Klinker-Häuser punkten auch bei Energieeffizienz

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Mit Klinker verblendete Fassaden vereinen klassische Optik mit Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit. Immer mehr Immobilienbesitzer wissen diese Eigenschaften zu schätzen und setzen beim Hausbau deshalb auf Klinker.

Klinker, Fassade, Foto: Rensch-Haus
Klinker eignen sich nicht nur, um Fassaden zu dekorieren. Als Verblendungsmauerwerk ist der Stein auch energetisch effizient. Foto: Rensch-Haus Foto: Rensch-Haus

Weil Bauherren beim Hausbau heute immer auch auf Energieeffizienz achten, entscheiden sie sich gerne für verklinkerte Fassaden. Der Energiebedarf für das Heizen lässt sich durch einen zweischaligen Wandaufbau mit einer Vormauer aus Klinker deutlich reduzieren – die doppelte Außenwand schützt das Haus im Winter vor Kälte und im Sommer vor allzu großer Hitze. Einerseits halten die Klinker selbst die Temperatur und wirken so wärmedämmend, andererseits lässt sich bei einem zweischaligen Mauerwerk zusätzlich Dämmstoff in den Hohlraum einfüllen. Auch bei einem bereits bestehenden Haus kann mit einer zusätzlichen Dämmung aus Klinker die Energieeffizienz und damit der Wert gesteigert werden.

Soll eine Fassade verklinkert werden, wird vor der eigentlichen Hauswand ein zweites Vormauerwerk hochgezogen. Die Steine sowie die Luft zwischen den beiden Schichten wirken dann als Isolierung. Eine einfachere Methode ist es dagegen, Klinkerriemchen mit Mörtel auf der Wand aufzubringen. Diese Arbeit können geschickte Heimwerker auch selbst durchführen. Allerdings entfällt hier die zusätzliche Dämmwirkung der Luftschicht, weshalb meist eine zusätzliche Wärmedämmung angebracht werden muss.

Klinker: wartungsarm und witterungsbeständig

Klinker sind eine Art Ziegelsteine, die sich durch ihre hohe Witterungsbeständigkeit auszeichnen. Das liegt vor allem an der Herstellung. Klinker werden bei 1.100 bis 1.300 Grad im Tunnelofen gebrannt, bei normalen Ziegeln sind es nur zwischen 800 und 1.000 Grad. Durch den Prozess schließen sich die Poren des Ausgangsmaterials, Zwischenräume werden aufgefüllt. Die Ziegel sind deshalb besonders gut gegen Frost gefeit. Aufgrund ihrer glatten Oberfläche haften auch Verunreinigungen nicht gut und sie lassen sich leicht reinigen. Anders als bei verputzten Fassaden können sich an verklinkerten Wänden Generationen erfreuen – sie überstehen gut und gerne 100 Jahre. Vormauern aus Klinker beugen darüber hinaus hervorragend feuchten Innenwänden und damit Schimmelbildung und einem ungesunden Wohnklima vor. Ihre kapillare Struktur sorgt dafür, dass sie kaum Wasser aufnehmen – Regennässe bleibt draußen.

Viele verschiedene Farben

Viele klassische Varianten des Klinkersteins gibt es in unterschiedlichen Farben. Der Torfbrandklinker weist meist auffällige Grüntöne auf. Der mit Torf gebrannte Stein wird inzwischen allerdings nur noch selten hergestellt. Der Greppiner Klinker ist im Grunde ein besonders hart gebrannter Ziegelstein, der vor allem durch seinen Gelbton auffällt. In für Klinker typischen Rot- und Brauntönen erscheint dagegen der Münsterländer Kohlebrand.

Inzwischen gibt es Klinker nicht mehr nur im klassischen Rot. Die Farbpalette von verklinkerten Fassaden reicht von Gelb- und Grüntönen über violett und orange bis dunkelrot. Sogar weiße Klinker, die besonders schmutzabweisend sind, gibt es inzwischen. Vorwände erscheinen so ganz besonders edel. Unterschiedliche Formelemente erlauben darüber hinaus besonders repräsentative und individuelle Gebäudehüllen.


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2 Kommentare

Verblender-Fan am 15.04.2016 16:42

Also für mich persönlich reicht ja schon allein die Ästhetik und die Wohlfühlatmosphäre, die Klinker einfach ausstrahlen. Das mnit der Energieeffizienz ist da ein hübscher Nebeneffekt. Hab erst seit wenigen Monaten meine Verblenderwand,... mehr

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Fred am 11.10.2015 12:46

Ich persönlich finde den Klinker zu diesem Haus wirklich passend. Allerdings bevorzuge ich die traditionelle Variante mit reiner Fassadenfarbe.

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