Solarthermie - Brennstoff sparen mit Sonnenkraft

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Fossile Brennstoffe werden knapp und die Energiepreise steigen. Wer daher einen Beitrag zum Umweltschutz leisten will, nutzt die kostenlose Sonnenenergie. Mit einer Solarthermieanlage kann der Brennstoffverbrauch deutlich gesenkt werden.

Mit einer Solarthermieanlage gewinnt man saubere Energie und steigert den Wert des eigenen Hauses. Foto: Westfa

Die Sonne liefert stündlich mehr Energie, als die Weltbevölkerung pro Jahr verbraucht. Während Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle nur begrenzt verfügbar sind, ist Sonnenenergie unerschöpflich. Wer auf Solarthermie setzt, trägt aktiv zum Klimaschutz bei und gewinnt ein Stück Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Fast 90 Prozent des häuslichen Energieverbrauchs entfällt allein auf die Wärmeerzeugung. Immer mehr Haushalte errichten daher eine Solarthermieanlage zur Erzeugung von Trinkwarmwasser und Raumwärme.

Warmwasser auch bei schlechtem Wetter

Die Funktionsweise einer Solarthermieanlage ist einfach: Der Sonnenkollektor auf dem Hausdach nimmt die einfallende Sonnenstrahlung auf und wandelt sie in Wärme um, die anschließend über eine Pumpe weitertransportiert wird. So gelangt die Energie in einen Speicher und wird an das Speicherwasser abgegeben. Der gut gedämmte Speicher sorgt dafür, dass warmes Wasser auch nachts oder an Regentagen vorhanden ist.

Die Warmwasserbereitung kostet mit durchschnittlich elf Prozent Anteil am Energieverbrauch nach der Heizung (rund 78 Prozent) die meiste Energie. Jährlich können mit einer Solarthemieanlage 50 bis 60 Prozent des Warmwasserbedarfs durch Sonnenenergie gedeckt werden. Solarthermie kann auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden beitragen. Hierfür wird ein Kombispeicher verwendet, der Trink- und Heizwasser trennt.

Investieren in Solarthermieanlage wird gefördert

Generell lohnt sich die Anschaffung einer Solarthermieanlage ab einem Drei-Personen-Haushalt. Die Kosten einer Anlage zur Warmwasserbereitung liegen zwischen 4.000 und 5.000 Euro für ein Einfamilienhaus bei einer Nutzungsdauer von 20 bis 30 Jahren. Wie rentabel dies ist, hängt von der zukünftigen Ölpreisentwicklung ab und darüber kann nur spekuliert werden.

Eine Solarthermieanlage mit zusätzlicher Heizungsunterstützung ist bedeutend lohnenswerter und sollte vor allem bei der Erneuerung einer veralteten Heizanlage in Betracht gezogen werden. Je nach Größe ist hier mit 7.000 bis 12.000 Euro zu rechnen. Solaranlagen werden allerdings gefördert. Es gibt öffentliche Zuschüsse von Bund und Ländern sowie Gelder von den Energieversorgern, die sogar kombiniert werden können.

Passendes Dach zum Energiesparen

Für die Errichtung einer Solarthermieanlage ist keine Baugenehmigung nötig, wenn es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Doch einige bauliche Vorraussetzungen müssen trotzdem erfüllt sein. Die verschattungsfreie Dachfläche sollte nach Ost bis West, bestenfalls jedoch nach Süden ausgerichtet sein. Eine Dachneigung zwischen 20 und 40 Grad ist optimal für die Brauchwassererwärmung, für eine Heizungsunterstützung sind 40 bis 60 Grad besser.


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