Swimmingpool Selbstbau: Preiswert kühles Nass im Garten

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An einem heißen Sommertag am eigenen Pool entspannen: Ein Schwimmbecken im Garten muss heutzutage kein Luxus mehr sein. Im Baumarkt gibt es schon zum kleinen Preis Aufstellbecken zu kaufen. Geschickte Heimwerker können Geld mit dem Swimmingpool Selbstbau sparen.

Swimminpool Selbstbau, Swimmingpool Bausatz, Foto: Poolpowershop.de
Der Traum vom eigenen Pool muss nicht teuer sein. Geschickte Heimwerker können sich am Swimmingpool Selbstbau versuchen. Foto: Poolpowershop.de Foto: Poolpowershop.de

Die preiswerteste Möglichkeit, zu einem eigenen Pool zu kommen, ist der Kauf eines so genannten Aufstellbeckens. Die einschlägigen Baumärkte bieten Komplett-Sets in etlichen Varianten an. Ein schlichtes Rundbecken zum Aufblasen mit Filter und Leiter ist schon ab 200  Euro zu haben, Stahlwandbecken sind für 600 Euro zu haben. Pools der unteren Preiskategorie sind allerdings oft keine langlebigen Produkte und eher als Planschbecken einzustufen.

Stabiles Aufstellbecken ab 1.000 Euro

Wer ein stabiles Aufstellbecken will, muss zwischen 1.000 und 3.000 Euro ausgeben. Die Aufstellbecken können ohne große Vorkenntnisse auf- und bei Bedarf auch wieder abgebaut werden; Erdarbeiten sind nicht erforderlich.

Stilvoller erscheinen sicherlich eingelassene Schwimmbecken, die sich rund, oval, eckig oder als Acht präsentieren. Im simpelsten Fall könnte man einfach nur ein robustes Aufstellbecken eingraben.  Wer jedoch solide Handwerksqualität will, hat im Wesentlichen zwei Möglichkeiten:

  1. Vorgefertigtes Becken kaufen:
    Ein vorgefertigtes Swimmingpool-Becken besteht aus Polyester, Polypropylen oder glasfaserverstärkten Kunstharzen. Man spricht von Einstück- oder auch Einformbecken, die nach der Anlieferung  nur noch in die selbst ausgehobene Grube versenkt werden müssen. Je nach Größe kosten solche Becken mindestens 8.000 Euro. Aufpreise ergeben sich für Zusatzausstattungen wie Gegenstromanlage, Unterwasser-Beleuchtung, Dach oder Heizung.

  2. Becken komplett selbst bauen:
    Hierfür muss der entschlossene Heimwerker drei Arbeitsschritte einplanen: Baugrube ausheben eine Fundamentplatte und eine stützende Wand errichten sowie die Abdichtung und das Zubehör montieren.

Swimmingpool Selbsbau: So geht´s

Die anstrengendsten Eigenleistungen beim Swimmingpool Selbstbau sind zunächst das Ausschachten der Grube und des Schachtes für die Pooltechnik (Sandfilter, Umwälzpumpe oder Regler).  Wer dafür keinen Kleinbagger ausleiht, wird bald feststellen, dass Erdarbeiten eine schweißtreibende Angelegenheit darstellen. Während der Mutterboden möglichst im Garten verbleibt, wird der Aushub am besten von einer Fachfirma abgefahren.

Auf einen Unterbau aus Schotter kommt nun eine Schicht aus Beton. Darauf wird dann eine am besten stahlbewehrte Umfassungsmauer errichtet, in die diverse Öffnungen eingelassen werden, beispielsweise für ein bis zwei Skimmer (Oberflächenabsauger), Einlaufdüsen, Bodenablauf, Rohre der Gegenstromanlage und Scheinwerfer. Wer es mag, kann eine innen liegende Römertreppe vorsehen. Dieser Arbeitsschritt ist abgeschlossen, wenn die Poolwand außen abgedichtet, der Boden verfüllt und innen eine Dämmschicht aufgeklebt wurde.

Im dritten Schritt werden Folienbahnen für die Innenauskleidung des Beckens geschweißt oder geklebt. Am praktischsten sind jedoch fertig konfektionierte Schwimmbadfolien. Sie werden zwar nach individuellen Abmessungen gefertigt, am kostengünstigsten sind jedoch Standardmaße, die in der Länge zwischen sechs bis zehn Meter und in der Breite zwischen drei und fünf Meter liegen. Die gängige Tiefe beträgt 1,5 Meter. Die üblichen Stärken dieser blauen Folie variieren zwischen 0,6 bis einem Millimeter. Die Eigenleistung besteht darin, sie gleichmäßig einzulassen und mit Kunststoffleisten am Beckenrand zu befestigen. Wer die Innenauskleidung besonders robust mag, kann 1,5 Millimeter starke Folien mit Gewebeeinlagen wählen.

Wer ein mittelgroßes Schwimmbecken im eigenen Garten errichten möchte, sollte in den geschilderten Tätigkeiten versiert sein. Eigenleistungen helfen zwar zu sparen, dennoch kommt auch ein Heimwerker um einige tausend Euro nicht herum, wenn das Werk solide ausfallen soll.

Wer einen „Pool“ ganz ohne Technik und Chemie anlegen will und viel Platz hat, sollte einen Schwimmteich ins Auge fassen. Dabei fallen nur Erdarbeiten und Ausgaben für Wasserpflanzen an.


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1 Kommentar

Harald am 09.06.2015 14:31

Eine weitere Alternative zum Poolselbstbau wäre es, einen gebrauchten und entsprechend präparierten 40 Fuß Seecontainer als Basis zu verwenden.

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