Feuchtraumplatten: Traumbad einfach selbst gestalten

Lesermeinungen:  

(19)

Mehr Funktionen, mehr Wellness, mehr tolle Ideen - das Bad von heute muss eine Menge Wünsche erfüllen. Da kann die alte Nassraumzelle nicht mehr mithalten. Glücklicherweise gibt es auch für die Badneugestaltung die richtige Platte.

Foto: Wedi
Foto: Wedi Foto: Wedi

Die Fantasie ist grenzenlos - und schnell entsteht das Traumbad oder gar die ganz private Badelandschaft vor dem inneren Auge. Jetzt gilt es, die Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Normale Gipskartonplatten sind hier weniger geeignet, doch auch für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit bieten verschiedene Hersteller das richtige Produkt an: Sogenannte Feuchtraumplatten, also imprägnierte Gipskartonplatten, die leicht an der zumeist grünen Färbung zu erkennen sind.

Der Handel bietet verschiedene Plattenformate an, die je nach Größe auch von einer Person alleine verarbeitet werden können, üblich ist jedoch das gängige Format 1,25 mal zwei Meter. Je nach Hersteller, Anbieter und Stärke der Platte - meist 9,5 oder 12,5 Millimeter - muss der Heimwerker mit einem Quadratmeterpreis von etwa vier bis fünf Euro rechnen.

Imprägniert heißt nicht wasserfest

Innen Gips, außen Karton - ein einfaches Rezept mit hoher Stabilität, denn Gipsbaustoffe können aufgrund ihrer spezifischen Eigenschaften hohe Feuchtigkeit, wie sie etwa beim Duschen auftritt, gut aufnehmen und abbauen. Beachten sollte man allerdings, dass die Imprägnierung eine solche Platte zwar feuchtigkeitsbeständig, nicht jedoch wasserfest macht. Gerade in Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbeanspruchung, also beispielsweise in Duschnischen, müssen die Platten vor der Weiterbearbeitung zusätzlich sorgfältig abgedichtet werden.

Gerade im Spritzwasserbereich auf sorgfältige Verarbeitung achten

Feuchtraumplatten werden genauso verarbeitet wie übliche Gipskartonplatten. Die Montage erfolgt entweder geschraubt auf Profilsysteme aus Aluminium oder Holz, oder die Platten werden direkt auf die zu verkleidenden Wände geklebt. Außerdem gilt: Je größer die verwendeten Platten, desto weniger Fugen müssen später verspachtelt werden. Wenn möglich, sollte man übrigens gerade im Duschbereich Querfugen vermeiden.

Wichtig ist vor allem aber die korrekte und sorgfältige Abdichtung im Spritzwasserbereich, denn eine Verkleidung etwa mit Fliesen ist zwar wasserabweisend, nicht jedoch wasserundurchlässig. Hier sind Fugen und Anschlüsse immer als Schwachstellen anzusehen. Verschiedene Hersteller bieten aufeinander abgestimmte Produktpaletten an - Grundierung und streichbare Flächenabdichtung für Nassbereiche gehören in der Regel dazu. Für besonders kritische Stellen wie Anschluss- oder Bewegungsfugen sollte man auf die sogenannte Primär- und Sekundärabdichtung achten: Als Primärdichtung bezeichnet der Fachmann die nicht sichtbare Dichtung, also etwa ein Dichtungsband, das in die flüssige Flächenabdichtung eingearbeitet wird und unter dem späteren Belag verschwindet. Die Sekundärdichtung erfolgt schließlich über eine elastische Dichtung wie Silikonfugen.


Ihre Meinung zählt

(19)
3.2 von 5 Sternen
5 Sterne
 
0
4 Sterne
 
11
3 Sterne
 
2
2 Sterne
 
5
1 Stern
 
1
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Badsanierung
Neuen Kommentar schreiben

1 Kommentar

pappmacheenistin am 28.04.2014 20:14

Meine Dusche soll im Zuge von Sanierung der Rohre, renoviert werden. Mein Vermieter hat mir die Fliesenfarbe "Pantone 5215c" empfohlen. Ich kann sie aber nirgends finden.

Können Sie mir mitteilen, wie ich an diese Fleischfarbe kommen kann?

auf Kommentar antworten