Modernisierung: Sparen mit Eigenleistung

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Wärmedämmung, Fenster austauschen, Leitungen verlegen – welche Eigenleistungen sind bei Sanierung und Modernisierung im Altbau umsetzbar und wo kann am meisten gespart werden?

Modernisierung, Eigenleistung, Sanierung, Foto: tdx/Recticel
Dämmung einer Kellerdecke: Hier lohnt sich der Heimwerkereinsatz. Foto: tdx/Recticel Foto: tdx/Recticel

Gut 21.000 Euro geben Hausbesitzer im Durchschnitt für eine energetische Sanierung ihres Altbaus aus. Die Investitionen in Dämmung, Fensteraustausch oder eine neue Heizung zahlen sich erst im Laufe der Jahre über eingesparte Energiekosten wieder aus. Schneller rechnet sich die Modernisierung, wenn man einen Teil der Arbeiten selbst übernimmt. Bauexperten halten eine Kostenersparnis von bis zu 70 Prozent durch Eigenleistung für möglich, was allerdings nur von wirklich erfahrenen Heimwerkern und unter hohem Zeitaufwand möglich sein dürfte. Zudem kommt es darauf an, welche Modernisierungsmaßnahmen im Einzelfall notwendig sind.

Dämmen von innen: Sanierung für Heimwerker

Wärmedämmmaßnahmen zwischen oder unter den Dachsparren sowie von Geschossdecken lassen sich besonders gut selbst durchführen. Hier kann ohne großen Zeitdruck Schritt für Schritt gearbeitet werden und auch weniger Geübte dürfen mit anpacken. Bei einem Arbeitskostenanteil von 70 bis 80 Prozent ist zudem das Sparpotenzial hoch.

Dämmen von außen: Ein Fall für Handwerker

Eine Dämmung des Daches von außen ist eine Sache für Profis, nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch weil sie sehr exakt und fachgerecht ausgeführt werden müssen. Das gilt auch fürs Flachdach. Die Fassadendämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem überfordert den Heimwerker in der Regel. Fehler in der Ausführung führen dann leicht zu Bauschäden. Eigenleistung ist bei der Außendämmung eventuell bei vorbereitenden Arbeiten wie dem Abschlagen der alten Putzschicht möglich.

Fenster austauschen: Eigenleistung für Fortgeschrittene

Neue Fenster einsetzen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die geübten Heimwerkern vorbehalten sein sollte. Nicht winddicht eingebaute Fenster machen den Effekt der Dämmung zunichte – eine unnütze und teure Modernisierung. Wer über entsprechendes Geschick und Erfahrung verfügt, kann beim Fenstertausch etwa 30 bis 40 Prozent Kosten sparen. Beim Einbau wird ein Helfer benötigt.

Heizung, Sanitär- und Elektroinstallation: Nur für Fachleute

Einen neuen Heizkessel oder eine Lüftungsanlage einbauen, Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen verlegen –  in Eigenarbeit geht das nur, wenn entsprechende fachliche Qualifikationen vorhanden sind. Dazu gibt es zahlreiche Sicherheits- und Rechtsnormen sind zu beachten. Nicht-Profis können Vorbereitungen und Hilfsarbeiten übernehmen, etwa Schlitzeklopfen in Wänden für Leitungen. Sehr viel zu sparen gibt es dabei allerdings nicht.

Innenausbau: Diese Modernisierung eignet sich für jeden

Viele Hausbesitzer verbinden die energetische Sanierung mit Renovierungsarbeiten im Haus. Hier tut sich ein weites Feld für Eigenleistung auf: Wände oder Türen streichen für Anfänger, Laminat- oder Vinylboden verlegen für die etwas Geübteren, Fliesenlegen und Trockenbauarbeiten für Fortgeschrittene. Je nach Gewerk können etwa 50 bis 80 Prozent der Kosten gespart werden.


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