Richtmeistermontage – Blockhausbau mit Eigenmontage und Expertenrat

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Die Richtmeistermontage ist die Alternative für Bauherren, die beim Blockhausbau selbst mit anpacken wollen. Fachkräfte sorgen für die mängelfreie Hausmontage.

Der Richtmeister ist schon bei der Materialanlieferung dabei. Foto: jojobob/Fotolia.com Foto: jojobob/Fotolia.com

Wer ein Blockhaus bauen möchte, dem stehen verschiedene Montagevarianten offen. Eine davon ist die Richtmeistermontage, die sich besonders für handwerklich geschickte Bauherren eignet. Unter Anleitung eines Fachmanns wird das Blockhaus mit einem großen Anteil an Eigenleistung durch den Bauherren aufgestellt, dadurch können einige Kosten beim Hausbau eingespart werden.

Der Richtmeister

Richtmeister sind in der Regel Zimmermannsgesellen oder Meister mit einem hohen Maß an Erfahrung im Blockhausbau. Sie stehen dem Bauherrn, der in Eigenleistung sein Blockhaus errichten möchte, mit Rat und Tat zur Seite, überwachen alle Arbeiten auf der Baustelle, arbeiten aber ebenso selbst mit. Der Richtmeister ist der „Chef“, der alle Arbeiten koordiniert und aufgrund seiner Kenntnisse Ansprechpartner bei allen Fragen zur Montage ist. Neben dem Richtmeister empfiehlt es sich, noch drei bis fünf weitere Zimmermänner als Helfer auf der Baustelle zu engagieren. Optimal ist, wenn der Richtmeister schon bei der Planung des Hauses mit einbezogen wird und die Baustelle von Anfang an überwacht. Viele Blockhausanbieter stellen die Richtmeistermontage in ihrem Leistungsangebot mit zur Auswahl und stellen dann auch die entsprechenden Fachleute.

Richtmeistermontage – Pro und Contra

Wer sich für die Richtmeistermontage beim Bau eines Blockhauses entscheidet, profitiert von den Vorteilen, die diese Montagevariante hat, muss aber auch einige Nachteile in Kauf nehmen:

Vorteile der Richtmeistermontage

  • Kosteneinsparung für den Bauherrn durch Eigenleistung im Gegensatz zur Komplettmontage
  • die Gewährleistung bleibt in der Regel beim Unternehmen, die Vertragskonditionen sollten in diesem Punkt unbedingt geprüft werden
  • Lerneffekt für den Bauherrn

 

Nachteile der Richtmeistermontage

  • starke Einbindung durch die Eigenleistung, körperlich sehr anstrengende Arbeit
  • ausdauernde Freunde und Verwandte müssen gefunden werden, die bis zum Ende mithelfen
  • kommt es zu Verschiebungen oder Ausfallzeiten bei der Montage, müssen die engagierten Handwerker sowie der Richtmeister meist dennoch bezahlt werden

 

Vereinbarungen mit dem Richtmeister

Hat man sich für eine Richtmeistermontage entschieden, sollten alle Arbeitsbedingungen klar geregelt und am besten schriftlich fixiert werden. Wichtige Punkte, die besprochen werden müssen, sind die Zeiten der Tätigkeit, die Entlohnung, die genauen Arbeits- und Verantwortungsbereiche sowie der Haftungsumfang. Die Richtmeister werden in der Regel mit einer Pauschale bezahlt. Je nach Vereinbarung und Leistung belaufen sich die Kosten zwischen 200 bis zu 600 Euro pro Tag.
In der Regel endet die Zusammenarbeit mit dem Richtfest, also zu dem Zeitpunkt, an dem der Bausatz samt Dachsparren montiert ist. Für die weiteren Aufgaben ist der Bauherr dann selbst verantwortlich.


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