Mit Kalkputz glänzende Oberflächen schaffen

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Ein Beispiel für die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten mineralischer Putze: Glatt gespachtelter Kalkputz entfaltet einen besonderen Reiz.

Zweifarbiger Kalkputz wird in mehreren Schichten aufgetragen und mit dem Druck der Kelle verdichtet. Am Ende entsteht ein marmorähnliches Wolkenbild. Foto: Auro AG Foto: Auro AG

Naturbelassene mineralische Putze aus Lehm oder Kalk sind frei von Schadstoffen und können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Deshalb sind sie besonders zum Verputzen der Innenraumwände geeignet und schaffen ein angenehmes, gesundes Raumklima. Zudem lassen sich mit den Naturputzen Oberflächen von sehr unterschiedlichem Aussehen schaffen. Ein glattgespachtelter Kalkputz zum Beispiel hat keine typische „Öko-Optik“, sondern wirkt sehr elegant.

Vorbereitung des Untergrunds

Wie bei allen Mineralputzen muss vor der Anwendung von kalkbasierten Produkten die Wandfläche entsprechend vorbereitet werden. Reste von alten Tapeten oder Leimrückstände müssen vollständig entfernt werden, sonst sind sie später durch den offenporigen, durchlässigen Putz als unschöne Flecken oder Ränder zu sehen. Auch Wasser- oder Nikotinflecken können sichtbar werden. Deshalb ist eventuell ein Voranstrich mit einem Untergrund auf mineralischer Basis notwendig.

Den Kalkputz verarbeiten

Die Hersteller bieten den Naturkalkspachtel als gebrauchsfertige Paste oder als Pulver an. Letzteres wird nach Vorschrift mit Wasser angerührt, am besten mit dem Rühraufsatz einer Bohrmaschine. Für eine lebhaftere Gestaltung können spezielle Farbpigmente untergemischt werden. Die fertige Spachtelmasse wird mit einer Venezianerkelle kreuz und quer auf der Wand verteilt. Die Kelle soll dabei fest auf die Wand gedrückt werden, um die Oberfläche zu verdichten. Je stärker der Druck, desto glänzender wird die Fläche. Nach der vom Hersteller angegebenen Trockenzeit kann der Kalkputz mit einer Wachslasur poliert werden, was den Glanzeffekt noch einmal verstärkt.

Faszinierende Farbspiele

Am Ende ergibt der glattgespachtelte Kalk mit Farbzusatz ein wolkiges Erscheinungsbild mit seidenglatter Oberfläche, das an edlen Naturstein erinnert. Die relativ arbeitsintensive Technik eignet sich besonders dafür, an bestimmten Wandabschnitten, zum Beispiel über der Spüle, spannende Akzente zu setzen. Wer schon etwas Übung im Glattspachteln hat, kann sich eine noch anspruchsvollere Variante wagen und mit zwei oder mehreren Farbtönen arbeiten. Dazu wird Kalkputz mit jeweils unterschiedlichen Farbzusätzen schichtweise aufgetragen. Es ergibt sich ein vielschichtiges Farbspiel mit reizvoller Tiefenwirkung.


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