seinem Ausbruchsversuch sonst große Schäden verursachen und wäre dann, falls dieser nicht gelingt, dazu verdammt, qualvoll zu sterben. Zudem haben Marder vornehmlich von März bis Juli Junge. In dieser Zeit dürfen die erwachsenen Tiere nicht ausgesperrt werden. Die Jungen würden sonst verhungern.

Marder, Schäden durch Marder. Grafik: gardigo.de
Nicht nur auf Dachböden fühlen sich Marder wohl. Auch im Außenbereich, in der Garage oder am Auto können die Tiere Schaden anrichten. Grafik: gardigo.de Grafik: gardigo.de
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Wenn alles nichts hilft – Kammerjäger oder Jäger

Marder, Marder in der Falle. Foto: Wunderlich/Deutscher Jagdverband
Nur Jäger dürfen die Eindringlinge einfangen. Foto: Wunderlich/Deutscher Jagdverband Foto: Wunderlich/Deutscher Jagdverband

Schaffen Hausbesitzer es nicht, den Marder zu vertreiben und auszusperren, bleibt nur die Möglichkeit, einen Experten zu beauftragen.

Einige Schädlingsbekämpfungsunternehmen haben sich auf die Vergrämung und das Aussperren von Mardern spezialisiert. Solche Experten haben Erfahrung damit, Schlupflöcher aufzuspüren und wirkungsvoll zu verschließen. Fallen stellen dürfen hingegen grundsätzlich nur Jäger mit entsprechender Fangberechtigung, töten dürfen selbst sie die Tiere nur außerhalb der Schonzeiten. Haben Stadt oder Gemeinde einen eigenen Stadtjäger, darf für gewöhnlich nur er Maßnahmen gegen Wildtiere auf städtischem Gebiet einleiten.

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Sieben Fragen an den Experten

Foto: Indra Enterlein
Foto: Indra Enterlein Foto: Indra Enterlein

Tipps zum Umgang mit Mardern hat Julian Heiermann, Zoologe beim Naturschutzbund Deutschland (NABU).

bauen.de: Was raten Sie Hausbesitzern, die einen Marder auf dem Dachboden haben? Die meisten würden vermutlich eine Falle aufstellen oder gar Giftköder auslegen.

Julian Heiermann: Auf keinen Fall sollten Hausbesitzer Gift auslegen, das ist generell verboten. Auch anderweitig töten oder einfangen dürfen Hausbesitzer ohne Jagdschein die Tiere nicht. Das verbietet das Tierschutzgesetz und das Jagdrecht. Nur ein Jäger dürfte dem Marder nachstellen. Wer ohne Jagdschein eigenständig auf diese Weise gegen den tierischen Störenfried vorgeht, handelt rechtswidrig. Nach unserer Erfahrung hat das Wegfangen der Tiere eh keinen langanhaltenden Erfolg. Es würde dadurch lediglich ein Marderrevier frei und es wird sofort wieder von einem anderen Marder besetzt – Marder sind sehr territoriale Tiere.

Was können Hausbesitzer denn gegen den ungebetenen Gast unternehmen?

Es empfiehlt sich, Marder zu vergrämen, das klappt am besten mit einem lauten Radio. Hat man den Marder erfolgreich vertrieben muss verhindert werden, dass er zurückkommt oder ein Artgenosse wieder einen Zugang zum Gebäude findet. Also: Einstiegslöcher finden und versperren, außerdem überlegen, ob die Tiere über beispielsweise über das Fallrohr der Regenrinne oder einen Baum nach oben klettern und dann auf das Haus springen können. Im Fachhandel gibt es zudem Vorrichtungen, die verhindern sollen, dass Marder an Fallrohren hochklettern können.

Ausgewachsene Marder lassen sich vielleicht vertreiben. Was aber können Hausbesitzer unternehmen, wenn ein Marder Jungtiere hat?

Häufig ist das gar kein Problem – Marder nehmen ihre Jungen normalerweise mit, wenn ein Unterschlupf zu unsicher wird. Falls aber bekannt ist, dass die Jungen noch auf dem Dachboden sind (meistens geschieht das zwischen März und Juli, Anm. d. Red.), sollte man den Marder auf keinen Fall aussperren, denn die Jungen würden dann verhungern. Hausbesitzer sollten sich in so einem Fall auch überlegen, ob sie den Mardern nicht noch zwei bis drei Wochen Unterschlupf gewähren wollen bis die Jungen selbstständiger sind.

Können Marder dem Menschen nicht auch gefährlich werden?

Marder sind relativ groß und könnte kräftig zubeißen, aber so lange man sie nicht in die Enge treibt und sie mit bloßen Händen fangen möchte, passiert da normalerweise nichts.

Wie sieht es bei Haustieren aus?

Es ist unwahrscheinlich, dass einem Hund oder einer Katze etwas geschieht. Der Marder hat vor solchen Haustieren meistens mehr Angst als umgekehrt und ergreift die Flucht. Die gelingt ihm dann auch erfahrungsgemäß, denn Marder sind sehr gewandt.

Übertragen Marder Krankheiten?

Mir sind keine Fälle bekannt, das ist anders als beispielsweise bei Füchsen, über deren Kot sich der Fuchsbandwurm übertragen kann. Früher bestand theoretisch höchstens noch die Gefahr, dass sie Tollwut übertragen könnten – aber inzwischen gilt Deutschland offiziell als tollwutfrei.

Gibt es bestimmte Mittel oder Gerüche, die Marder zuverlässig abschrecken?

Viele Menschen schwören da auf WC-Steine, die haben einen starken Geruch, den Marder nicht mögen. Auch High-Tech-Geräte gibt es zu kaufen, die senden dann beispielsweise Ultraschall aus, der die Tiere stört, aber für Menschen nicht bemerkbar ist. Ein Marder wählt normalerweise den Weg des geringsten Widerstandes, er würde also einen Dachboden ohne störende Gerüche immer einem Speicher vorziehen, in dem er es mit störenden Gerüchen oder Geräuschen zu tun hat. Eine wirkliche Garantie, dass diese Mittel funktionieren, gibt es allerdings nicht.

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Bildergalerie: Steinmarder

Marder, Jungtier. Foto: marderhilfsnetz.de
Wenn junge Steinmarder von ihrem Muttertier verlassen werden, kümmern sich Organisationen wie das Marderhilfsnetzwerk um die verwaisten Jungtiere. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
Marder, Baby. Foto: marderhilfsnetz.de
Dieses Baby ist eine Besonderheit: Die weiße Punktzeichnung im Gesicht ist bei Steinmardern sehr selten. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
Marder, Ernährung. Foto: Deutscher Jagdverband
Steinmarder ernähren sich von Früchten, Nüssen und kleineren Beutetieren. Foto: Deutscher Jagdverband Foto: Deutscher Jagdverband
Marder, Eingang. Foto: Deutscher Jagdverband
Marder finden nahezu immer einen Weg ins Haus. Einige Tiere können auch Dachziegel hochdrücken. Foto: Deutscher Jagdverband Foto: Deutscher Jagdverband
Marder, Gebiss. Foto: marderhilfsnetz.de
Sie sehen zwar putzig aus, sind aber immer noch Wildtiere. Mit ihren scharfen Zähnen können sie kräftig zubeißen. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
Marder, Neugeborene. Foto: marderhilfsnetz.de
Neugeborene Marder sind Nesthocker, sie kommen blind zur Welt. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
Marder, Baum. Foto: marderhilfsnetz.de
Steinmarder sind gute Kletterer. In den Baumwipfeln fühlen sie sich wohl. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
Marder, Fellzeichnung. Foto: marderhilfsnetz.de
Steinmarder lassen sich an ihrer typischen weißen Fellzeichnung am Hals erkennen. Foto: marderhilfsnetz.de Foto: marderhilfsnetz.de
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Exkurs: Marder im Auto

Foto: ufotopixl10/Fotolia.com
Foto: ufotopixl10/Fotolia.com Foto: ufotopixl10/Fotolia.com

Immer wieder lassen sich Marder auch in Motorhauben von Autos nieder. Hier beißen sie in Schläuche und andere Kunststoffelemente und verursachen teilweise beträchtlichen Schaden. Die gute Nachricht: Der ADAC gibt an, dass ihm bislang keine Fälle von Schäden an Bremsschläuchen, Kraftstoffleitungen, Keilriemen oder Reifen vorliegen. Lebensgefahr besteht also nicht. Dennoch können angebissene Zündkabel dazu führen, dass der Motor nicht mehr rund läuft oder abstirbt, perforierte Kühlwasserschläuche führen ihrerseits zu einer Überhitzung des Motors.

Auch hier gilt: Abwehrsprays oder Duftstoffe zeigen meist nur eine kurzfristige Wirkung. Besser ist es, die Kabel vorsorglich zu ummanteln. Im Kfz-Zubehörhandel gibt es hierfür spezielle Vorrichtungen. Zudem können an den Einstiegsstellen im Motorraum kleine Metallplättchen montiert werden, die unter Strom gesetzt werden – etwa auf dem Niveau eines Weidezauns. Bekommt der Marder einen Stromschlag, erschrickt er und flieht.

Hatte sich ein Marder einmal in einem Motorraum breit gemacht, empfiehlt sich auf jeden Fall eine gründliche Motorwäsche. Denn Marder-Männchen reagieren auf die Duftstoffe von Artgenossen häufig mit einer besonderen Beiß-Wut.

Marder, Auto. Foto: Horst Schmidt/fotolia.com
Marder sind auch immer wieder unter Motorhauben am Werk. Dort zerbeißen sie Schläuche und Kabel. Foto: Horst Schmidt/fotolia.com Foto: Horst Schmidt/fotolia.com
Marder, Motorhaube. Foto: bluedesign/Fotolia.com
Starke Schäden wie diese an der Motorhaube sind ein Zeichen für einen Marderbefall. Foto: bluedesign/Fotolia.com Foto: bluedesign/Fotolia.com
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DachGarten
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14 Kommentare

Thursday am 06.04.2019 14:51

Gegen die Decke klopfen hilft wunderbar und vollgepieselte Katzenklos auf den Dachboden stellen, auch! Und immer dran denken, es geht immer noch schlimmer. Besser Marder als Ratten in der Zwischendecke.

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Golla am 15.03.2019 15:39

Unser Dach wurde vor 5 Jahren neu gedeckt, in der Hoffnung damit dem Marder den Lebensraum zu nehmen. Vergeblich!

Das Dach hat auf den Sparren 10 cm dicke Holzfaserdämmplatten, und zwischen den Sparren eine Steinwolledämmung. Er frisst sich von außen durch die Holzfaserdämmplatten. Wenn man die Pfannen hochnimmt, kann man tiefe Dellen sehen, an denen er versucht hat durchzukommen. Auch seitlich gibt es Fraßspuren. Nicht gefunden haben wir bislang eine Stelle an der es es geschafft hat. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er es durch die Dämmplatten geschafft hat.

Wie kann man ihn davon abhalten?

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anma am 14.03.2019 11:31

Hallo,

wir haben vor einem halben Jahr ein Haus gekauft. Den einen Teil des Hauses haben wir wegen Marderschäden komplett bis unter die Ziegel saniert inkl. neuem Dachboden und Zimmerdecken. Alle Löcher haben wir dort mit Hasendraht ausgefüllt.

Jetzt ist der Rest des Hauses zur Renovierung dran. Hier sieht die Dämmung aus Glaswolle unberührt aus, auf der Isolierschicht aus Styropor waren aber ein paar Exkremente zu finden. Den Styropor haben wir entsorgt, die Glaswolle nicht. Wie ist denn die Erfahrung, ob die Glaswolle durch den Marder auch angegriffen wurde? Kann man es riskieren, die neuen Zimmerdecken auf die vorhandene Glaswolle aufzusetzen? Wie lange ist Glaswolle denn generell nutzbar?

Ich wäre dankbar um Anregungen und Meinungen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 14.03.2019 15:16

Hallo anma,

also zumindest in der Redaktion gibt es dazu keine Erfahrungswerte.

Generell können sich Marder schon auch in Glaswolle einnisten. Über die Lebensdauer von Glaswolle gibt’s keine wissenschaftlich fundierten Angaben. Hersteller versprechen gerne mal 25 Jahre oder länger. In manchen Häusern ist Glaswolle aber auch nach 50 Jahren noch in einwandfreiem Zustand. Wenn Sie sichergehen wollen, sollten Sie das Haus mit einem Bausachverständigen begehen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

AchDuHeiligerMarder am 15.12.2018 09:25

Franzbranntwein mit Campher scheint zu wirken

Der Mader ist irgendwie in die Zwischenräume der abgehangenen Decken gekommen und lebte dort gemütlich einen Monat während ich mit Ultrashall probiert habe diesen zu vergraulen.

Vor 3 Tagen habe ich mir eine Spritze mit Nadel aus der Apotheke besorgt und aus dem Drogeriemarkt Franzbrannntwein mit Campher. Dann habe ich in allen Räumen an mehreren Stellen mini kleine Löcher mit dem Bohrer gebohrt, so groß das die Nadel der Spritze hindurch passt. Seit 3 Tage spritze ich morgens immer eine Dosis in die Decke und seit dem ersten Tag ist ruhe! Marder stehen anscheinend nicht auf intensive Gerüche und ich freue mich =)

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arnold am 19.06.2018 13:21

Nachdem die Bundesregierung diese Schädlinge schützt, sollten wir gemeinsam die Bundesregierung auf Schadenersatz verklagen. Gesetze machen ist einfach, wenn andere die Konsequenzen tragen müssen.

auf Kommentar antworten

Keine am 22.04.2019 14:11

Wenn die Bundesregierung diese Tiere schützt, dann sollten sie auch in der Lage sein, die entstandenen Kosten zu übernehmen, denn schließlich kommen die Raub- Tiere von Außen in die Innenräumen rein.

Sie verursachen nicht nur Schachschaden, als Allergiker verursacht Marderkot bei den Menschen Luftnot, Kurzatmigkeit, im Bauch und unterhalb von Thorax bildet sich Luft, als ob man gleich platzen würde. Kopfschmerzen, Hustenanfälle, Schlafentzug, Übelkeit usw…

Liebe gute Bundesregierung, mein Gesundheit ist mir wichtiger als die Tiere.

Tun sie endlich was.

Nicht nur Mader, auch Silberfische sind Rautiere, und dazu noch verursachen sie sehr viel Schaden im Haus.

Mit freundlichen Grüßen.


Uli am 07.08.2018 15:11

Die gleichen grünen Tierfreunde schützen ja auch die Wölfe, nicht aber die Schafe oder die Rehe...

martyrer am 12.11.2017 18:51

ihr elenden! sagt mir lieber wie ich einen weiteren marder anlocken kann!

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haha... am 22.04.2019 14:14

locken sie die tiere bei sich zuhause!!!


okdok am 22.04.2019 14:41

Meine Meinung:

Warum anlocken? kommen sie zu uns, und holen sie die Tiere zu sich, wo sie doch hier bei uns sind, gerne gebe ich die Tiere ab. (O;


Redaktion bauen.de am 13.11.2017 14:18

Hallo martyrer,

Marder können Sie besonders einfach mit Lebensmitteln anlocken. Zum Beispiel mir rohen Eiern, Trockenobst oder Nüssen. Ob es eine Möglichkeit gibt, ausschließlich Marder anzulocken ist uns nicht bekannt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

marittchen am 09.09.2017 16:18

Katla, wenn du jede Nacht geweckt wirst, weil eine Marderfamilie Rennen veranstaltet, sich anfaucht und die Kleinen füttert, dann will ich dich hören. Mein Mann ist seit Tagen damit beschäftigt unseren Dachüberstand und den Dachboden von Unrat und Isolierresten zu reinigen. Abgesehen vom Gestank ist es nicht ungefährlich diese Sauerei an Haut und Atemwege zu bekommen. Im vorletzten Jahr musste er deshalb ins Krankenhaus!

So und jetzt will ich nochmal hören, dass diese unnützen Viecher, die nur Unrat hinterlassen, unter Naturschutz stehen!!!!

Früher wurde Jagd auf diese sch... Viecher gemacht und es gab trotzdem noch welche. Seit das nicht mehr geschieht und sie sich wie verrückt vermehren, kannst du bei jedem 2. Nachbarn nach hören, was die alles anstellen!

auf Kommentar antworten

keine am 22.04.2019 14:37

Marittchen,

du hast so was von Recht, die Mader plündern alle Vogelnester, auch diese Tiere (Vogelarten) haben das Recht zum leben.

Zudem sind die Mader Gesundheitsschädlich, dessen Kot und Urin stinkt so extrem, als ob man Ammoniak, oder Schwefeldioxid atmen würde, und dass ist sehr schlimm.

Daher kann ich NICHT nachvollziehen, dass man Mader und Maderkot- Urin für nicht schlimm empfindet, Verzeihung, sind manche Mensch selbst zur Tier geworden?

Die gesamte Wäsche, Kleidung im Schrank, alles stinkt nach dem Tier, es ist zum verzweifeln, wie dass nun weiter gehen soll.

Ich werde die Verantwortlichen auf Schadenersatz verklagen, wenn hierfür keine Lösung gefunden wird.

Menschen wie Katla, sollten sich bei den Städteplaner beschwerden, die alles zu betoniert habe, wo die Tiere kein Zuhause mehr haben.

MfG


bibby am 14.03.2018 08:56

Wir haben ca seit 8 monate ein marder auf unser dachboden.wir haben alles versucht den wieder los zu werden aber er geht nicht weg.


bibby am 14.03.2018 08:56

Wir haben ca seit 8 monate ein marder auf unser dachboden.wir haben alles versucht den wieder los zu werden aber er geht nicht weg.

jay am 13.01.2017 08:47

Wenn mich ein Marder stört, interessiert mich irgendein Jagdrecht nen Scheiß! Das Viech gehört weg - egal wie!

auf Kommentar antworten

Edmund am 26.05.2018 00:59

Richtig! Fr


Eumel1961 am 27.05.2018 00:12

So seh ich das auch den Schaden haben die Hausbesitzer und auf dem bleiben sie sitzen


Aha am 19.12.2017 17:09

...der Kleingeist spricht !!


loti2008 am 26.11.2017 08:04

Hallo,

auf meinem Dachboden hatte der Marder große Teile der Isolierung beschädigt.

Habe alle Löcher mit schwarzem Schaum verschlossen. Hat ca. 1 Jahr gewirkt.

Jetzt hat er doch wieder einen Eingang gefunden und auch wieder Schaden angerichtet.

Bin für jeden Rat dankbar.

mfG LP


Redaktion bauen.de am 27.11.2017 10:30

Hallo loti2008,

andere Tipps, als die im Artikel genannten, können wir Ihnen leider nicht geben.

Die Redaktion von bauen.de


katla am 21.08.2017 18:40

Wie kann man nur so grausam und rücksichtslos sein .marder gehören auch zu unserer Umwelt.es gibt so viele Methoden um Marder zu vertreiben.Man muß sich nur ein bischen informieren.Dafür gibt es auch das Internet.Bitte nicht alles gleich platt machen.


seebaer am 30.08.2017 20:36

ja völlig richtig.es gibt nichts wirkungsvolleres und alles andere ist unnötiges geldausgegebe.und wer noch keinen marder hatte kann natürlich so blöd quatschen wie KATJA

jens am 18.12.2015 13:20

Der Hersteller ist noch nicht ganz soweit, aber

nervende Marder auf dem Dachboden sollen bald der Vergangenheit angehören.

Schaut doch mal vorbei bei www.marty.de was diese Leute sich ausgedacht haben.

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Julius Becker am 02.10.2015 15:28

Hallo,

bei uns hat ebenfalls die Lebendfalle Erfolg gebracht. Wir hatten 2 weisse Eier reingelegt und über Nacht ist er reingetappt. Haben ihn dann auf Rat eines Bekannten extra weit von unserem Wohnort in einem Wald ausgesetzt.

Viele Grüße,

Julius

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Karl - Heinz am 27.10.2018 17:25

Hallo Julius,

welche Länge hatte die Falle ? und waren dies rohe Eier ?

Ist seitdem Ruhe eingekehrt ?

Viele Grüße

Karl -Heinz


katla am 21.08.2017 18:43

Das finde ich eine gute Idee.

Heike am 05.08.2015 20:55

Wir hatten Glück mit putenfleisch. Haben dieses in die Lebendfalle gelegt und Stunden später war er drin

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loti2008 am 26.11.2017 08:07

Hallo,

kann ich bitte den Lieferanten und Typ der Falle bekommen ??

mfg LP

bauen.de-Redaktion am 03.08.2015 12:35

Hallo Toni,

Sie können versuchen, den Marder und seine Jungtiere durch laute Musik zu vertreiben. Auch das Verteilen von intensiv riechenden WC-Steine kann bewirken, dass die Marderfamilie sich ein anderes Zuhause sucht. Sollte alles nicht helfen, wenden Sie sich am besten an einen Kammerjäger.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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toni am 29.07.2015 16:58

wir haben bei und in der Zwischendecke einen Marder mit Jungtier, und keine Ruhe mehr, wir kommen nicht ran um zu sehen wie es da inzwischen aussieht und sind am verzweifeln, was kann man da tun

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A.Preuss am 08.07.2015 10:35

Wir hatten auch so einen "Mitbewohner", der uns in den Wahnsinn getrieben hat... Haben alles versucht: Von Ultraschall über Pulver bis zu Fallen. Das Viech war einfach cleverer. Unser Dachdecker wollte das Dach komplett neu machen - zum Glück haben wir hier eine günstigere Variante gefunden.

[Anm.d.Red.: Kommentar gekürzt]

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marittchen am 09.09.2017 16:21

Bitte A.Preuss, teile uns doch deine günstigere Variante mit!!!


Ingrid am 12.09.2017 06:40

Bitte welche Variante? Drehe am Rad. .kann nicht mehr schlafen


Nundedie am 18.07.2017 19:48

Diese günstigere Variante würde mich sehr interessieren! (vor allem, weil sie offenbar auch erfolgreich war) - Was war das?


knappi am 22.10.2016 16:40

und die war???