Ein Hochbeet mit Stützmauer Marke Eigenbau

Lesermeinungen:  

(6)

Bei einem Hochbeet können Hobbygärtner die Stützmauer in Eigenregie angelegen. Dabei gilt es allerdings ein paar Dinge zu beachten, damit die Einfassung den Erdmassen standhält und keine Staunässe entsteht.

Stützmauer, Hochbeet, Mauer, Steine, Foto: Composer/fotolia.com
Damit die Stützauer um das Hochbeet hält, sollten die verwendeten Steine möglichst flach sein. Foto: Composer/fotolia.com Foto: Composer/fotolia.com

Ein treppenartig angelegtes Hochbeet benötigt eine stabile Stütze, damit die Erde nicht beim ersten Regenguss abrutscht. Eine Möglichkeit, um das Hochbeet einzufassen, ist eine Trockenmauer aus Steinen. Der Vorteil: Niedrige Trockenmauern können Hobbygärtner mit ein wenig Kraftanstrengung und etwas Aufwand ganz einfach selbst anlegen.

Ein Hochbeet mit einer Stützmauer aus losen Steinen

Welche Natursteinart man für das Mauerwerk wählt, ist Geschmackssache. Damit die Mauer Wind und Wetter standhält, muss die Größe der Steine jedoch sorgfältig ausgewählt werden. Ihr Eigengewicht muss dem Druck der Erdmassen, die sie stützen sollen, angepasst sein. Je größer das Beet und je höher der Neigungswinkel, desto größer und schwerer müssen die Steine sein. Soll das Hochbeet auf weichem Untergrund gebaut werden, müssen Hobbygärtner für die Trockenmauer außerdem ein stabiles Fundament schaffen.

Anlegen der Stützmauer

Bevor die einzelnen Steine aufeinander geschichtet werden können, muss zuerst das Fundament vorbereitet werden. Ab einer Mauerhöhe von etwa einem Meter sollte es aus Beton bestehen. Bei niedrigeren Stützmauern reicht ein Untergrund aus Geröll. Das Fundament wird in einem Abstand von etwa 20 Zentimetern zum Beet angelegt, um Raum für die Hinterfüllung aus Kies zu lassen. Wer einen geraden Verlauf der Mauer plant, spannt im Vorfeld eine Richtschnur zur Orientierung.

Die Breite des Fundaments sollte so berechnet werden, dass sie etwa ein Drittel bis die Hälfte der geplanten Mauerhöhe beträgt. Bei einer ein Meter hohen Mauer wird dann ein etwa 40 Zentimeter tiefer Graben ausgehoben, mit Schotter gefüllt und das fertig geschüttete Fundament zum Schluss mit einer Rüttelmaschine verdichtet. Nun kann der Bau beginnen:

  1. Erste Reihe großer Steine nebeneinander auf das Fundament platzieren und in den Schotter drücken. Die Oberseite der Fundamentsteine sollte dabei möglichst flach sein.

  2. Schicht für Schicht weitere Steine versetzt aufeinanderlegen. Dabei darauf achten, dass vor allem im unteren Bereich der Mauer große Steine verbaut werden. Jeder Stein – vom Fundament bis zum Abschluss – muss die beiden nächstgelegenen Steine berühren.

  3. Darauf achten, in regelmäßigen Abständen lange Steine, die sogenannten Binder, zu verbauen. Sie verleihen dem losen Steinverbund Stabilität.

  4. Steht die Mauer, werden die Fugen zwischen den Steinen mit kleinen Steinen gefüllt und mit dem Gummihammer festgeklopft.

  5. In regelmäßigen Abständen Kunststoffrohre durch die untere Steinschicht führen. Sie leiten Wasser ab und verhindern, dass sich Regenwasser staut.

  6. Zum Schluss die Mauer mit Kies hinterfüllen.

Ihre Meinung zählt

(6)
4.5 von 5 Sternen
5 Sterne
 
4
4 Sterne
 
1
3 Sterne
 
1
2 Sterne
 
0
1 Stern
 
0
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Garten
Neuen Kommentar schreiben