Energiesparlampen: Effizientes Licht für Zuhause

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Um die eigenen vier Wände mit Energiesparlampen auf besonders effiziente Weise zu beleuchten, sollten Verbraucher die verschiedenen Modelle vor der Anschaffung sorgfältig vergleichen. Entscheidend sind Angaben zu Lichtmenge, Farbtemperatur und Lebensdauer.

Energiesparlampen, Foto: Initiative EnergieEffizienz/dena
Mit einer Lebensdauer bis zu 15.000 Stunden ist ein Austausch von hochwertigen  Energiesparlampen nur selten notwendig. Foto: Initiative EnergieEffizienz/dena Foto: Initiative EnergieEffizienz/dena

Aufgrund ihres geringen Stromverbrauchs sind Energiesparlampen besonders effiziente Leuchtmittel, die sich in punkto Lichteigenschaften und Formen der althergebrachten Glühbirne immer mehr annähern. Bauen.de erklärt, wie Verbraucher eine qualitativ gute Leuchte finden.

Energiesparlampen geben nur wenig Wärme ab

Energiesparlampen werden auch als Kompaktleuchtstofflampen bezeichnet, sind mit Gas gefüllt und von innen mit einem fluoreszierenden Leuchtstoff beschichtet. Beim Einschalten wird zunächst ultraviolette Strahlung erzeugt, die schließlich in sichtbares Licht umgewandelt wird. Da die Lampen dabei nur wenig Wärme abgeben, leuchten sie auf besonders effiziente Weise. Das bestätigt auch das einheitliche EU-Energieverbrauchsetikett (EU-Label): Energiesparlampen sind mit der höchsten Energieeffizienzklasse deklariert. Je nach Modell sind die Leuchten für vier bis elf Euro erhältlich.

Lampenkauf – Angaben wie Lumen, Kelvin und Lebensdauer vergleichen

Energiesparlampen können im Grunde universell eingesetzt werden. Um die verschiedenen Wohnbereiche aber in das passende Licht zu tauchen, sollten die Leuchten sorgfältig auf die jeweilige Beleuchtungssituation abgestimmt sein. Beim Kauf heißt es daher: Verpackungsangaben sorgfältig vergleichen.

  • Helligkeit: Wie hell eine Lampe leuchtet, wird in Lumen (lm) angegeben. Je höher der Wert auf der Verpackung, desto mehr Licht gibt die Lampe ab. Zur Orientierung: Ein Modell mit 415 Lumen lässt sich mit der Helligkeit einer 40-Watt-Glühbirne vergleichen. Die Lichtmenge einer Energiesparlampe mit 200 Lumen entspricht der einer 25-Watt-Glühbirne. Doch auch bei Energiesparlampen sollte die Wattzahl nicht ganz außer Acht gelassen werden: Sie gibt Aufschluss über den Stromverbrauch der Lampe.

  • Lichtfarbe: Damit die Lichtfarbe stimmt und zur Wohnsituation passt, sollte das Augenmerk auf die Farbtemperatur in Kelvin (k) gerichtet werden. 2.700 Kelvin stehen für warmweißes Licht, welches sich für eine gemütliche Beleuchtung von Wohnräumen eignet. In ein neutrales Weiß lässt sich die Arbeitsfläche in der Küche beispielsweise mit einer 4.000-Kelvin-Energiesparlampe tauchen. Ein hoher Kelvinwert von bis zu 6.500 deutet auf einen hohen Blauanteil des Lichts hin. Die erzeugte Helligkeit ähnelt dem Tageslicht und eignet sich vor allem zum Ausleuchten des Arbeitsplatzes. Auf der Verpackung ist die Lichtfarbe an Zahlen wie beispielsweise 27 für 2.700 Kelvin oder an Angaben wie „warm white“ (ww) abzulesen.

  • Lebensdauer: Die Lebensdauer von Energiesparlampen schwankt mit 5.000 bis 15.000 Betriebsstunden erheblich. Vergleichen lohnt sich: Mit einem langlebigeren, teureren Modell lassen sich auf lange Sicht oft mehr Kosten sparen als mit dem gleichwertigen, günstigeren Pendant mit geringerer Lebensdauer.

  • Schaltfestigkeit: Für Flur, Treppenhaus und andere Bereiche, in denen das Licht häufig an- und ausgeknipst wird, eignen sich Lampenmodelle mit hoher Schaltfestigkeit. Leuchten mit Vorheizfunktion gelten in diesem Kontext als besonders robust und langlebig. Brennt die Lampe in Bad oder Toilette jeweils nur kurz, sind eine kurze Anlaufzeit und eine hohe Schaltfestigkeit vonnöten. Ist auf der Verpackung eine Anlaufzeit von 15 Sekunden angegeben, bedeutet das, dass in 15 Sekunden 60 Prozent der Helligkeit erreicht sind. Auch Modelle mit eingebautem Dimmer sind erhältlich.

  • Form: Neben der klassischen Stab-Energiesparlampe gibt es unzählige weitere Formen, beispielsweise als Kerze für den Kronleuchter, in Glühbirnen-Optik oder im Miniatur-Format. Da die Leuchtstoffröhre mit einem zusätzlichen Glaskolben umhüllt ist, arbeiten diese Lampen etwas weniger effizient als Leuchten in reiner Röhrenform.

Gesundheitliche Risiken vermeiden: Entsorgung im Sondermüll

In energiesparenden Lampen sind geringe Mengen Quecksilber enthalten. Geht das Glas zu Bruch, treten giftige Dämpfe aus. In einem solchen Fall sollte sofort gut gelüftet werden, empfiehlt das Umweltbundesamt. Hersteller machen ihre Lampen jedoch immer sicherer: Einige Modelle sind bereits mit einem Kunststoffmantel als Splitterschutz überzogen oder enthalten anstelle des flüssigen Quecksilbers Amalgam.

Ausgediente Leuchten sind unbedingt im Sondermüll zu entsorgen. Sie können beispielsweise bei Schadstoffsammelstellen oder Wertstoffhöfen abgegeben werden. Auch einige Händler nehmen die alten Leuchten wieder zurück.


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