Leben mit Kindern: Spielgeräte für den eigenen Garten

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Kinder wollen spielen, tollen, Abenteuer erleben. Umso wichtiger sind Spielplätze, auf denen sich der Nachwuchs richtig austoben kann. Durchdachte Spielgeräte können aber auch aus dem heimischen Garten eine große Spielwiese machen – vorausgesetzt, Eltern beachten dabei einige Empfehlungen.

Schaukeln, Sandkästen und Trampoline gehören meist zur Grundausstattung für kinderfreundliche Gärten. Die Angebote für private Spielparadiese reichen mittlerweile aber sehr viel weiter. Spielhäuser auf Stelzen, Burganlagen zum Klettern oder hölzerne Piratenschiffe sieht man immer häufiger in Deutschlands Gärten.

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Spielgeräte im Garten kann der geschickte Handwerker selbst bauen oder, bereits fertig gezimmert, käuflich erwerben. Allerdings können die Spielgeräte können mehr als 1.000 Euro kosten. Neben Geldfragen sollte jedoch immer auch die Sicherheit eine Rolle spielen. Denn jedes private Spielparadies birgt Risiken – sei es durch falsche Konstruktionen oder Mängel an den Geräten.

Spielgeräte im Garten: Auf sicherheitsgeprüfte, nachhaltige Qualität achten

Damit die Kleinen auch lange Freude an ihren Spielgeräten haben, sollte sich jeder Heimwerker, ob Kauf oder Bau, für hochwertige Materialien entscheiden, die lange Wind und Wetter standhalten. Bei sehr guter Holzqualität, am besten aus heimischem, kontrolliertem Anbau, können sich Outdoorfans sicher sein, dass die Spielgeräte lange Zeit so manches Toben mitmachen. Zur Pflege der Holzgeräte genügt es, sie einmal jährlich mit einer Lasur nachzustreichen.

Beim Kauf von Spielgeräten ist die sicherheitsgeprüfte Qualität das A und O. Produkte für den Garten sollten der Norm DIN EN 1176 entsprechen. Hilfreich ist auch eine Orientierung an den Prüfzeichen von GS oder TÜV.

Spielgeräte und Unfallschutz – worauf Eltern achten sollten

Für ein unbeschwertes und sicheres Spielen sollten Eltern darauf achten, dass die Ecken und Kanten der Spielgeräte im heimischen Garten abgerundet sind. Dabei reduzieren auch splitterarme Oberflächen ohne hervorstehende Teile wie Schrauben und Nägel das Verletzungsrisiko. Auch der stabile Stand sollte regelmäßig überprüft werden, wie auch Verschraubungen und die Festigkeit von Knotenseilen oder Strickleitern.

Neben hervorstehenden Kanten, sind die häufigste Unfallursache Stürze. Beim Kauf sollte man deshalb auf die Norm DIN EN 1177 achten, die für Fallschutz und den nötigen Sicherheitsbereich steht. Das Kletterhaus oder Piratenschiff darf der Norm zufolge – mit Ausnahme selbst gebauter Produkte – auf einer Rasenfläche nicht höher als 1,50 Meter sein. Um die Spielfläche können Eltern auch Rasen anlegen oder Rindenmulch und Holzschnitzel auslegen, diese federn etwaige Stürze ab und sind daher als Untergrund geeignet. Besonders gut dämpft auch Rundkies: Als Fallschutz sollte Steine mit einer Körnung von drei bis acht Millimetern etwa 40 Zentimeter dick aufgetragen werden.

Sofern die Spielgeräte im Garten höher als 1,50 Meter sind, muss ein zusätzlicher Fallschutz angebracht werden. Unter Schaukeln und Spieltürmen sollten Eltern spezielle Fallschutzplatten verlegen. Sie sind oft in der Größe von 50 mal 50 Zentimeter in Baumärkten erhältlich. Dabei gilt: Je höher einer Gerät, desto dicker sollten die Platten sein. So werden beispielsweise bei drei Meter hohen Spielpodesten üblicherweise Platten mit zehn Zentimetern Gesamtstärke verwendet. Die einzelnen Platten können mit Stiften verbunden oder mit Spezialkleber verleimt werden.


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