Richtig tapezieren: Erste Hilfe bei Pannen

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Beim Tapezieren kann alles wunderbar klappen. Doch wagt man sich zum ersten Mal an Tapetenbahnen und Kleisterbürste, ist das eher die Ausnahme. Mit einigen Tipps und Tricks für kleinere oder größere Katastrophen können auch Anfänger richtig tapezieren.

Tapezieren, Foto: Deutsches Tapeten-Institut GmbH
Da kommt keine Tapete mehr von der Wand. Doch richtig tapezieren können nicht nur Fachleute: Mit einigen Tricks lassen sich selbst kleine Malheure, wie ein Riss in der Tapete oder abstehende Ecken, wieder ausbügeln. Foto: Deutsches Tapeten-Institut GmbH Foto: Deutsches Tapeten-Institut GmbH

Ob die Bahnen wieder von der Wand kommen oder die Tapete einreißt: Mit einigen Handgriffen kann man kleinere Ausrutscher schnell wieder in den Griff bekommen. Hier lesen Sie unsere Lösungen für die drei gängigsten Probleme.

Richtig tapezieren: Fehler ausbessern

  1. Vielschichtig: Tapeten über Tapeten
    Der Vormieter hat die blaue Kindertapete seines Vorgängers mit einer lindgrünen überklebt. Und jetzt noch eine Schicht drüber? Besser nicht:  Denn je mehr Schichten übereinander tapeziert werden, desto größer die Last, die der Kleister halten muss. Bei mehr als zwei Tapeten kann es schnell passieren, dass die Bahnen wieder von der Wand runterkommen.
    Ist der Untergrund eine Raufasertapete, gibt es nicht viel Entscheidungsspielraum: Wird darauf eine neue Tapete angebracht, fällt das Resultat wellig und ungleichmäßig aus.

  2. Tapetenkante- oder bahn hält nicht
    Wer richtig tapezieren will, braucht einen saugfähigen Untergrund. Überprüfen kann man das mit etwas Wasser: Trocknet die aufgesprühte Feuchtigkeit gleichmäßig und allmählich ab, kann mit dem Tapezieren begonnen werden. Perlt die Feuchtigkeit ab, muss die Wand mit einer Makulatur vorbehandelt werden. Auch wenn die Feuchtigkeit sofort aufgesaugt wird, muss vorbehandelt werden: Hier hilft ein Voranstrich mit Kleister.
    Lösen sich nur die Kanten der Tapete, wurde wahrscheinlich zu wenig Kleister verwendet. Nochmals mit Kleister angepinselt, kann die Bahn wieder an die Wand angedrückt werden. Hilft auch das nicht, sollte spezieller Nahtkleister besorgt werden.
    Doch richtig tapezieren ist kein Garant, dass später alles hält. Denn auch nachdem die Tapete an die Wand gebracht wurde, kann einiges schief gehen: Während der Trockenzeit können Durchzug und Heizungswärme dazu führen, dass die Tapete schneller trocknet als der Kleister. Da sich eingekleisterte Bahnen um etwa einen Zentimeter ausdehnen, muss der Kleister zuerst trocknen, damit die Tapete mit etwas Spannung an der Wand klebt. Und auch wenn die Weichzeit nicht eingehalten wird, wird es problematisch: Die Tapete dehnt sich in diesem Fall erst an der Wand. So entstehen Falten und Wellen, die kaum mehr zu beheben sind.

  3. Bläschen und Risse in der Tapete
    Etwas zu viel Elan beim Anbringen der Tapete und schon ist ein Riss drin. Das ist allerdings nicht weiter tragisch: Die angerissene Bahn kann wie gewohnt an die Wand gebracht werden. Dazu die betroffene Stelle einfach nochmals einkleistern und andrücken.
    Auch Luftblasen sind kein Problem. Größere Bläschen können einfach mit der Tapezierbürste ausgestrichen werden, während kleinere beim Trocknen von selbst verschwinden. Ist eine Blase am nächsten Tag noch zu sehen, kann sie mit einem Cutter angestochen und mit etwas Kleister angedrückt werden.

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