Individuelle Wohnraumgestaltung: Deckenverkleidung und Deckensysteme

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Decken sind oftmals einfache weiße Flächen, die Begrenzung des Raumes nach oben und Halterung für Lampen. Doch sie besitzen großes Gestaltungspotenzial. Eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Wohnung in Szene zu setzen sind Deckenverkleidungen und Deckensysteme.

Es ist eine zarte aber elektrisierende Berührung: Per Fingerzeig erschafft der göttliche Vater den irdischen Adam. Das wohl berühmteste Motiv aus der prachtvollen Deckengestaltung der Sixtinischen Kapelle. Jenseits von weiträumigen Bauten und Prunkpalästen hat Deckengestaltung in der modernen (Innen)Architektur allerdings nur noch einen geringen Stellenwert. Die Decke bleibt häufig so, wie sie baulich eben ist. Weiße Farbe drüber, das war‘s.

Gestalterische Vielfalt: Deckensysteme und Deckenverkleidung

Deckensysteme, Spanndecke, Küche, Foto: CILING
Deckensysteme, Gipsplatten, Rohbau, Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH
Deckensysteme, Rasterdecke, Umkleide, Foto: Knauf AMF GmbH & Co KG
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Systeme zur Deckenverkleidung: eine zweite, schönere Decke

Eine Möglichkeit, die Decke zu gestalten und in das jeweilige Raumkonzept zu integrieren ist eine abgehängte Decke. Diese Deckenverkleidung wird – je nach Art unterschiedlich – unter die eigentliche Decke montiert. Der Raum wird durch Deckensysteme also niedriger. Bei besonders hohen Decken kann das ein Zimmer gemütlicher machen. Für niedrige Räume sind Gestaltungselemente wie eine Paneeldecke oder eine Spanndecke weniger geeignet.
Das Grundsystem ist einfach und immer gleich: Befestigungsmodule werden an Decke oder Wand geschraubt und daran hängen wiederum Deckenelemente. Einige können übermalt oder tapeziert werden, andere sind schon für sich dekorativ. Sie verbergen Lichtquellen oder Hi-Fi-Boxen und sorgen so raffiniert für die gewünschte Stimmung.

Verschiedene Deckensysteme: Spanndecken & Co

Spanndecken werden zwischen den Wänden oder unter der Decke aufgespannt. Verwendet werden Stoffe, Hochglanzfolien, Membrane und andere Materialien.

Bei Paneeldecken werden einzelne Holzbretter ähnlich wie bei Klicksystemen für den Fußboden an der Decke angebracht und zusammengesetzt.

Gipsplatten werden meist an Metallschienen befestigt und dienen eher als Grundlage für die weitere Gestaltung: Die Fugen müssen verspachtelt und die fertige Decke tapeziert oder gestrichen werden – eine zeitraubende, aber günstige Möglichkeit, die alte Decke zu verschönern.

Raster- und Lamellendecken sind vor allem für größere Deckenflächen zum Beispiel in Büros oder Lagerhallen gedacht. Solche Systeme erfüllen oft weitere Funktionen und dienen zum Beispiel als Akustikdecken, Kühldecken oder Hygienedecken.


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