Sat-Anlage fürs Haus: Mit Selbstmontage sparen

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Eine SAT-Anlage ist für Hausbesitzer und Bauherren eine gute Alternative, um ohne laufende Kosten viele TV-Programme empfangen zu können.

Sat-Anlage, Sat-Schüssel
Viele Programme und keine Grundgebühren: Sat-Anlage. Foto: Muni 50/Fotolia.com Foto: Muni 50/Fotolia.com

Wer ein Haus neu baut oder erwirbt, steht oft vor der Wahl, mit welcher Technik Fernsehprogramme empfangen werden sollen. Hier konkurrieren Sat-Anlagen mit Kabel-Empfang. Wer auf fast grenzenlose Programmvielfalt verzichtet, kann auch DVB-T in Betracht ziehen.

Keine monatlichen Grundgebühren

Gegenüber Kabelempfang hat eine Sat-Anlage einen entscheidenden Vorteil: Es fallen keine monatlichen Grundgebühren an. Ausnahme: Werbefreie Bezahlprogramme sowie einige Programme, die in HD ausgestrahlt werden, sind kostenpflichtig. Die Gebühren betragen beim Kabelempfang rund 20 Euro im Monat. Dafür ist für eine gute SAT-Anlage, die auch mehrere Fernseher im Haus mit unterschiedlichen Programmen versorgen kann, eine nicht unerhebliche Anfangsinvestition fällig.

Antenne und Receiver

Eine SAT-Anlage besteht aus einer SAT-Antenne (Schüssel) mit einem LNB. Die Schüssel reflektiert dabei die empfangenen Signale auf den LNB, der Schüsselmittig montiert ist. Für den Empfang selbst sind Receiver zuständig. Diese sind entweder schon in vielen modernen TV-Geräten eingebaut oder es handelt sich um kleine Zusatzgeräte, die an den Fernseher angeschlossen werden.

Sat-Anlage: Viele Programme

Der wichtigste Satellit ist hierzulande Astra. Um die dreistellige Anzahl an TV- und Rundfunkprogrammen zu empfangen, muss die SAT-Antenne gen Süden ausgerichtet sein. Eine Montage kann auf dem Dach, eventuell aber auch auf dem Balkon erfolgen. Bei der Wahl der Schüssel gilt: Je größer der Durchmesser, desto besser ist der Empfang auch bei schlechteren Witterungsbedingungen. Eine Schüssel mit 45 Zentimetern Durchmesser ist bei Regen oder Schneefall empfangsschwächer als eine solche mit 60 Zentimetern. Wer sich an der Optik solcher SAT-Schüsseln stört, kann auch etwas tiefer in die Tasche greifen und sich eine Phased-Array-Antenne zulegen. Diese sind klein und flach und fallen deshalb kaum auf.

Selbstmontage: Preiswerte Lösung

In einem modernen Haus werden normalerweise mehrere Antennenanschlüsse gewünscht, fürs Wohn-, Schlaf- und eventuell das Kinderzimmer. Einfache und billige Anlagen können aber oft nur ein TV-Gerät versorgen. Etwas mehr muss man für eine SAT-Anlage mit Multi-LNB investieren. Während die Empfangseinheit für die SAT-Schüssel als Single-LNB nur wenige Euro kostet, so sind für ein Multi-LNB zur Versorgung von vier Geräten ab etwa 50 Euro zu investieren. Selbstverständlich gibt es auch Sets, die die Schüssel mit LNB sowie mehrere Receiver enthalten. Wer selbst montiert, zahlt für Standardware mit vier Receivern ab rund 200 Euro. High-End-Ansprüche lassen daraus aber auch schnell eine vierstellige Investition werden.


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1 Kommentar

Tobias Claren am 02.12.2014 15:42

Single für ein paar Euro ist richtig, aber Multi für "ab €50" ist überzogen.

Ein 4-Fach-Multi-LNB gibt es ab ca. €10-€11 aufwärts..

"High-End" gibt es eigentlich nicht was den Empfang angeht.

Kathrein mag "stabiler" sein als "Vialuna" und Co., aber JEDE Schüssel hat bei gleichem Durchmesser das gleiche Ergebnis. Auch Stahl oder Aluminium macht da keinen Unterschied.

Stahl ist auch gut Pulverbeschichtet.

Bei einem Mastrohr oder Wandhalter ist Stahl sogar stabiler als Aluminium (dass schon beim anziehen der Schüsselschrauben oval wird).

Es macht auch für HD, oder in Zukunft UHD/4K oder 3D keinen Unterschied welchen LNB etc. man nimmt.

Auch mit einem 30 Jahre alten LNB könnte man UHD-Sender empfangen, sofern sie im unteren Bereich (die ganz alten LNB können nur 10,7Ghz-11,7Ghz, "Universal"-LNB auch 11,7Ghz-12,7Ghz) senden.

Eigentlich ist es sogar gesetzlich verboten Sat-Hardware mit Begriffen wie "HD-tauglich" us. zu verkaufen.

Weil es generell verboten ist, Waren mit Eigenschaften zu bewerben, die selbstverständlich sind.

So etwas wäre teuer abmahnbar.

Einen Unterschied gibt es bei LNB maximal beim Rauschmaß, angegeben in "dB".

Heute sind 0,1dB üblich. Es gibt aber auch noch ein paar mit theoretisch schlechteren 0,2dB.

Um so geringer, um so besser.

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