Guter Schallschutz: Kalksandstein

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Kalksandstein ist statisch stabil und hat einen guten Schallschutz. Die Wärmedämmung ist jedoch eher mäßig - eine zusätzliche Dämmung ist deshalb Pflicht.

Kalksandstein gibt es zwar auch als natürliches Material. Die beim Hausbau verwendeten Steine stammen in der Regel jedoch aus industrieller Fertigung. Kalksandstein wird aus Branntkalk, Sand und Wasser hergestellt. Aus der Masse werden Steinrohlinge geformt, die mehrere Stunden Dampfdruck ausgesetzt werden. Dabei findet eine chemische Reaktion statt, so dass die Steine aushärten.

Sehr guter Schallschutz

Kalksandstein ist relativ schwer und deshalb für den Laien auch nicht ganz so einfach zu verarbeiten wie etwa der leichte Porenbeton. Das hohe Gewicht von Kalksandstein hat jedoch entscheidende Vorteile: einen sehr guten Schallschutz und eine hohe Stabilität. Selbst dünne Wände mit nur 11,5 Zentimetern Dicke können schon als tragende Wand ausgeführt werden.

Mäßige Wärmedämmung

Durch sein hohes Gewicht verfügt Kalksandstein nicht nur über einen ausgezeichneten Schallschutz, sondern kann auch gut Wärme speichern. Er leitet sie allerdings auch schnell wieder ab. Dadurch sind seine Qualitäten hinsichtlich der Wärmedämmung eher mäßig. Ein einschaliges Mauerwerk aus Kalksandstein ohne zusätzliche Dämmung kann die Vorgaben der Energieeinsparverordnung nicht erfüllen. Deshalb werden Außenwände aus Kalksandstein als Funktionswände ausgeführt: mit tragendem Mauerwerk und zusätzlicher guter Wärmedämmung an den Außenmauern.

Kalksandstein: Verarbeitung im Dünnbettverfahren

Kalksandsteine werden in verschiedenen Ausführungen und Formaten hergestellt: Wie auch bei anderen Steinarten haben sich auch hier so genannte Plansteine durchgesetzt. Diese können im so genannten Dünnbettverfahren verarbeitet werden. Dabei muss mit einer Mörtelwalze eine nur sehr dünne Schicht Mörtel aufgetragen werden, das Mauern geht dadurch schneller und effizienter.


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