Nachträglicher Schallschutz

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Viele Altbauten haben einen eher schlechten Schallschutz. Das kann für die Bewohner zu einer erheblichen Belastung werden. Der Schallschutz eines Gebäudes lässt sich aber nachträglich verbessern.

Foto: Schüco
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Gerade in alten Mehrfamilienhäusern ist der Schallschutz oft so schlecht, dass man die Tritte der Nachbarn von oben gut hören kann. Hier gilt es, nachträglich den Trittschallschutz zu verbessern. Die einfachste Variante: Man überzeugt den Nachbarn davon, einen schalldämmenden Bodenbelag wie etwa Teppichboden einzubauen. Der Nachteil: Verpflichten kann man den Nachbarn dazu nicht. Als weitere Alternative bietet sich ein Abhängen der eigenen Decken an. Auch die Wände können durch eine solche zweite Ebene besser vor Schall geschützt werden.

Trittschallschutz kann nur eingeschränkt verbessert werden

Wer sich dazu entschließt, sollte sich aber bewusst sein, dass sich das Niveau des Trittschallschutzes eines Neubaus in der Regel nicht erreichen lässt. Um dies zu erreichen, wären umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich und zwar in Form einer Entkernung und dem nachträglichen Einbau stahlbewehrter Decken.

Schallschutzfenster dämpfen Lärm von draußen

Störender Lärm kann aber auch von draußen kommen. Auch hier gilt: Der Schallschutz älterer Fenster ist oft deutlich schlechter als der von modernen Exemplaren. Steht ohnehin ein Austausch an, weil die alten Fenster nur eine schlechte Wärmedämmung haben, sollte man sich für Schallschutzfenster entscheiden. Dabei ist zu beachten, dass sowohl der Rahmen als auch die Scheiben an sich eine gute Schalldämmung aufweisen.

Schallschutzfenster: Keine zu hohe Klasse wählen

Die Wirksamkeit der Schalldämmung ist übrigens in den Schallschutzfensterklassen eins bis sechs festgelegt. Klasse eins senkt dabei den Geräuschpegel gegenüber einem geöffnetem Fenster um 25 bis 29 Dezibel, Klasse sechs um mehr als 50 Dezibel. Dennoch sollte man sich nicht immer für das Fenster mit dem besten Schalldämmwert entscheiden. Denn dies kann auch Nachteile haben: Ein zu geringer Grundgeräuschpegel kann ein Isolationsgefühl hervorrufen, Geräusche aus Nachbarwohnungen wirken im Verhältnis zudem besonders laut. Welche Schallschutzklasse den besten Kompromiss darstellt, ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und den tatsächlichen Geräuschimmissionen in der unmittelbaren Umgebung. Zudem sind Fenster auch umso teurer, je besser der Schallschutz ist, da ein hoher Aufwand betrieben werden muss. So haben Schallschutzfenster oft besonders dicke Verbundglasscheiben mit elastischen Folien als Mittellage. Und oft handelt es sich um dreifach- statt zweifach verglaste Fenster. Bei ersteren ist der Abstand zwischen den Scheiben größer und in der Summe ist das Gewicht deutlich höher als bei Standardfenstern.


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