Hochdruckreiniger im Vergleich: Das passende Gerät für jeden Anspruch

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Hochdruckreiniger sind auch im privaten Bereich eine echte Allzweckwaffe: Egal wie schmutzig Terrassenplatten oder Fassadenflächen auch sind – gute Hochdruckreiniger bestehen den Test im Alltag, wenn sie mit Hochdruck für Sauberkeit sorgen.

Wer einen Hochdruckreiniger hat, muss sich um die Entfernung von hartnäckigem Schmutz auf Pflastersteinen, der Fassade oder auch bemoosten Dachziegeln keine Sorgen mehr machen. Die Geräte pusten Algen, Moos oder sonstigen Dreck einfach weg. Auch der Deutschen liebstes Kind, das Automobil, lässt sich mit einem Hochdruckreiniger prima reinigen. Worauf es beim Kauf ankommt, wo Hochdruckreiniger eingesetzt werden können und wie sich der  richtige Hochdruckreiniger finden lässt, klärt nachfolgender Beitrag.

Hochdruckreiniger vergleichen

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ModellKränzle 1152 TSKärcher K2 Compact HomeBosch AQT 37-13+Makita HW 101
Preis (08.03.17)674,50 €89,90 €155,50 €68,95 €
Druck130 bar110 bar130 bar100 bar
Leistung2800 Watt1400 Watt1700 Watt1300 Watt
max. Zulauftemperatur60°C40°C40°C50°C
LieferumfangHochdruckschlauch (15m), Sicherheits-Abschaltpistole, Schmutzkiller, SprühlanzeHochdruckschlauch (4m), Dreckfräser, Hochdruckpistole, Wasserfilter, Flächenreiniger, ReinigungskonzentratHochdruckschlauch (6m), 3 in 1 Spritzdüse, Wasserfilter, Terrassenreiniger, Unterbodendüse, Bürstenkopf Hochdruckschlauch (3m), Pistole, Lanze mit Turbo-Düse, Reinigungsaufsatz
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Hochdruckreiniger, Terrassenplatten
Hochdruckreiniger sind vielfältige Reinigungshilfen: So lassen sich auch Terrassenplatten mühelos säubern. Foto: Vitranc/iStock

Was ist ein Hochdruckreiniger?

Hochdruckreiniger sind Geräte, die Wasser unter hohen Druck setzen und dadurch einen Wasserstrahl mit hoher Geschwindigkeit erzeugen. Damit lassen sich verschmutzte Oberflächen auch von hartnäckigen Verschmutzungen reinigen. Hochdruckreiniger für den Heimgebrauch sind meist elektrisch betrieben – im Profi-Bereich gibt es auch Varianten, die von einem  Verbrennungsmotor angetrieben werden.

Wie funktioniert ein Hochdruckreiniger?

Haushaltsübliche Hochdruckreiniger haben einen Antriebsmotor, eine Kolbenpumpe, die Wasser mit hohem Druck über einen Hochdruckschlauch und ein Auslassventil über die Sprühlanze abgibt. Im Heimbereich arbeiten Mittelklassegeräte üblicherweise mit einem Druck von 100 bis 200 Bar und sind zumeist elektrisch betrieben. Handelsübliche Geräte fördern dabei bis zu rund 500 Liter Wasser pro Stunde. Das Wasser wird in der Regel nicht beheizt, allerdings gibt es hochpreisige Geräte, die das Wasser aufheizen, was die Reinigungswirkung verbessert. Solche Geräte sind aber teuer, benötigen oft einen Starkstromanschluss oder werden von einem Verbrennungsmotor angetrieben. Für den Heimbereich sind unbeheizte Geräte üblich, manche können aber auch an eine Warmwasserquelle angeschlossen werden. Zum Betrieb sind zwingend ein Wasser- und ein Stromanschluss nötig.

Die Einsatzmöglichkeiten eines Hochdruckreinigers

Hochdruckreiniger, Fahrrad
Hochdruckreiniger eignen sich optimal dafür, das Fahhrrad gründlich zu reinigen. Foto: Kärcher

Hochdruckreiniger eignen sich vor allem für Bewohner von Häusern mit Garten, da sie perfekt dazu geeignet sind, Schmutz, Moos oder Algen zum Beispiel von Gehwegplatten oder Fassaden zu entfernen. Auch Fahrräder, Autos oder Gartenmöbel lassen sich mit ihnen schnell und gründlich reinigen. Gegenüber der Reinigung mit Lappen und Schwamm ist die Arbeit mit einem Hochdruckreiniger vor allem weit weniger mühsam.  Zudem ist es ein großer Vorteil des Hochdruckreinigers, dass in den meisten Fällen auf Chemie verzichtet werden kann. Der Reinigungseffekt ergibt sich alleine aus der Kraft des Wasserstrahls. Werden lackierte oder andere empfindliche Oberflächen mit dem Hochdruckreiniger gesäubert, ist grundsätzlich Vorsicht geboten: Dabei sollte die Düse nicht zu nah an den Lack gehalten werden, denn sonst kann die Oberfläche schlimmstenfalls stumpf oder beschädigt werden. Die Gefahr ist umso größer, je leistungsstärker das Gerät ist.

Hochdruckreiniger kaufen: Auf diese Kriterien achten

Wer einen Hochdruckreiniger kaufen will, sollte zunächst prüfen, wie häufig das Gerät im Einsatz sein wird. Ein Mittelklasse-Hochdruckreiniger kostet in der Regel eine Summe im unteren dreistelligen Bereich. Das lohnt sich nur, wenn er auch regelmäßig genutzt wird. Wer hingegen nur selten kleinere Flächen reinigen will, kann auch zu einem kleinen Einsteigergerät greifen. Hier gibt es interessante Angebote auch unter 100 Euro. Für stark verschmutzte Flächen ist die Einsteigerklasse aber oftmals etwas zu schwach.

Neben der Leistungsfähigkeit und dem Preis gibt es auch noch weitere Kaufkriterien, die bei der näheren Auswahl beachtet werden sollten:

  • Ist das Wunschgerät schon mit allem nötigen Zubehör ausgerüstet oder muss dies nachgekauft werden?
  • Ist der Hochdruckschlauch lange genug, um bequem arbeiten zu können?
  • Wie lange ist die Garantie?
  • Und natürlich sollte auch darauf geachtet werden, dass die Ersatzteilversorgung noch nach Jahren gewährleistet ist – das ist eher bei Markengeräten der Fall.
Hochdruckreiniger, Bürstenaufsatz, Auto
Schnell das Auto saubermachen: Mit einem Bürstenaufsatz für Hochdruckreiniger. Foto: AzmanL/iStock
Hochdruckreiniger, Aufsatz, Terrassendielen
Spezielle Aufsätze für Hochdruckreiniger erleichtern das mühelose Reinigen von Terrassendielen aus Holz. Foto: Wojciech_Kozielczyk/iStock

Größere Geräte sind für Heimanwender eher ungeeignet: Sie sind für den gewerblichen Bereich gedacht, was sich auch in einem vier- oder gar fünfstelligen Preis bemerkbar machen kann. Dafür arbeiten solche Geräte mit enormem Druck jenseits der 200 Bar und bieten oft auch die Möglichkeit, das Wasser zu beheizen. Aufgrund des hohen Preises und des hohen Drucks kommen solche Geräte für private Anwender in der Regel nicht in Betracht.

Häufige Fragen zum Hochdruckreiniger

Welche Sicherheitshinweise sind zu beachten?

Da Hochdruckreiniger mit enormem Druck arbeiten, sind einige Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Robuste, am besten wasserfeste Kleidung mit langen Hosenbeinen und Ärmeln schützt vor durch den Druck umherschleudernder Teilchen. Eine Schutzbrille schützt ebenfalls davor und vor einem versehentlich in Richtung Auge gerichteten Wasserstrahl. Ebenfalls empfehlenswert ist es, Gummistiefel während der Arbeit zu tragen.

Welche Anschlüsse werden benötigt?

Um mit dem Hochdruckreiniger arbeiten zu können, wird ein Strom- und ein Wasseranschluss benötigt. Die meisten Geräte haben keinen eigenen Wassertank. Da Hochdruckreiniger bis zu mehrere hundert Liter Wasser pro Stunde verarbeiten können, sind sie an einen Gartenschlauch angeschlossen.

Wie wird ein Hochdruckreiniger gewartet und gepflegt?

Der Hochdruckreiniger sollte im Winter frostsicher verstaut werden – die Garage ist somit nicht der optimale Platz. Besser: in einem Abstellraum im Haus oder im Keller lagern. Um Wasserreste aus dem Gerät zu bekommen, kann bei manchen Geräten ein paar Sekunden ohne Wasseranschluss gepumpt werden – hier sollte man allerdings in der Bedienungsanleitung nachschauen, ob dies dem Gerät schaden kann.

Was darf nicht mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden?

Grundsätzlich gilt: Je empfindlicher die Oberfläche, desto weniger ist sie geeignet, mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet zu werden. Das gilt für manche beschichtete Oberflächen wie Holzterrassen, die lackiert oder lasiert sind. Ist hier der Reinigungsdruck zu hoch, kann die Beschichtung abgetragen werden oder die Holzoberfläche wird schlimmstenfalls faserig und bildet Splitter.

Fazit: für Hausbesitzer durchaus sinnvoll

Gerade für Hausbesitzer lohnt es sich, einen Hochdruckreiniger zu kaufen. Denn wer verschmutzte Fliesen oder verdreckte Fassadenstellen schnell reinigt, verhindert, dass sich der Schmutz festsetzen kann. Das Eigenheim wirkt so gepflegt und sauber und behält somit auch länger seinen Wert.

08.03.2017


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