Mit etwas Know-How: Steingarten anlegen

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Es muss nicht immer ein klassisches Beet aus Humuserde sein – auch ein Steingarten macht richtig was her und ist noch dazu nicht so pflegeaufwendig. Doch einfach ein paar Steine zwischen die Beetpflanzen zu legen, reicht nicht aus. Stattdessen müssen Hobbygärtner ein geeignetes Fundament schaffen und wissen, welche Pflanzen sich in der kargen Umgebung wohl fühlen.

Steingarten, Foto: onepony/Fotolia.com
Im Steingarten fühlen sich Pflanzen an einem sonnigen Platz in Südlage am wohlsten. Foto: onepony/Fotolia.com

Steingärten unterscheiden sich nicht nur optisch von der klassischen Kombination aus Beet und grüner Rasenfläche. Sie benötigen auch andere Voraussetzungen, damit die Pflanzen zwischen den Steinen gut anwachsen und in der nährstoffarmen Umgebung langfristig überleben. Für einen schön bewachsenen, blühenden Steingarten müssen Hobbygärtner jedoch zunächst die richtige Lage wählen.

Optimale Lage für den Steingarten

Ein Steingarten sollte ein leichtes Gefälle von etwa zehn Prozent aufweisen. Durch die Neigung kann Regenwasser ungehindert ablaufen und es entsteht keine Staunässe unter den Steinen. Verfügt der Garten über kein natürliches Gefälle, kann man dieses durch eine Erdaufschüttung künstlich herstellen oder das Stauwasser durch eine Drainage ableiten.

Da die meisten Pflanzen, die sich in Steingärten heimisch fühlen, aus sonnenreichen Gebirgsregionen stammen, benötigen sie einen trockenen,  sonnigen bis halbschattigen Platz. Daher empfiehlt es sich, den Steingartens in Richtung Süden auszurichten.

Ab in die Berge: Geeignete Pflanzen- und Steinarten

Anspruchslose, immergrüne und winterfeste Pflanzen sorgen dafür, dass der Steingarten im Winter nicht karg aussieht. Zu den Pflanzenarten, die sich in Steingärten wohl fühlen, gehören unter anderem: 

Steingarten, Lavendel, Foto: Dr.Cross / Wikimedia Commons
Lavendel. Foto: Dr.Cross / Wikimedia Commons
Steingarten, Kriechwacholder, Foto: SEWilco / Wikimedia Commons
Kriechwacholder. Foto: SEWilco / Wikimedia Commons
Steingarten, Heidenelke, Foto: Hajotthu / Wikimedia Commons
Heidenelke. Foto: Hajotthu / Wikimedia Commons
Steingarten, Glockenblume, Foto: Jörg Hempel / Wikimedia Commons
Glockenblume. Foto: Jörg Hempel / Wikimedia Commons
Steingarten, Enzian. Foto: Amanda44 / Wikimedia Commons
Enzian. Foto: Amanda44 / Wikimedia Commons
Steingarten, Edelweiß, Foto: Friedrich Böhringer / Wikimedia Commons
Edelweiß. Foto: Friedrich Böhringer / Wikimedia Commons
Steingarten, Blaukissen, Männertreu, Foto: Caliban / Wikimedia Commons
Blaukissen / Männertreu. Foto: Caliban / Wikimedia Commons
Steingarten, Bergenie, Wickelwurz, Foto: H. Zell / Wikimedia Commons
Bergenie / Wickelwurz. Foto: H. Zell / Wikimedia Commons
Steingarten, Alpenazaleen, Gämsheide, Foto: David Mintz / Wikimedia Commons
Alpenazaleen / Gämsheide. Foto: David Mintz / Wikimedia Commons
Steingarten, Steinkraut, Foto: Stefan Didam / Wikimedia Commons
Steinkraut. Foto: Stefan Didam / Wikimedia Commons
Steingarten, Küchenschelle, Alpenkuhschelle, Foto: Friedrich Böhringer / Wikimedia Commons
Küchenschelle, hier Alpenkuhschelle. Foto: Friedrich Böhringer / Wikimedia Commons

Als Steinarten haben sich Granit, Kalksandstein, Basalt und Sandstein bewährt. Die Größe der Steine sollte sich dabei an der geplanten Größe des Steingartens orientieren – bei einem großflächigen Garten kommen große Steine gut zur Geltung, für einen kleineren Garten eignen sich diese hingegen nicht. Neben einer unpassenden Größe wirken auf den Betrachter auch bunt zusammengewürfelte Steinarten schnell unharmonisch. Daher ist es empfehlenswert, sich bei der Planung des Steingartens auf eine oder zwei Steinarten zu beschränken.

Steingarten anlegen: Das richtige Fundament

Für ein optimales Fundament befreit der Hobbygärtner die für den Steingarten vorgesehene Fläche zuerst von Unkraut und Wurzeln. Dann wird der Boden mit einer Schicht Sand und danach mit Kies bedeckt. Das Kiesbett sorgt nicht nur dafür, dass die Steine fest verankert sind, in den Schichten kann auch das Regenwasser ungehindert versickern. Die meisten Alpenpflanzen mögen keine Nässe. Ist das Fundament angelegt, werden die Steine einzeln auf der Fläche verteilt. Dabei sollte man darauf achten, eine flache Seite des Steins in den Kies zu setzen – das sorgt für Stabilität. Außerdem gilt: Je größer ein Stein, desto tiefer sollte er in die Kiesschicht gedrückt werden, damit er nicht abrutscht. Die Steine erste einige Tage setzen lassen, bevor die Pflanzen vorsichtig eingesetzt werden. Nachdem die Pflanzen in der Anfangszeit noch regelmäßig gegossen werden müssen, brauchen sie später nur noch bei großer Hitze zusätzliches Wasser.

Tipps für den eigenen Steingarten:

  • Helle Steine stechen deutlicher hervor als dunkles Gestein.
  • Sich bei den Steinen auf eine Art beschränken. Verschiedene Arten und Formen wirken unruhig.
  • Größe der Steine an den Steingarten anpassen. Nur ein großer Steingarten verträgt große Steinbrocken.
  • Alpine Pflanzen aus Spezialgärtnereien eignen sich nicht für Anfänger.

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