Heizkosten senken mit der Thermovlies-Tapete

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Thermovlies-Tapeten werden auf die Wand aufgeklebt und können übertapeziert werden. Die besondere Konstruktion des Wandbelags soll helfen, Heizkosten einzusparen.

Thermovlies-Tapete, Foto: dieter76/Fotolia.com
Thermovlies-Tapete wird, ähnlich wie herkömmliche Tapete, mit Hilfe eines Moosgummirollers oder einer Bürste an die mit Kleber eingestrichene Wand angedrückt. Sobald alles getrocknet ist, kann sie mit Raufaser oder anderer Tapete überklebt werden. Foto: dieter76/Fotolia.com Foto: dieter76/Fotolia.com

Schlecht gedämmte Wände erhöhen die Heizkosten und verringern die Wohnqualität. Sanierungen sind teuer und vor allem Mieter in dieser Hinsicht vom Vermieter abhängig. Thermovlies-Tapeten sind als energetische Innenwandsysteme gedacht, die die Aufheizzeit von Räumen verringern und durch ihre Dämmwirkung die Wärme länger in den Räumen halten. Ob die Thermovlies-Tapete tatsächlich wirkungsvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Das Wirkungsprinzip der Thermovlies-Tapete

Das Wirkungsprinzip basiert auf der hohen Reflexion der Tapete. Die Wärme aus den Heizkörpern strahlt in den Raum zurück, anstatt die Wand aufzuheizen. Im Idealfall werden bis zu 80 Prozent der Wärmeenergie reflektiert. Dadurch erhöht sich die Raumtemperatur schneller. Trotz der Dämmwirkung ist die Tapete diffussionsoffen und damit feuchtigkeitsregulierend. Bei einem herkömmlichen Wandbelag wird zuerst die Wand und dann der Raum aufgeheizt. Deshalb dauert es länger, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.

Thermovlies-Tapete als Untertapete – Schritt für Schritt

Das Anbringen der Thermovlies-Tapete erfolgt mit einem Systemkleber, der auf den Wandbelag abgestimmt ist.

 

  • Im ersten Schritt wird der Untergrund vorbereitet. Er muss trocken, sauber, trag- und saugfähig sein.
  • Der Kleber wird mit einer Langflorwalze, zum Beispiel aus Lammfell, bahnenweise satt auf den Untergrund aufgetragen.
  • Die Thermovlies-Bahnen werden anschließend auf Stoß in den Kleber eingelegt und blasenfrei angedrückt. Geeignet sind Moosgummiroller oder Tapezierspachtel.
  • Überstehende Tapetenreste werden sauber abgeschnitten, zum Beispiel mit einem Cutter-Messer.
  • Ist der Kleber getrocknet, kann die Wand mit Raufaser oder anderer Tapete beklebt werden.

 

Tatsächliche Einsparmöglichkeiten – auf die Umstände kommt es an

Wie viel Heizkosten mit der Thermovliestapete tatsächlich eingespart werden kann, hängt von mehreren Bedingungen ab. So spielen zum einen die vorhandene Dämmung der Wand sowie ihr Aufbau, zum anderen auch der Lebensrhythmus und das Nutzerverhalten eine große Rolle hinsichtlich des Einsparpotentials. Laut Expertenmeinung ist die Thermovlies-Tapete bauphysikalisch hochwertiger als eine zwar ebenfalls wärmedämmende, aber diffussionsgeschlossene Polystyrol-Tapete. Einen vollwertigen Ersatz für eine energetische Sanierung bietet der Wandbelag allerdings nicht. Für Räume, die nur wenig genutzt werden, kann die Thermovlies-Tapete jedoch durchaus effizient sein. Wird dauergeheizt, dann verpufft der Zeitgewinn beim schnelleren Aufheizen und die Tapete bleibt ohne Effekt.


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