Sauna-Selbstbausatz: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

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Eine eigene Sauna - um sich diesen kleine Luxus fürs Zuhause zu verwirklichen, greift der kostenbewusste Bauherr zum Sauna-Selbstbausatz. bauen.de erklärt, worauf dabei zu achten ist.

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Damit der Heimwerker nicht schon beim Auspacken ins Schwitzen kommt: Tipps zum Saunabau mit Sauna-Selbstbausatz. Foto: T. Scharner GmbH/sauna-selbstbausatz.de

Was bringt uns dazu, in einen aufgeheizten Holzkasten zu steigen und dort bei bis zu 110 Grad Celsius schwitzend auszuharren? Vielleicht das Vorbild der Finnen, die sich mehrmals die Woche abhärten und ihren Kreislauf in Schwung bringen.

Was der Heimwerker auch immer im Sinn haben mag, er wird sich vorstellen können, seinen Schwitzkasten von Grund auf aus Einzelteilen zu errichten. Das erfordert jedoch viel mehr Vorkenntnisse als gemeinhin erwartet wird. Für Otto Normalheimwerker empfiehlt sich deshalb ein Sauna-Selbstbausatz aus vorgefertigten Teilen; Hersteller bieten eine Selbstbau-Sauna im Würfelmaß von zwei Metern mit einem Sechs-Kilowatt-Ofen bereits für rund 1.450 Euro an. Die Kabine ist nach Anbieterangaben ohne Spezialwerkzeuge in spätestens drei Tagen zu errichten.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Die Tücke liegt jedoch nicht so sehr im Aufbau der Sauna - schließlich wird eine Anleitung mitgeliefert - sondern vielmehr in der Vorbereitung. Was ist beispielsweise, wenn eine geeignete Elektroanschlussdose zwei Meter weit weg liegt, das beim Sauna-Selbstbausatz mitgelieferte hitzebeständige Silikonkabel außen aber nur einen Meter misst? Hersteller können heute auch Selbstbausaunen für individuelle Bedürfnisse liefern. Eins können sie jedoch bei preisgünstigen Bausätzen nicht: dem Heimwerker die Planung abnehmen.

Tipps zum Saunabau mit Sauna-Selbstbausatz:

  • Größe: mindestens zwei mal zwei Meter; kleiner als 180 Zentimeter sollte die Saunakabine nicht ausfallen, um einer bequemen Liegefläche Platz zu bieten.
  • Räumlichkeit: Eine Elementsauna wird mit Rahmen, aber meist ohne Boden geliefert. Der Aufstellort für den Sauna-Selbstbausatz sollte trocken und gefliest sein.
  • Abstand: Zur Zimmerdecke mindestens zehn Zentimeter und zur Wand mindestens fünf Zentimeter.
  • Abluft: Die feucht-warme Saunaluft sollte nach außen abgeleitet werden können (Durchbruch der Außenwand oder Abluftrohr am Fenster).
  • Stromanschluss: An einem zugelassenen Elektriker kommen Sie beim Saunabau mit Sauna-Selbstbausatz nicht vorbei. Er prüft unter anderem, ob die vorgesehene Leitung geeignet ist und ob der erforderliche Sicherheitsabstand der Steuerung zur Wanne oder Dusche eingehalten wird.
  • Prüf- und Gütezeichen: Der Ofen sollte das VDE Zeichen tragen; bei der Sauna auf das RAL-Gütesiegel achten (Hilfreich: RAL-Qualitätscheckliste der Gütegemeinschaft Saunabau und Dampfbad).
  • Heizleistung des Ofens: pro Kubikmeter Raum ein Kilowatt (KW) Ofenleistung.
  • Ist der mitgelieferte Ofen für 230 Volt oder sogar für 400 Volt ausgelegt?
  • Schwitzen, Abkühlen, Ausruhen: Eine Dusche und der Zugang ins Freie sollten in der Nähe sein. 
  • Energieverbrauch: Die Rahmenkonstruktion sollte bei der Elementbauweise mit Wärmedämmmaterial der Baustoffklasse A gefüllt sein.
  • Eine vorgefertigte Elementsauna besteht nicht aus massiven Holzbohlen, sondern aus Profilholz (meist Bretter aus nordischer Fichte) auf einem Ständerwerk mit eingeschlossenem Dämmstoff wie Mineralwolle. Solche Kabinen sind nicht für den Freiluftbetrieb geeignet, auch wenn Sie ein Dach darüber errichten.
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1 Kommentar

Hans am 03.01.2016 18:17

Vielen Dank für diesen interessanten Artikel. Man sollte immer darauf achten, dass die Sauna auch den eigenen Vorstellungen entspricht. Bei einem Bausatz gibt es nämlich nachher wenig Individualisierungsmöglichkeiten.

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