Dichtschlämme: Schutz vor feuchten Wänden im Badezimmer

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Spritzwasserzonen rund um Dusche und Badewanne müssen sorgfältig abgedichtet werden. Sind sie wasserdurchlässig, kann die eindringende Feuchtigkeit der Bausubstanz erheblich schaden. Dichtschlämme oder Abdichtbahnen lassen dieses Problem erst gar nicht entstehen – und können mit etwas Know-How selbst aufgebracht werden.

Bodenbelag, Dichtschlämme, Abdichtbahnen, Foto: Heiko Barth/Fotolia.com
Ohne Wassersperre entstehen unter Badezimmerkacheln Wasserschäden. Mit Dichtschlämme lässt sich das Problem vermeiden. Foto: Heiko Barth/Fotolia.com Foto: Heiko Barth/Fotolia.com

Wenn die Kinder vergnügt in der Badewanne planschen oder man selbst beim Duschen das halbe Bad unter Wasser setzt, ist das eigentlich kein Problem. Vorausgesetzt der Badezimmerboden ist gut abgedichtet. Andernfalls kann die Feuchtigkeit durch Fugenrisse in das Mauerwerk vordringen und hier zu Schäden an der Bausubstanz und zu Pilz- oder Schimmelbildung führen. Gegen Feuchtigkeitsschäden durch Wasser und Dampf lässt sich das Mauerwerk jedoch ganz einfach mit einer Abdichtungsschicht unter den Fliesen schützen.

Dichtschlämme oder Abdichtbahnen?

Dichtschlämme bestehen vorwiegend aus Zement. Das Pulver der Schlämme wird mit Wasser zu einem streichfähigen Mörtel angerührt und auf den gefährdeten Bereich innerhalb der Spritzwasserzone aufgetragen. Hier härtet er dann zu einer wasserundurchlässigen Schutzschicht aus.

Abdichtbahnen bestehen hingegen meist aus wasserundurchlässigem Kunststoff. Sie werden als strapazierfähige Dichtfolie auf Rollen gebündelt, zum Abdichten als Bahnen nebeneinander ausgelegt und großflächig mit dem Untergrund verklebt. Ihr größter Vorteil gegenüber den Abdichtschlämmen: Die Schichtdicke der Bahnen bleibt stets gleich.

Dichtschlämme auftragen

Um optimal haften zu können, benötigen die Dichtschlämme als Fundament einen ebenmäßigen Untergrund. Bevor es daran geht, den Boden abzudichten, muss dieser also erst einmal vorbereitet werden:

  • Zuerst werden breite Risse und Löcher mit Mörtel verfüllt, nicht haftende Bestandteile wie alter Putz oder lose Farbschichten entfernt und der Untergrund gründlich von Schmutz und Staub gereinigt.
  • Auf stark saugendem Untergrund wird nun ein Tiefengrund aufgetragen. Dieser muss mehrere Stunden anziehen, bevor die Dichtschlämme zum Einsatz kommen.
  • Ist der Tiefengrund vollständig durchgetrocknet, werden die angerührten Dichtschlämme mit Hilfe eines Malerquastes  oder einer Glättekelle in einer dünnen Schicht gleichmäßig auf dem Boden verstrichen.
  • Nach einer Trockenzeit von etwa drei Stunden kann die nächste Schicht Dichtschlämme aufgetragen werden. Beide Schichten sollten im trockenen Zustand eine Gesamtstärke von fünf Millimetern nicht überschreiten.
  • Danach muss das Material bis zu drei Tage aushärten. Erst dann können Fliesen auf der wasserundurchlässigen Schutzschicht verlegt werden.

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1 Kommentar

BAkI am 25.09.2017 20:39

Gegen Feuchtigkeitsschäden durch Wasser und Dampf lässt sich das Mauerwerk jedoch ganz einfach mit einer Abdichtungsschicht unter den Fliesen schützen.

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