Steintreppen: attraktive Treppen für Jahrzehnte

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Natursteintreppen sind ein Klassiker. Sie werden heute hauptsächlich aus Steinplatten gefertigt - das spart Geld und sieht gut aus. Künstlich hergestellte Steine sind eine Alternative mit großer Variationsbreite.

Foto: Schubert Stone
Foto: Schubert Stone Foto: Schubert Stone

Über Jahrhunderte hinweg waren Steintreppen neben Holztreppen der klassische Treppentyp. Heute ist eine Natursteintreppe aus Vollmaterial allerdings zum Luxusobjekt geworden, denn der Abbau in den Steinbrüchen ist kostenintensiv - ein Grund, warum Naturstein als Vollmaterial fast nur noch im Bereich Denkmalschutz einsetzt wird. 

Dennoch ist Naturstein fürs Eigenheim nach wie vor beliebt, denn als reines Naturprodukt ist kein Stein wie der andere – Farbunterschiede und Einschlüsse sorgen nicht nur für eine einzigartige Optik, auch spezifische Eigenschaften prädestinieren den Baustoff Stein für den Treppenbau: Granit etwa, der zu den Hartgesteinen zählt, ist kratzfest, säure-, hitze- und wasserbeständig, zudem pflegeleicht und hygienisch – perfekte Eigenschaften also für eine häufig begangene Innentreppe. Aber auch Weichgesteine wie Sandstein, Kalkstein, Marmor und Schiefer eignen sich. Sandstein, Quarzit oder Basalt und zunehmend auch Betonwerksteine werden häufig für Treppen im Außenbereich eingesetzt – sie fügen sich gut in die natürliche Optik des Gartens ein.

Steintreppen im Innenbereich

Heutzutage werden hauptsächlich Natursteinplatten eingesetzt. Maschinell zugeschnitten und poliert, lassen sich Marmor, Schiefer und Co. so weitaus kostengünstiger produzieren. Um den erforderlichen Bruchwiderstand zu garantieren, benötigt man je nach Material und Treppenausführung der Stufen eine Plattendicke von zwei bis drei Zentimetern oder mehr. Zudem werden die Steinplatten an der Oberfläche leicht aufgeraut, so sind sie sicher begehbar.

Sorgfältig auf eine Betonunterkonstruktion aufgesetzt, entfalten auch Steinplatten ihre volle Wirkung. Die Platten sollten übrigens in Traßzementmörtel verlegt werden, um Verfärbungen zu vermeiden. Bei der Ausführung einer Bolzentreppe hingegen müssen die Steinstufen deutlich dicker sein: Hier wird die Treppe über Stahlbolzen mit der Wand und die einzelnen Stufen miteinander verbunden - die freitragende Treppenkonstruktion wirkt vor allem durch ihre offene Bauweise.

Foto: Schubert Stone
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Schöne Treppen für Jahrzehnte

Natursteintreppen sich äußerst robust – je nach Beanspruchung halten sie durchaus einige Jahrzehnte. Um die Steintreppe richtig zu reinigen, gibt es speziell abgestimmte Pflegemittel, die etwa Kalkflecken verhindern. Bei Bedarf kann die Oberfläche auch zusätzlich imprägniert werden. Doch selbst bei sorgfältigem Umgang verliert wohl auch die schönste Natursteintreppe im Lauf der Zeit ihren Glanz: Bedingt durch die natürliche Porosität nimmt jeder Stein Feuchtigkeit auf, wodurch unschöne Flecken entstehen können; Verschmutzungen können zu Kratzern führen. Hier kann der Fachmann Abhilfe schaffen, denn Steintreppen lassen sich relativ leicht aufarbeiten: sind eventuell vorhandene Schadstellen ausgebessert, werden die Stufen anschließend poliert. Das kostet zwar je nach Fläche auch einige hundert Euro, lohnt sich aber. 

Betonwerkstein & Co.: attraktiv aus Kleber und Pigment

Mittlerweile gibt es eine reiche und kostengünstige Auswahl steinähnlicher Produkte wie etwa Betonwerkstein oder Agglo-Steine, die ein ähnliches Herstellungsprinzip haben: Zuschlagsstoffe wie Gesteinskörnungen, Granulate, Mineralien, aber auch Edelstahl oder Glas und Farbpigmente werden mit einem Kleber - etwa Zement, Kunstharz oder Acryl - gebunden und die Oberfläche anschließend bearbeitet. Die künstliche Herstellung erlaubt dabei eine riesige Variationsbreite an Formen und Farben – ob naturnah oder modern entscheidet der Bauherr.


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