Ölheizung - wer auf moderne Technik umsteigt, spart

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Die alte Ölheizung aus den 70ern hat ausgedient. Ihre Nachfolger, Niedertemperatur- und Brennwertgeräte, sind deutlich sparsamer im Verbrauch und schonen dazu noch die Umwelt. Viele alte Anlagen müssen in den nächsten Jahren den modernen Geräten weichen. Da Energie teuer ist, zahlt sich ein schneller Umstieg aus, um den Geldbeutel zu schonen. Bis zu 40 Prozent Ersparnis sind möglich.

Moderne Brennwertgeräte: Fällt die Entscheidung für eine Öl-Brennwertheizung gibt's staatliche Zuschüsse. Foto: IWO Foto: IWO

Alte Ölheizungen haben eine Vorlauftemperatur zwischen 70 und 90 Grad, die Kessel der neuen Geräte kommen mit etwa 50 Grad aus. Daher verringert sich der Wärmeverlust. Moderne Niedrigtemperaturgeräte verbrauchen zwischen 20 und 30 Prozent weniger Brennstoff als ein Konstant-Temperaturkessel aus den 70er Jahren. Voraussetzung ist allerdings, dass die Heizkörper größer sein müssen.

Moderne Brennwerttechnik statt alter Ölheizung

Noch effizienter und zeitgleich umweltschonender sind Heizungen mit Brennwerttechnik. Diese nutzen den Wasserdampf, der bei der Verbrennung von Öl entsteht, zusätzlich um das zurückgelaufene Wasser zu heizen. Die Kessel der Niedrigtemperaturgeräte sind dagegen so konstruiert, dass die Abgase mit bis zu 200 Grad durch den Kamin ziehen – ungenutzt. Es ist aber möglich, Niedrigtemperaturanlagen in Brennwertanlagen zu verwandeln, indem man sie mit einem Wärmetauscher ausrüstet.

Vorteil: Unabhängigkeit

Nicht nur, dass neue Ölzentralheizungen sehr leise sind. Sie haben gegenüber Energien wie Strom und Gas einen großen Vorteil: Öl lässt sich in Tanks auf Vorrat anlegen – und es ist im Sommer meist günstiger zu erwerben. Die Betreiber sind nicht abhängig vom öffentlichen Versorgungsnetz.

Nachteil: steigende Rohstoff-Kosten

Auch wenn die Umwelt durch die modernen Geräte erheblich weniger belastet wird, der Ausstoß ist immer noch hoch. Ein weiterer gravierender Nachteil: Laut einer Studie sind bereits 50 Prozent der Ölvorkommen auf der Erde ausgeschöpft – die Vorräte gehen irgendwann zur Neige. Um an den begehrten Rohstoff zu kommen, muss viel investiert werden. Zu hohen Steuern werden sich zusätzlich die gestiegenen Förderkosten auf die Preisentwicklung auswirken.


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