Do-it-yourself: Treppenrenovierung

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Treppen gehören zu den Bauteilen eines Hauses, die mit am meisten ertragen müssen. Irgendwann macht sich das bemerkbar und der Hausbesitzer steht vor der Frage, ob er die Treppe renovieren oder austauschen soll. Wenn die alte Substanz es zulässt, können geschickte Heimwerker eine Treppenrenovierung selbst durchführen.

Bausätze zur Treppenrenovierung sind in verschiedenen Materialien erhältlich. Der Aufbau der unterschiedlichen Systeme ist dabei recht ähnlich. Foto: dress Treppen-Renovierungssysteme GmbH Foto: dress Treppen-Renovierungssysteme GmbH

Alle 20 bis 30 Jahre sollten Hausbesitzer ihre Treppen renovieren. Kein Wunder, bedenkt man, wie viel sie tagtäglich aushalten müssen. Das hinterlässt Spuren: Schrammen und Kratzer sind noch das kleinste Problem, ausgetretene Stufen und rundgelaufene Kanten können sie zur rutschigen Gefahr machen.

Treppenrenovierung: Selbst ist der Mann

Ein Fachmann braucht meist nur einen Tag für die Treppenrenovierung. Do-it-yourself-Bausätze ermöglichen es aber auch dem handwerklich geschickten Laien, die alte Treppe optisch aufzumöbeln und wieder sicher begehbar zu machen. Die Bausätze beinhalten meist Stabilisierungswinkel aus Aluminium sowie die neue Verkleidung aus Massivholz, Laminat, Kork, Holz, Stein oder PVC.

Vorarbeiten beim Treppen renovieren

Die Vorgehensweise ist bei den meisten Bausätzen zum Treppe renovieren ähnlich, unabhängig davon ob es sich um eine offene Treppe handelt oder ob Setzstufen vorhanden sind.
Zuerst sollte ein eventuell vorhandener Belag inklusive alter Spachtelmasse und Klebstoffreste entfernt werden. Tipp: Sollte die alte Treppe knarren, ist vor der Renovierung der ideale Zeitpunkt, um die waagrechte Treppenstufe mit der senkrechten Setzstufe zu verschrauben. Dabei sollten spezielle Verspannschrauben verwendet werden, oder die Schraube mindestens 60 Millimeter lang sein.

Bei vielen Treppenrenovierungen wird an der Treppenkante eine Metallschiene angebracht, die es nun zuzuschneiden gilt. Dafür die Treppenkantenlänge vermessen und jeweils rechts und links einen Millimeter Abstand einplanen – ansonsten reibt das Profil und kann quietschen. Achtung: Jede Stufe kann ein anderes Maß haben, daher sollte man bei jeder einzelnen Schiene prüfen, ob sie auch passt.

Dasselbe gilt für den neuen Belag. Ist die alte Treppe aus Stein oder Beton sollten beim Zuschnitt des neuen Treppenbelags an den Seiten eher zwei Millimeter Luft gelassen werden, damit der neue Belag arbeiten kann und später nicht aufgrund der Reibung zur Wand knarzt oder quietscht.
Der Verschnitt kann häufig für die Setzstufe verwendet werden. Auch bei diesen sollte der Abstand beachtet werden. Selbst offene Treppen ohne Setzstufen lassen sich problemlos renovieren, hier wird die komplette Stufe ummantelt.

Ebenso wie das Treppengeländer, kann auch die Wange abgebeizt, abgespachtelt und neu lackiert werden. Die Treppenwange lässt sich aber auch mit furniertem Sperrholz verkleiden, die Wangenoberseite schließt dann mit einer entsprechenden Massivholzleiste ab.

Jetzt wird in die Hände gespuckt: die Montage

Ist die alte Treppe von ihren Rückständen befreit sowie Schienen und neuer Belag zugeschnitten, kann an der untersten Treppenstufe mit dem Verlegen der einzelnen Elemente begonnen werden. Dafür verwendet man am besten einen Kleber auf Polyurethen-Basis.

Das Metallprofil wird mit Montagekleber auf der Treppenkante befestigt, überquellender Kleber sollte sofort mit Spiritus entfernt werden. Anschließend wird das Profil mit ausreichend langen Schrauben festgeschraubt, wobei der Schraubenkopf nicht vorstehen darf. Eventuelle Hohlräume zwischen dem neuen Profil und der alten Treppenstufe müssen gefüllt sein. Tipp: Trägt man auf die Trittstufe zuvor ein spezielles Schaumbett auf, gleicht dieses Unebenheiten der alten Treppe aus und dient zugleich als Trittschalldämmung. Zügiges Arbeiten und eine gewisse Routine sind dabei jedoch Voraussetzung.

Um den neuen Belag anzubringen, wird Montagekleber auf die alte Trittstufe und bei einem T-förmigen Metallprofil auch auf die Vorderkante des neuen Belags aufgetragen. Letzteres verhindert das spätere Eindringen von Wasser zwischen neuem und altem Belag. Nun wird die neue Trittstufe vorsichtig abgesenkt und seitlich mit kleinen Holzkeilen nach unten gedrückt.
Auch auf die Rückseite der Setzstufe kommt Montagekleber, diese wird dann einfach an der alten Setzstufe festgeklebt.

Bei einigen Bausätzen ist die Blende bereits an der Trittkante angebracht. Ansonsten brauchen die Metallprofile noch Blenden, die ebenfalls zugeschnitten und zumeist einfach in die Metallschiene eingehängt und festgeklebt werden müssen.

Alle Fugen, vor allem die zwischen neuer Setz- und Trittstufe, sollten mit Acryl abgedichtet werden. Wer lieber Silikon verwenden möchte, sollte bedenken, dass dieses sich nicht überstreichen lässt.


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2 Kommentare

bauen.de-Redaktion am 04.12.2015 09:34

Hello Lubomir,

bauen.de offers information about constructing and renovating. If you want to buy products, please visit your local DIY market or contact stairway providers.

Best regards

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Lubomir Kundrat am 29.11.2015 14:15

Hi,

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L.K.

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