Grundstücke: Sparen durch Wissen

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Grundstücke gibt es in vielen verschiedenen Lagen: am See, am Hang, an der Ecke oder auch in einer Baulücke. Bei jedem einzelnen gibt es während der Bauphase andere Besonderheiten zu beachten, die sich häufig finanziell auswirken. Bauen.de erklärt die Risiken und Chancen, die eine Bebauung der verschiedenen Arten an Grundstücken bergen.

Schmale Grundstücke können dennoch viel Platz bieten, beispielsweise mit einer Split-Level-Bebauung. Foto: BHW Bausparkasse/SchwörerHaus Foto: BHW Bausparkasse/SchwörerHaus

Wer in ein Baugrundstück investiert, hat die Qual der Wahl: Soll es das großzügige am Hang mit dem atemberaubenden Blick über das Tal sein, das romantische mit direktem Zugang zum See oder doch lieber das ruhige Eck am Ende der Siedlung? Bauen.de verrät, was man vor dem Kauf spezieller Grundstücke beachten sollte.

Hanggrundstück

Wie der Name schon sagt, sind Hanggrundstücke nicht ebenerdig. Das Gefälle bringt einige Besonderheiten bei der Bebauung mit sich: Liegt der Bauplatz in einem Erdbebengebiet, benötigt das Haus eine verstärkte Bodenplatte. Um das abfallende Höhenniveau auszugleichen, kann eine Split-Level-Bebauung mit versetzten Geschossen notwendig sein. Dann muss der Neubau individuell von einem Architekten geplant werden. Fertighäuser werden den besonderen Voraussetzungen nicht gerecht. Das birgt zusätzliche Kosten. Auch ein rechtzeitiger Blick auf Grund und Lage kann spätere Überraschungen verhindern. Massiver Fels oder sandiger Erdboden stellen unterschiedliche Ansprüche an die Fundamentierung. Ist das Grundstück nach Norden ausgerichtet, bekommt es keine direkte Sonneneinstrahlung.

Grundstücke im Hochwassergebiet

Grundstücke, in deren Nähe eine See liegt oder ein Fluss verläuft, sind ebenso hochwassergefährdet wie Grundstücke, die in einem Gebiet mit hohem Grundwasserspiegel liegen. Wie wahrscheinlich ein Schaden durch Hochfluten tatsächlich ist, erfährt man bei der Gemeinde oder der Wasserbehörde. Je nach Höhe des Hochwasserrisikos müssen spezielle bauliche Maßnahmen vorgenommen werden: Der Keller wird aus wasserundurchlässigem Beton gebaut oder weggelassen. Hochwasserschutz-Systeme wie abgedichtete Kellerfenster und Eingangstüren sowie undurchlässige Heizungs- und Elektrosysteme schützen vor großen Wasserschäden – bringen allerdings auch erhöhte Baukosten mit sich.

Grundstück in der Baulücke

Ein freies Grundstück, das an einer Straßenfront liegt und an beiden Seiten von Gebäuden begrenzt wird, bezeichnet man als Baulücke. Meist ist ein Grundstück in einer Baulücke bereits vollständig erschlossen: Die für die Baugenehmigung notwendige Erschließung durch Versorgungs-, Verkehrs- und Entsorgungssystem ist dann bereits vorhanden, eine kurzfristige Bebauung dadurch möglich. Das spart nicht nur Zeit sondern auch Geld. Allerdings kann in einer Baulücke häufig kein Fertighaus errichtet werden und die zwingend einzuhaltenden Abstandsgrenzen erschweren eine Bebauung eventuell zusätzlich.

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Eckgrundstück

Bauplätze, die nur zu einer Seite einen Nachbarn haben, nennt man Eckgrundstücke. Führt an beiden offenen Seiten des Baugrundes eine Straße entlang, erhöhen sich hier die Anliegergebühren. Wie diese im Falle von Sanierungsmaßnahmen wie Straßenerneuerungen, Kanalarbeiten und Straßenreinigung ausfallen, bestimmt die jeweilige Gemeinde. Vorteil eines Eckgrundstückes ist, dass die Grundrissgestaltung des Baus größer angelegt werden kann als bei einem vergleichbaren Zwischengrundstück, da der einzuhaltende Mindestabstand zu öffentlichen Straßen hin geringer ist.


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