Energie einsparen mit Dachbodendämmung

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Mit einer Dachbodendämmung können Hausbesitzer den Energieverbrauch älterer Gebäude wesentlich reduzieren. Immobilienbesitzer sind durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) darüber hinaus eventuell verpflichtet, bestimmte Maßnahmen zur Dämmung nachzuholen.

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Eine Dachbodendämmung kann den Energieverbrauch eines Hauses deutlich reduzieren. Gerade ältere Gebäude, die noch vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung in der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre erbaut wurden, sind oft schlecht oder gar nicht gedämmt. Die Folge: Der Energieverbrauch ist viel höher, als es eigentlich nötig wäre, da ein beachtlicher Teil der Wärmeenergie ungenutzt verpufft. Gerade ein ungedämmtes Dach ist hier ein neuralgischer Punkt.

Dachbodendämmung hilft beim Energiesparen

Eine recht preiswerte, inzwischen in vielen Fällen gesetzlich vorgeschriebene Maßnahme, ist das nachträgliche Dämmen der obersten Geschossdecke. Gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV)ist in zugänglichen aber aufgrund geringer Deckenhöhe nicht begehbaren Spitzböden die Dämmung der Geschossdecken eine nachträgliche Pflicht. Seit 2012 müssen zudem auch begehbare Geschossdecken gedämmt sein. Die Maßnahme kostet allerdings im Vergleich zu einer nachträglichen Dämmung des gesamten Dachs vergleichsweise wenig: Wird der Spitzboden gar nicht genutzt, reicht es, spezielle Dämmplatten oder Rollenware lose zu verlegen: Das können auch Heimwerker erledigen. Hier ist mit Materialkosten in Höhe von rund 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.

Für selbst genutzte Eigenheime gilt die Dämmpflicht übrigens nur eingeschränkt. Wenn der Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses eine der Wohnungen bereits im Februar 2002 selbst bewohnt hat, ist er davon befreit. Eine Pflicht zur Dämmung entsteht dann erst bei einem Eigentümerwechsel.

Soll der Boden aber auch nach der Dachbodendämmung noch begehbar sein, bedarf es eines Dämmmaterials, das begehbar ist. Das ist zum Beispiel mit Hartschaumplatten möglich, die zusätzlich mit einem Gehbelag aus Spanplatten oder Gipsfaserplatten ausgestattet werden. Auch diese Variante kann von geübten und sorgfältig arbeitenden Heimwerkern selbst erledigt werden. Der Material- und Verlegeaufwand ist etwas höher als bei der Dämmung einer nicht begehbaren Geschossdecke.

Auf das Dämmen der Geschossdecke kann verzichtet werden, wenn stattdessen das gesamte Dach nachträglich gedämmt wird. Das ist deutlich teurer, macht aber Sinn, wenn es zu Wohnraum ausgebaut werden soll.


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