Kostenpunkte beim Blockhausbau

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Ein Blockhaus zu bauen ist auf den ersten Blick teuer, doch viele Kostenpunkte beim Blockhausbau lohnen sich langfristig gesehen. Einsparungen sind an einigen Stellen wie der Ausbaustufe möglich.

Beim Blockhausbau können viele Einsparungen gemacht werden. Foto: Perr Blockhäuser Foto: Perr Blockhäuser

Ganz gleich, für welche Bauweise man sich entscheidet – ein Haus zu bauen kostet Geld. Dies gilt auch für das Blockhaus mit seinen speziellen Anforderungen. Dennoch lassen sich an einigen Stellen, zum Beispiel dem Innenausbau, Kosten einsparen. Vor allem, wenn es um die Konstruktion geht, sollte man allerdings nicht zu sehr an der Sparschraube drehen. Nur so lässt sich die hohe Qualität der Blockbauweise hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Wärmedämmung vollständig ausnutzen.

Blockhausbau: Konstruktion und Statik

Hinsichtlich der Konstruktion eines Blockhauses gilt: Je höher der Holzanteil, umso teurer wird die gesamte Baumaßnahme. Massivholz, wie es im Blockhausbau benötigt wird, ist deutlich teurer als gleichwertige Dämmstoffe. Für eine einschalige Blockhauswand aus massivem Holz muss langsam gewachsenes Holz mit einem Querschnitt von mindestens 24 Zentimetern eingesetzt werden. Hinzu kommen Transportkosten und die Ausrüstung für den Aufbau der schweren Hölzer. Eine Möglichkeit zur Kostenreduktion besteht, wenn ein zweischaliger Wandaufbau verwendet wird. Hierbei bestehen Außen- und Innenschale der Wand aus massivem Holz, dazwischen wird eine Schicht Dämmstoff eingesetzt. So bleiben Optik und Charakter einer Blockhauswand erhalten, jedoch können geringere und damit günstigere Holzquerschnitte eingesetzt werden.

Die Ausbaustufe

Blockhäuser können in verschiedenen Ausbaustufen geliefert werden. Je nachdem, wie viel Eigenleistung man als Bauherr übernimmt, lassen sich die Kosten für den Hausbau deutlich senken. Man unterscheidet zwischen

  • Schlüsselfertiger Übergabe
  • Ausbaumontage mit verschiedenen Ausbaustufen
  • Richtmeistermontage
  • Eigenmontage

Die meisten Kosten lassen sich bei der Eigenmontage einsparen. Bei dieser Bauvariante wird lediglich der Bausatz auf die Baustelle geliefert, den Aufbau übernimmt der Bauherr in Eigenleistung. Diese Variante sollten nur kundige Bauherren wählen, die bereits Erfahrung im Blockhausbau haben. Ideal ist in der Regel die Richtmeistermontage, bei der ein erfahrener Handwerker den Bauherrn und die Helfer auf der Baustelle anleitet.

Bauen zum richtigen Zeitpunkt

Nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind die Einsparungsmöglichkeiten, die sich durch das Bauen zum richtigen Zeitpunkt ergeben. Durch die kurzen Bauzeiten ist die Zeitspanne gering, in der neben den Kosten für den Bau auch noch Miete und zusätzliche Fahrtkosten anfallen. Wird im Sommer gebaut, kann sofort nach dem Aufbau der Außenhülle mit dem Innenausbau begonnen werden. Der Einzug kann in diesem Fall bereits acht bis zehn Wochen nach der Rohbaumontage erfolgen. Im Vergleich dazu: Beim Massivbau aus Stein beträgt die Bauzeit in der Regel mindestens sechs Monate.

Generell sollte man beim Blockhausbau bedenken, dass die anfänglichen Mehrkosten langfristig Kosten einsparen können. So gilt als durchschnittliche Nutzungsdauer für ein Blockhaus ein Zeitraum von 100 Jahren. Einige Häuser in Massivbauweise müssen dagegen nach etwa 20 bis 40 Jahren aufwendig saniert werden. Durch die kurzen Bauzeiten und eine hochwertige Dämmung lassen sich zusätzlich Kosten einsparen.


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