Fassadenanstrich - Wenn Runzelbildung Wände verunstaltet

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Wer beim Hausbau Geld einsparen möchte, übernimmt viele Aufgaben selbst, wie beispielsweise den Fassadenanstrich. Ärgerlich, wenn sich einige Tage danach Unebenheiten oder sogar kleinere Risse bilden.

Fassadenanstrich vom Heimwerker? Kein Problem. Um Fehler wie Runzelbildung zu vermeiden, sollten aber einige Dinge beachtet werden. Foto: sima / fotolia.com Foto: sima / fotolia.com

Bleibt der Fassadenanstrich nach einiger Zeit nicht glatt, sondern verändert sich seine Oberfläche, kann dies verschiedene Ursachen haben. Ein häufiger Fehler ist beispielsweise das zu dicke Auftragen der Farbe. Die Qualität des Anstriches hängt schließlich nicht von der Menge der verwendeten Farbe ab. Sollte der erste Fassadenanstrich nicht das gewünschte Ergebnis bringen, lieber trocknen lassen und ein zweites Mal streichen. Ist der Anstrich tatsächlich fehlerhaft, gibt es leider nur eine Lösung: runter damit und nochmal von vorne anfangen. Insofern lieber gleich Obacht geben oder Profis ranlassen.

Der richtige Fassadenanstrich: Runzelbildung vermeiden

1. Untergrund testen
Um festzustellen, welche Qualität der Untergrund hat, gibt es verschiedene einfache Testverfahren.

  • Sichttest: Die Fassade nach Rissen, Verformungen und Verfärbungen absuchen.
  • Wischtest: Bleibt Abrieb an der Hand oder dem Lappen hängen?
  • Kratztest: Lässt sich der Putz mit dem Fingernagel entfernen?
  • Saugfähigkeitstest: Nimmt die Fassade Wasser auf?
  • Klopftest: Befinden sich Hohlräume unter dem Putz?

2. Untergrund vorbereiten
Werden durch einen der oben genannten Tests Makel festgestellt, müssen diese behoben werden. Lose Farb- und Putzreste, Dreck und Pflanzenreste müssen entfernt werden. Dafür ist beispielsweise ein Hochdruckreiniger geeignet. Löcher im Mauerwerk oder Putz müssen geflickt werden. Eine Grundierung ist immer ratsam, vor allem aber dann, wenn es Abrieb gibt, der sich nicht ohne Weiteres entfernen lässt oder die Fassade Feuchtigkeit aufnimmt. In beiden Fällen gibt es sonst Risse oder Runzeln im neuen Anstrich.

3. Richtiges Wetter abwarten
Ein warmer und sonniger Tag lädt dazu ein, Arbeiten an der Außenfassade durchzuführen. Doch genau das kann ins Auge gehen: Wird bei zu heißem Wetter gestrichen, können sich Runzeln bilden. Auch bei feuchtem oder gar nassem Wetter kann es Probleme geben. Wählt man einen regnerischen, kühlen Tag für den Fassadenanstrich, kann die Feuchtigkeit zu kleineren Rissen führen. Ähnlich verhält es sich bei Tau oder Nebel. Es gilt also, besonders warme, kalte oder feuchte Klimabedingungen zu meiden. Optimal geeignet sind bewölkte Tage mit Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad gut geeignet.

4. Mehrfach streichen
Um die Fassade lückenlos zu streichen und sie so vor Wettereinflüssen zu schützen, sind häufig mehrere Farblagen notwendig. Genau das ist eine weitere Fehlerquelle. Ist nämlich die erste Schicht noch nicht ganz trocken, kann dies schnell zur gefürchteten Runzelbildung führen.


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