Die häufigsten Parkettsorten und Verlegemuster

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Parkett gilt als besonders hochwertig und ist nicht zuletzt deshalb als Bodenbelag in Deutschland so beliebt. Durch verschiedene Parkettsorten und Verlegemuster ist Parkett darüber hinaus besonders vielfältig.

Parkett erfreut sich bereits seit mehr als zwei Jahrhunderten großer Beliebtheit. Schließlich gibt es den Holzfußboden nicht nur in vielen verschiedenen Sorten, auch die Verlegemöglichkeiten sind vielfältig. Kurzum: Parkett gibt es für jeden Geschmack.

Parkettsorten

Wer sich für einen Parkettboden entscheidet, hat die Qual der Wahl – nicht nur bei der Holzart, sondern auch beim strukturellen Aufbau des Parketts. Bauen.de stellt die beliebtesten Parkettsorten vor.

Unter den Parkettsorten gelten Massivholzdielen als besonders hochwertig. Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie

Massivholzdielen

… gelten als die hochwertigste Variante. Für die Verarbeitung werden nur ganze Holzstücke verwendet, weshalb Massivholzdielen auch sehr lange halten. Wer sich für diese Art Parkett interessiert, sollte allerdings einen besonderen Wert auf die Holzqualität sowie der Herkunft des Holzes legen, ansonsten kann es im Laufe der Zeit zu Verfärbungen oder sogar strukturellen Veränderungen kommen. Im Unterschied zu vielen anderen Parkettsorten muss Massivparkett nach dem Verlegen zusätzlich lackiert oder geölt werden.

BU: Besonders widerstandsfähig: Hochkantlamellenparkett. Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie

Hochkantlamellenparkett

… ist besonders belastbar. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es hochkant verlegt wird und deswegen insgesamt relativ dick ist. Hochkantlamellenparkett kann darüber hinaus besonders oft abgeschliffen werden, die Verlegung ist unkompliziert und auf den meisten Untergründen möglich

Besteht aus einzelnen Holzstäben: Stabparkett. Foto: Haro Foto: Haro

Stabparkett

… wird aus einzelnen Holzstäben zusammengesetzt. In die Seite wird jeweils eine Nut gefräst, die mit einer Holzleiste, der Feder),auf der anderen Seite zusammenpasst – so wird die Verbindung zwischen den einzelnen Elementen hergestellt. Üblicherweise wird Stabparkett auf einem Holzuntergrund vernagelt, auf anderen Untergründen können die Elemente auch verklebt werden.

Edel: Tafelparkett. Foto: Aicher Parkett Foto: Aicher Parkett

Tafelparkett

… ist eine sehr edle Parkettsorte. Einzelne, häufig verschieden gemaserte Plättchen werden dabei von Hand zu quadratischen Tafeln verleimt. So geben sich verschiedene Muster wie Rauten und Sterne – durch die Verwendung verschiedener Hölzer ist jede Tafel einzigartig. Die einzelnen Tafeln werden dann wieder mit Nut und Feder verleimt.

Mehrschichtparkett lässt sich besonders komfortabel verlegen. Foto: Haro Foto: Haro

Mehrschichtparkett

… besteht aus mehreren miteinander verleimten Schichten. Dadurch wird verhindert, dass sich der Boden später ausdehnt oder zusammenzieht. Mehrschichtparkett kann deshalb auch verlegt werden ohne fest verklebt sein zu müssen. Häufig besteht die oberste Schicht aus einem edlen Massivholz, so dass nach dem Verlegen zu teureren Parkettelementen optisch kein Unterschied feststellbar ist.

Verlegemuster

Ist die Entscheidung für eine bestimmte Parkettsorte und ein Material gefallen, muss sich der Hausbesitzer nur noch für ein bestimmtes Verlegemuster entscheiden. Teilweise lassen sich durch eine unterschiedliche Anordnung der Parkett-Elemente erstaunliche räumliche Effekte erzielen.

Parkett im unregelmäßigen Schiffsboden-Verband. Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie

Der Parallelverband

Beim Parallelverband werden die einzelnen Stäbe auf gleicher Höhe parallel verlegt. Dabei gibt es verschiedene Varianten, etwa den unregelmäßigen Schiffsboden-Verband, bei dem die einzelnen Elemente zwar parallel, aber versetzt verlegt werden.

Der Flecht-Boden mit Würfel. Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie

Der Flecht-Boden

Beim Flecht-Boden werden die Parkettstäbe so verlegt, dass optisch ein Flechtmuster entsteht. Auch hier gibt es verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten, beispielsweise den Flecht-Boden mit Würfel, bei dem einzelne Stäbe in Längs- und Querrichtung um ein quadratisches Parkettstück herum verlegt werden.

Der Klassiker unter den Verlegemustern: das Fischgrätmuster. Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie Foto: Verband der Deutschen Parkettindustrie

Das Fischgrätmuster

Ein beliebtes Verlegemuster ist auch das Fischgrätmuster. Die einzelnen Elemente werden dabei jeweils im 90-Grad-Winkel aneinandergelegt, wodurch ein Zick-Zack-Muster entsteht. Eine Variante ist das französische Fischgrät, dabei sind die Parkettstäbe um 45 oder 30 Grad abgeschrägt.

Ein typisches Leiter-Boden-Muster. Foto: Parkettlegerei Grimm Foto: Parkettlegerei Grimm

Das Leiter-Boden-Muster

Beim Leiter-Boden-Muster werden parallel nebeneinander liegende Stäbe mit quer dazu in Einzelreihe liegenden Stäben kombiniert – so entsteht das Bild mehrerer nebeneinanderliegender Leitern.


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