Mit Farbgestaltung die Wohnung verändern

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Farben machen Räume lebendig und wohnlich. Eine geschickte Farbgestaltung kann sogar kleine architektonische Schwächen ausgleichen.

Wandgestaltung Foto: tdx / A.S. Creation
Harmonische Farbgestaltung mit frischen Grüntönen im Esszimmer. Foto: tdx / A.S. Creation Foto: tdx / A.S. Creation

Farben wirken Wunder, heißt es. Tatsächlich kann ein frischer Wandanstrich in überraschenden Farbtönen einen Raum manchmal geradezu verwandeln. Die Renovierung oder Neueinrichtung eines Zimmers ist deshalb ein passender Anlass, auch über eine neue Farbgestaltung nachzudenken.

Wie Farben wirken

Farbvorlieben sind eine Frage des individuellen Geschmacks. Davon unabhängig aber gibt es bestimmte Wirkungen von Farben, die die meisten Menschen ähnlich empfinden und die sich deshalb in der Wohnraumgestaltung nutzen lassen. Zum einen können Farben die Funktionen der einzelnen Räume unterstützen: Ein heiteres Gelb wirkt anregend in geselligen Räumen wie Wohn- oder Esszimmer. Sanfte Blautöne entfalten im Schlafzimmer ihre entspannende Wirkung und stimmen auf die Nachtruhe ein. Manche Farbwirkungen sind jedoch ambivalent. Brauntöne beispielsweise vermitteln Wärme und Geborgenheit, manchmal aber auch ein Gefühl von Ende. Kräftiges Rot belebt, wirkt aber im Übermaß aggressiv.

Farben und Licht

Auch die Lage der Räume spielt für die Farbgestaltung eine Rolle. Ein Zimmer auf der Sonnenseite des Hauses verträgt zum „Temperaturausgleich“ ein frisches Türkis. In einem dunklen Nordzimmer hingegen würde diese Farbe den Raum unterkühlen. Hier könnte ein leuchtendes Orange für mehr gefühlte Wärme sorgen. In sonnengefluteten Räumen leuchten die meisten Farben besonders intensiv, sehr helle Töne werden jedoch noch heller. Abendsonne lässt besonders Rot- und Gelbtöne sehr weich erscheinen. Bei Kunstlicht ist die Farbwahrnehmung wieder eine andere. Um bei der Farbwahl ganz sicher zu gehen, empfiehlt sich ein Musteranstrich der Wandfarbe, einmal in Fensternähe und einmal in einer dunklen Ecke.

Farbgestaltung und Raumwirkung

Mit Farben lässt sich auch die Wahrnehmung von Ausmaß und Proportionen der Räume beeinflussen. Helle Farben wirken weitend, dunkle Töne verkleinernd. Als Faustregel gilt: Je größer der Raum, desto kräftiger darf die Farbgebung ausfallen. Kleine Räume wirken größer, wenn der Fußboden dunkel, Wände und Decke hell gestrichen werden. In hohen Räumen kann die Decke durch einen dunklen Farbton optisch heruntergezogen werden. Eine dunklere Stirnwand lässt das Zimmer kürzer erscheinen, dunklere Seitenwände strecken ihn in Richtung Stirnwand.

Harmonisches Gesamtbild

Farben treten im Wohnbereich nicht einzeln und isoliert auf. Auch Möbel, Teppiche, Vorhänge, Kissen, Bilder, Bücher oder Blumen bringen jede Menge Farbe in den Raum. Diese Farbwirkung der Einrichtung wird oft unterschätzt. Um zu viel farbliche Unruhe zu vermeiden empfiehlt es sich, bei Wandfarben oder Bodenbelag mit Kontrasten zunächst etwas zurückhaltender umzugehen und den Gesamteindruck der Farbgestaltung abzuwarten. Farbakzente an einzelnen Wänden, Sockeln oder Holzelementen lassen sich auch noch nachträglich anbringen.


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