Kachel- und Kaminöfen für Energiesparhäuser

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Obwohl Niedrigenergie- und Passivhäuser sehr wenig Energie verbrauchen, kann sich der Einbau eines Kachel- oder Kaminofens lohnen, um die Heizkosten noch weiter zu senken.

Ein Kaminofen hilft dabei, die Heizkosten zu senken – auch im Energiesparhaus. Foto: Attika Attika

Wer ein Niedrigenergie- oder Passivhaus sein Eigen nennt, kann sich in der Regel über niedrige Heizkosten freuen. Ein Kachel- oder Kaminofen hilft dabei, diese noch weiter zu senken, indem er dafür sorgt, dass die konventionelle Heizung an manchen kälteren Tagen nicht oder nicht so viel arbeiten muss. Die Kostenersparnis ergibt sich daraus, dass Holz, bezogen auf den Heizwert, deutlich preisgünstiger ist als Gas oder Öl.

Raumluftunabhängige Kaminöfen

Wichtig bei der Wahl des Kaminofens ist, ein Modell zu wählen, das raumluftunabhängig betrieben werden kann. Denn Niedrigenergie- oder Passivhäuser sind dicht; würde der Kaminofen bei der Verbrennung Raumluft verwenden, würde der Sauerstoffgehalt in der Atemluft bedenklich sinken. Technisch wird dies so realisiert, dass zwischen Feuerraum und Außenverkleidung kein Leck sein darf und dem Kamin über einen Kanal Außenluft zugeführt wird.

Es gibt verschiedene Wege, die Beheizung eines Energiesparhauses mittels Kamin- oder Kachelofen umzusetzen. Der einfachste ist die Installation eines Ofens, der nicht an das übrige Wärmesystem angeschlossen ist. An Übergangstagen kann die konventionelle Heizung die Arbeit ruhen lassen. Ist eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut, wird die Wärme auch im gesamten Haus verteilt.

Wärme speichern mit wasserführenden Kaminöfen

Aufwendiger ist die Installation eines wasserführenden Kaminofens, da dieser über einen Wärmetauscher verfügt und einen Teil der Wärme an den Wasserkreislauf der Hauptheizung abgibt. Demzufolge strahlt er nur einen kleinen Teil der Wärme an den Raum ab, der größere Teil wird dem Pufferspeicher der Hauptheizung zugeleitet. Verfügt das Haus über einen großen und gut gedämmten Pufferspeicher, kann auf diese Weise Wärme auf Vorrat für mehrere Tage gespeichert werden.

Am konsequentesten setzen dieses Konzept so genannte Sonnenhäuser um. Bei diesen ist ein wasserführender Kaminofen in der Regel die einzige Anlage, die Brennstoff benötigt – preiswertes und regeneratives Holz. Denn mindestens 50 Prozent des Heizenergiebedarfs wird durch Sonnenenergie gedeckt. Dabei wird diese mittels großer Solarkollektorflächen eingefangen und in sehr großen, meist tausende oder gar zehntausende Liter Wasser fassende Pufferspeicher auch für sonnenarme und kalte Tage gespeichert. Der wasserführende Kaminofen kommt nur während längerer sonnenarmer Kälteperioden im Winter zum Einsatz. Für Eigentümer solcher Häuser sind Heizkosten fast schon ein Fremdwort. Allerdings kosten Sonnenhäuser mehr als konventionelle Gebäude, insbesondere die riesigen Speicher schlagen schnell mit einer fünfstelligen Summe zu Buche.


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