Nicht vergessen: Anträge und Anzeigen bei Behörden

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Die Baugenehmigung ist der Freifahrtschein fürs Bauen? Nein – es gibt eine Vielzahl weiterer Anzeigen und Anträge bei Behörden zu beachten.

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Das Thema Abbrucharbeiten und Abfallentsorgung ist von Bundesland zu Bundesland und zum Teil auch auf kommunaler Ebene sehr unterschiedlich geregelt. Foto: Visions-AD/Fotolia.com Foto: Visions-AD/Fotolia.com

Wer in Deutschland ein Haus baut, der pflegt regen Kontakt zu den Behörden. Denn der Bauantrag ist erst der Anfang. Es gibt zahlreiche weitere Anträge und Anzeigen bei Behörden, die der Bauherr oder der beauftragte Baupartner zu beachten hat. Wichtig: Dies gilt nicht nur für die Errichtung eines Neubaus. Auch bei Umbau- oder Anbaumaßnahmen sind vielfach Behörden mit einzubeziehen. Welche Anträge und Anzeigen im konkreten Fall notwendig werden, hängt vom Einzelfall ab und kann auch von Bundesland zu Bundesland und gegebenenfalls sogar auf kommunaler Ebene unterschiedlich sein. Hier sollte auf jeden Fall der Rat einer sachkundigen Stelle eingeholt werden. Tipp: Behörden haben in den letzten Jahren vielfach einen Wandel hin zu Dienstleistungsanbietern durchgemacht. Arbeiten Sie eng mit diesen zusammen.

Anträge und Anzeigen bei Behörden – ein Überblick

Wie eingangs erwähnt, gibt es eine Vielzahl an Anträgen und Anzeigen, die im Rahmen einer Baumaßnahme bei Behörden notwendig sind. Daher kann dies nur als erster Überblick verstanden werden:

Baubeginnanzeige – Jetzt geht’s los

Ein Bauvorhaben ist zeitlich gesehen oftmals eine relative Angelegenheit. Daher kann zwischen Erteilung der Baugenehmigung und dem tatsächlichen Baubeginn einige Zeit verstreichen. Spätestens eine Woche vor dem tatsächlichen Baubeginn muss dann der Genehmigungsbehörde der geplante Baubeginn mitgeteilt werden. Das entsprechende Formular liegt in der Regel der Baugenehmigung bei.

Bevor der Baum fällt: Antrag nicht vergessen

Auch wenn es Ihr Baum auf Ihrem Grundstück ist – Sie dürfen diesen nicht ohne weiteres fällen. Ob Sie eine Genehmigung benötigen, hängt vor allem von der Art und der Größe des Baumes ab. Ein entsprechendes Antragsformular liegt meist der Baugenehmigung bei. Eine Genehmigung wird in der Regel unter der Auflage erteilt, dass Sie eine Ersatzpflanzung vornehmen.

Achtung bei Nutzung des öffentlichen Verkehrsraumes

Streng genommen geht es hier sogar um zwei unterschiedliche Fälle: Nämlich um die Benutzung von öffentlichem Verkehrsraum einerseits und die Sperrung öffentlicher Verkehrsflächen andererseits. Der erste Fall liegt vor, wenn das Grundstück so klein ist, dass für einen Kran oder andere Baugeräte während der Bauzeit öffentliche Verkehrsflächen genutzt werden müssen. Im zweiten Fall geht es um die Anlieferung von Baumaterial und die dadurch bedingte kurzfristige Sperrung öffentlicher Verkehrsflächen. In jedem Fall ist eine Abstimmung mit den Behörden erforderlich.

Altes muss Neuem weichen – der Abbruch

Nicht außer Acht lassen dürfen Bauherren auch das Thema Abbrucharbeiten und Abfallentsorgung. Insbesondere das Thema Abbrucharbeiten ist von Bundesland zu Bundesland und zum Teil auch auf kommunaler Ebene sehr unterschiedlich geregelt. Zudem gibt es etliche Sonderregelungen wie beispielsweise den Denkmalschutz und den Brandschutz, der einem Abbruch entgegenstehen kann. Mit den Abbrucharbeiten eng verbunden ist das Thema der Abfallentsorgung. Auch hier gibt es strenge Regeln, welche Abfälle auf welche Weise entsorgt werden müssen. Zu denken ist insbesondere an Asbestplatten, lackiertes Holz oder auch PVC-Bodenbeläge. Diese Abfälle dürfen nicht einfach in einen Container geladen und zur Müllkippe gefahren werden, da sie gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.


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