Mehr Raum und Lebensqualität durch Hausanbau

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Es wird eng in den vier Wänden? Vorausgesetzt die Grundstücksfläche reicht aus, ist der Hausanbau eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Hausanbau, Foto: BHW
Hier setzten die Bauherren auf Kontraste beim Anbau: Haus mit Spitzdach und Kubus nebeneinander. Foto: BHW Foto: BHW

Familienzuwachs, Bedarf an häuslichem Arbeitsraum oder einfach der Wunsch, großzügiger zu wohnen – es gibt ganz unterschiedliche Anlässe, über eine Vergrößerung des Wohnraums nachzudenken. Neben Dachausbau und -aufstockung ist der Hausanbau eine weitere Möglichkeit, mehr Lebensraum zu schaffen.

Vor- und Nachteile eines Anbaus

Voraussetzung für einen Anbau ist zunächst eine ausreichend große Grundstücksfläche. Es muss dann allerdings auf einen mehr oder weniger großen Teil des Gartens verzichtet werden. Dafür ist man beim Anbauen nicht an die Grundfläche des Altbaus gebunden wie bei Dachausbau oder –aufstockung. Es gibt daher sehr unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, was Größe und Stile anbetrifft. Man kann den Anbau beispielswiese ein- oder mehrstöckig gestalten.

Ideen für den Hausanbau

Anbauten als unauffällige Verlängerungen oder Verbreiterungen des Hauses sind heute eher selten zu sehen. Der moderne Hausanbau setzt sich meist deutlich vom Hauptgebäude ab, bis hin zum bewussten Stilbruch. So findet man etwa puristische Betonkuben an der Seite von Jugendstilvillen oder Fachwerkhäusern. Derartige Kontraste können sehr reizvoll sein, doch nicht jeder Hausbesitzer mag es so spektakulär. „Gemäßigtere“ Varianten wären etwa ein schlichter, holzverschalter Flachdachbau an einem Siedlungshaus oder eine filigrane Erweiterung mit viel Glas an einem Klinkerbau.

Rechtliche Vorschriften

Allerdings ist in Sachen Hausanbau nicht überall alles erlaubt, was Bauherren gefallen könnte. Da Baurecht Ländersache ist, können vor Ort sehr unterschiedliche Vorschriften gelten, über die man sich frühzeitig informieren sollte. Es gibt aber bestimmte Punkte, die so gut wie immer zu beachten sind. Dazu gehören beispielsweise Mindestabstände zu Nachbargrundstücken oder die so genannte Grundflächenzahl, die angibt, wie viele Quadratmeter des Grundstücks maximal bebaut werden. Wenn das Erscheinungsbild des Gebäudes wesentlich verändert werden soll, ist in der Regel eine Baugenehmigung nötig. Eine Vorschrift aber gilt für alle Anbauten, sogar für ganzjährig genutzte Wintergärten: Sie müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen.

Aufwand nicht unterschätzen

Auch wenn er nur wenige Quadratmeter Fläche umfasst, muss ein Hausanbau genauso sorgfältig geplant und ausgeführt werden wie jedes andere Bauvorhaben. Deshalb sollte man auch nicht aus Kostengründen auf einen Architekten verzichten. Handwerklich begabte Bauherren können besser mit Eigenleistung, zum Beispiel beim Innenausbau, Geld sparen. Eine Alternative zum individuell geplanten Anbau sind Fertigelemente in Holzbauweise, wie sie verschiedene Haushersteller anbieten.


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