Fototapete: Karibikfeeling in den eigenen vier Wänden

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Eine riesige Palme oder Skyline von New York im eigenen Wohnzimmer – mit Hilfe einer Fototapete ist das gar kein Problem. Doch damit sich die Kokosnüsse letztendlich auch in der Krone der Palme und nicht inmitten des Stammes befinden und das Empire State Building nicht dem schiefen Turm von Pisa ähnelt, müssen einige Punkte beim Tapezieren von Fototapeten beachtet werden.

Wer denkt, Fototapeten gibt es erst, seitdem Computer das Bearbeiten von Bildern stark vereinfacht haben und Laserstrahldrucker Bilder sekundenschnell auf Papier bringen können, liegt falsch. Denn bereits seit dem 17. Jahrhundert existieren Tapeten mit bildlichen Darstellungen. Da die Tapeten zu Beginn noch per Hand bedruckt oder bemalt wurden, war die Produktion viel aufwendiger und somit auch teurer als heute, und nicht für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden vorgesehen.

Ihre Hochphase hatte die Fototapete in den 1970er Jahren. Sie diente in vielen Haushalten als Blickfang, wobei Strandmotive damals wie heute sehr beliebt waren. Besonders Partykeller und Wohnzimmer waren beliebte Orte für auffällige Fototapeten mit unterschiedlichsten Motiven. Nachdem der Trend etwa Mitte der 1980er Jahre nachließ, kann man seit einigen Jahren die Rückkehr zum Retrolook und der Fototapete beobachten.

Schlafen unter Palmen - Fototapete macht's möglich

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Materialien von Fototapete

Ähnlich wie bei der herkömmlichen Tapete, gibt es auch für die Fototapete verschieden Materialien. Die gängigsten Varianten bestehen aus Papier oder Vlies:

  • Foto-Papiertapeten bestehen aus einem dünnen Material, vergleichbar mit normalem Papier, und sind meistens in Sets, das heißt in einzelnen Quadraten erhältlich.

  • Foto-Vliestapeten sind aus einer reißfesten und atmungsaktiven Zellstoff-Textilfaser-Kombination, die besonders strapazierfähig, leicht zu verarbeiten und schwer entflammbar ist. Vliestapeten können bahnenweise gekauft werden und sorgen dafür, dass kleine Risse im Untergrund oder Putzfugen überbrückt werden. Bei der Oberfläche kann zwischen ganz glatten bis hin zu groben Prägemustern gewählt werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Papiertapeten zwar meist günstiger, Vliestapeten aber leichter zu verarbeiten und qualitativ hochwertiger sind und deshalb von den meisten Anbietern verwendet werden.

Motiv auswählen

Bevor die Tapete aufgeklebt werden kann, muss natürlich noch ein passendes Motiv ausgesucht werden. Dabei ist die Auswahl nahezu grenzenlos. Landschaften, Strände, Tiere, Metropolen, Blumen und sogar Comic- und Zeichentrickfiguren für die Kinder - hier sollte für jeden etwas dabei sein. Und falls doch nicht, dann gibt es bei den meisten Internetanbietern auch noch die Möglichkeit, den eigenen Schnappschuss hochzuladen und als Tapete drucken zu lassen.

Werkzeug

Das tapezieren der hochwertigen Vliestapete sollte halbwegs geschickte Handwerker vor keine größeren Probleme stellen. Allerdings empfiehlt es sich, für die Arbeit einen Helfer zu suchen. Bevor man mit dem Tapezieren beginnt, sollte man noch folgendes Zubehör besorgen:

  • Tapetenkleister (darauf achten, dass der Kleister auch für schwere Tapeten geeignet ist)
  • Eimer und Umrührstab zum Anrühren des Kleisters
  • Tapetenroller oder alternativ eine große Kleiderbürste, sowie einen Kantenroller zum sauberen und gleichmäßigen Andrücken der Tapete
  • Teppichmesser oder Schere

Vorbereitung

Der Untergrund sollte glatt, sauber und trocken sein. Dafür müssen alte Tapetenreste entfernt werden und größere Unebenheiten im Putz mit Spachtelmassen ausgeglichen werden. Damit der Untergrund farblich einheitlich ist und keine dunklen Stellen durchschimmern, kann auch eine Vorbehandlung mit weißem Tapetengrund sinnvoll sein.

Kleistern

Zunächst muss der Tapetenkleister nach der Anleitung auf der Packung im Eimer angerührt werden. Während dieser eine gewisse Zeit lang ziehen muss, um die richtige Konsistenz zu erlangen, bietet es sich währenddessen an, ein paar Bahnen vorzuschneiden und chronologisch zu sortieren. Besonders bei einer Fototapete ist es wichtig, dass die Bahnen exakt an den Markierungen abgeschnitten werden, so dass sie später an der Wand bündig zueinander sind und kein Versatz im Motiv zu erkennen ist.

Nun kann es mit dem Kleistern losgehen. Bei Vliestapeten ist es, im Gegensatz zu Papiertapeten, nicht notwendig, dass die Tapete selbst eingekleistert wird. Hier muss der Kleister gleichmäßig auf der Wand aufgetragen werden, ehe die Fototapete angebracht werden kann.

Tapete aufkleben

Beim Aufkleben ist es sinnvoll, von oben zu beginnen und die Tapete mit einem Tapetenroller oder einer weichen Bürste anzudrücken. Besonders wichtig ist es, die erste Bahn genau senkrecht zu verkleben – kleinere Fehler treten ansonsten bei jeder Bahn auf und sind nur schwer auszubessern. Um eine gerade erste Bahn zu gewährleisten, bietet es sich an, ein Lot beziehungsweise eine einfache Schnur, an der ein schwerer Gegenstand befestigt ist, zu verwenden. Diese wird vom Deckenansatz aus fallen gelassen, so dass durch die Schnur eine exakt senkrechte Linie entsteht, an der die Tapete ausgerichtet werden kann.

Nachdem die erste Bahn verklebt ist, können alle Bahnen analog und bündig zur ersten Bahn verlegt werden. Auch hier ist wichtig, dass jede Bahn möglichst gerade ausgerichtet wird, so dass keine Spalte zwischen den Bahnen entstehen beziehungsweise diese nicht überlappen. Außerdem sollten die Ränder mit einem Kantenroller nochmals gründlich nachgefahren werden, um saubere Übergänge zwischen den einzelnen Bahnen zu haben.

Sind alle Bahnen verklebt, müssen nur noch überstehende Ränder, falls vorhanden, nach dem Trocknen mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Danach ist die Arbeit getan und der neue Eyecatcher ist bereit für staunende Blicke.


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