Sandsteinfassade – zwischen Repräsentanz, Natürlichkeit und Sanierungsdruck

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Eine Sandsteinfassade verleiht dem Haus ein ganz besonderes Ambiente – bei deren Sanierung gibt es jedoch einige Besonderheiten.

Sandsteinfassade Foto: Joachim Opelka/Fotolia.com
Gut gepflegt oder fachgerecht saniert macht eine Sandsteinfassade lange Freude. Foto: Joachim Opelka/Fotolia.com Foto: Joachim Opelka/Fotolia.com

Sanssouci hat eine, ebenso wie die Wartburg und auch moderne Gebäude wie das Bundespresseamt in Berlin - eine Sandsteinfassade. Diese natürliche Fassadengestaltung unterstreicht architektonische Besonderheiten und verleiht einem Gebäude eine ganz besondere Außenwirkung, aber wie sieht es mit Instandhaltung, Nachhaltigkeit und Gestaltungsmöglichkeiten aus?

Sandsteinfassade zwischen Patina und Instandhaltungsstress

Es gibt keine identischen Sandsteinfassaden, denn als natürlicher Baustoff hat der Sandstein gerade den Charme des Individuellen. Und kommt eine Sandsteinfassade in die Jahre, so erhält sie eine gewisse Patina, die sehr reizvoll aussehen kann. Vorraussetzung dafür ist jedoch, dass Schäden rechtzeitig und fachgerecht repariert werden.

Um die Schäden durch Witterung und Umwelteinflüsse möglichst gering zu halten, werden im Außenbereich primär feste Quarzsandsteine eingesetzt. Die weicheren Tonsandsteine finden im Innenbereich ihren Einsatz. Trotzdem ist eine Sandsteinfassade recht witterungsanfällig und muss von Zeit zu Zeit saniert werden. Das größte Problem dabei ist deren mangelnde Beständigkeit gegen Tausalz. Um größeren Sanierungsmaßnahmen vorzubeugen, sollte dies geschehen, sobald erste Schäden entstehen. Denn ist der Sandstein erst richtig geschädigt, müssen ganze Steine komplett aus der Mauer gebrochen werden.

Sand, Kalkmörtel und Edelsteinstifte

Der Dreiklang zur Instandhaltung einer Sandsteinfassade lautet: Sand, Kalkmörtel und Edelstahlstifte. Oberste Maxime bei der Sanierung von Sandsteinfassaden ist, dass das spezifische Verhalten der Steine in Bezug auf die Wasseraufnahme und das Austrocknungsverhalten erhalten bleibt. Daher eignet sich besonders ein Gemisch aus Kalkmörtel und Sandstein in der passenden Farbe und Körnung, um die Löcher aufzufüllen. Bei größeren Löchern können Edelstahlstifte eingesetzt werden, um dem Füllmaterial mehr Halt zu verleihen.

Sandstein und Nachhaltigkeit

Sandstein ist ein natürlicher Rohstoff, der in Steinbrüchen gewonnen wird. Die Ökobilanz dieses Baustoffs gilt als gut, da der Energieverbrauch bei der Herstellung im Verhältnis recht gering ist. Auch die Steinbrüche selbst werden in der Regel in Seen oder Biotope umgewandelt.


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