Kunststofffenster – pflegeleicht und hoher Wärmeschutz

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Pflegeleicht, preisgünstig und witterungsbeständig – drei überzeugende Argumente, warum Kunststofffenster bei Bauherren nach wie sehr beliebt sind. Wer von innen Holz bevorzugt, kann sich auch für ein Holz-Kunststoff-Kombiprofil entscheiden.

Kunststofffenster, Foto: WERU GmbH
Kunststofffenster sind bei Bauherren nach wie vor beliebt. Mit PVC lassen sich Rahmen in vielen verschiedenen Formen, vom Bogenfenster bis zum Schrägfenster sowohl im Alt- wie im Neubau herstellen. Foto: WERU GmbH Foto: WERU GmbH

Fensterrahmen aus Kunststoff werden nach wie vor sehr gerne von Bauherren ausgewählt. Ein Grund dafür ist sicher der günstige Preis. Zudem überzeugen PVC-Fenster durch ihre hohe Witterungsbeständigkeit bei ausgesprochen geringem Pflege- und Wartungsaufwand.

Vorteile der Kunststofffenster

Kunststofffenster müssen im Gegensatz zu Holzfenstern nicht geschliffen und gestrichen werden und lassen sich mit einem einfachen Haushaltsreiniger putzen. Als ein weiterer Vorteil von Kunststoff-Fenstern wird häufig auch ihre Langlebigkeit genannt. Mit 40 bis 50 Jahren entspricht diese in etwa der Haltbarkeit von Holzfenstern. Allerdings können Holz-Aluminium-Fenster oder reine Alu-Fenster diese Dauerhaftigkeit überbieten: ihre  Lebenserwartung wird mit bis zu 70 Jahren beziffert. Kunststoffrahmen werden in vielen Farbbeschichtungen und Dekoren angeboten. Am unempfindlichsten gegenüber Verfärbungen durch UV-Licht sind übrigens weiße Kunststoffrahmen.

Nachteile des Materials

Kunststofffenster nicht schleifen zu müssen ist natürlich ein Vorteil. Sie gar nicht schleifen zu können, ist allerdings dann ein Nachteil, wenn es um eigentlich kleine Reparaturen geht. Während sich kleine Macken im Holzfenster recht gut ausbessern lassen, müssen Kunststoffrahmen unter Umständen komplett ausgewechselt werden. Ältere Kunststofffenster lassen sich zudem sehr schlecht überstreichen.

PVC, der Kunststoff aus dem das Rahmenmaterial hergestellt ist, lässt sich zwar gut reinigen, zieht auf der anderen Seite aber auch relativ viel Staub an, da er sich statisch auflädt.

Kunststofffenster werden auch in Holzdekoren angeboten, wie weit diese der natürlichen, wohnlichen Ausstrahlung von Holzfenstern entspricht, muss allerdings jeder Bauherr für sich entscheiden. Eine gute Alternative sind Holz-Kunststoff-Fenster, mit einer wohnlichen Holzinnen- und einer witterungsbeständigen Kunststoffaußenseite.

Kunststofffenster bieten guten Schallschutz

Kunststofffenster galten lange als leicht verformbar mit der Gefahr undicht zu werden. Daher werden Kunststoffprofile heute mit Metall oder, aus wärmetechnischen Gründen, mit eine Glasfaserverstärkung im Rahmen ausgestattet. Dadurch stehen Kunststofffenster Profilen aus anderen Rahmenmaterialien im Dämmwert nicht nach. Mit einem Kunststoffprofil, mit entsprechenden Thermoeinschüben, lassen sich sogar zertifizierte Passivhausfenster mit U-Werten von 0,8 W/m2 erreichen.

Für einen guten Schallschutz spielt zwar auch der Fensterrahmen eine wesentliche Rolle, aber hierbei geht es weniger um das Material als um den Aufbau des Profils. So weisen Fünf-Kammer-Systeme einen höheren Schallschutz auf als Drei-Kammer-Systeme.

Ökologische Aspekte

Bei der Herstellung von Kunststofffenstern kommen verschiedene Kunststoffe (Hart-PVC für den Rahmen, Polystyrol für die Wärmedämmung und Weich-PVC für die Dichtungen) zum Einsatz. Zudem ist auch der Energieaufwand für die Herstellung relativ hoch. Der Verbrauch an grauer Energie liegt beispielsweise über dem eines Holzfensters, andererseits unter dem eines Aluminium-Profils. Zudem lassen sich Kunststofffenster nach Gebrauch recyceln und wieder der Rahmenproduktion zuführen.


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