Drei Gründe für den Heizkörpertausch

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Eine Zentralheizung hat zwar in der Regel eine lange Lebensdauer – 20 Jahre sind keine Seltenheit – aber sie unterliegt wie alle Geräte der normalen, unabwendbaren Abnutzung. Der technische Verschleiß betrifft zumeist auch die zur Heizungsanlage gehörigen Heizkörper.

Heizkörpertausch, Heizkörperaustausch, Heizung erneuern
Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Radiatoren dieser Art gang und gäbe. Das gußeiserne Stück ist zwar noch in Dienst, hat seine besten Jahre aber augenscheinlich längst hinter sich. Seinen Besitzern dient es gelegentlich auch als "Kaffeewärmer", doch bei diesem betagten Exemplar ist ein Heizkörpertausch dringend geboten. Foto: Steffen Malyszczyk Foto: Steffen Malyszczyk

Ist der Zentralheizkessel in die Jahre gekommen, weitgehend verschlissen, störungsanfällig und kann vor allem nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, sollte eine Erneuerung ins Auge gefasst werden. Davon betroffen sind vorwiegend Schwerkraftheizungen in älteren Häusern, wo ein Gusskessel für feste Brennstoffe Wärme erzeugt, die über teilweise armdicke Eisenrohre an die ebenfalls oftmals gusseisernen Radiatoren in den Zimmern geleitet wird. Werden diese Heizkörper als total unmodern angesehen oder passt ihre Heizleistung nicht mehr, ist ein kompletter Austausch fällig.

Wann empfiehlt sich ein Heizkörpertausch?

1. Die Wärmeregelung soll erheblich verbessert werden.
In den Rohren und Wärmetauschern einer modernen Zentralheizung ist im Vergleich zu alten Anlagen deutlich weniger Wasser unterwegs. Das hat den Vorteil, dass sich das ganze System leichter und schneller regeln lässt. Die früher gebräuchlichen, gegliederten Radiatoren wiegen nicht nur sehr viel, sie sind meist auch recht sperrig und beinhalten vor allem viel Wasser; letzteres führt dazu, dass sie auch mit zeitgemäßen Thermostaten schwerfällig reagieren.

2. Die Optik missfällt.
Die ehernen alten Stücke sind innerlich zwar höchst korrosionsbeständig und deshalb langlebig, äußerlich haben sie aber meist wenig zu bieten. Ihre Form gilt als altmodisch, sofern man sie nicht gerade mit Stilmöbeln kombinieren oder sie als Teil eines Baudenkmals erhalten möchte. Berüchtigt sind bei Gussheizkörpern wohl vor allem betagte, blätternde Anstriche.

3. Es steht weniger Platz zur Verfügung.
Der kühlste Platz im Zimmer war früher am Fenster; Heizkörper wurden deshalb meist in der Nische darunter angebracht. Heute sind Thermoscheiben und Dreifachverglasungen längst selbstverständlich, doch die Heizkörpernische blieb gelegentlich ungedämmt. Den Wärmeschutz kann man nun nachholen, denn moderne Flachheizkörper passen in der Regel in die nach der Dämmung nicht mehr ganz so tiefe Nische.

Alte Radiatoren versus moderne Heizkörper

Plattenheizkörper, auch Flachheizkörper genannt, bestehen aus zwei bis vier Millimeter starkem Stahlblech; ist dieses an der Vorderseite gänzlich glatt, nennt man sie auch Planheizkörper. Sind im Inneren senkrechte Lamellen angebracht, spricht man von Kompaktheizkörpern. Durch die entstehenden Schächte erhöht sich ihre Wärmeleistung deutlich gegenüber einfachen Plattenheizkörpern.

Heizkörper guter Qualität weisen weder schlecht verschweißte Nähte auf noch blättert Farbe ab. Stattdessen sind ihre Oberflächen glatt und sehr fest, denn sie bestehen nicht mehr aus Farbe, sondern aus einer eingebrannten Pulverbeschichtung.


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