Teppichboden: Weich und behaglich

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Wer die kühlen und glatten Oberflächen von Laminat- oder Fliesenböden nicht mag, greift zu Teppichboden. Dieser ist schalldämmend, fußwarm, weich und vermittelt ein Gefühl von Behaglichkeit. Ein Nachteil von Teppich: die Schmutzempfindlichkeit.

Teppichboden sorgt für Wohlfühlatmosphäre und bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Foto: Vorwerk Teppich Foto: Vorwerk Teppich

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Farben, Muster und Oberflächen: Nadelvlies, Schlinge, Velour, Langflor. Beim Kauf sollte man aber auch darauf achten, dass vom Teppichboden keine gesundheitliche Gefährdung ausgehen kann. Gütesiegel wie das von Herstellern initiierte GUT-Signet sollen das garantieren.

Wann ist Teppichboden für Allergiker geeignet?

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund meint: Die früher grundsätzlich gegebene Empfehlung, bei einer Hausstaubmilben-Allergie auf Teppich zu verzichten, lasse sich heute nicht mehr aufrecht halten, da Teppiche den Staub binden können. Etwa alle sechs Monate sollten die Beläge allerdings mit Milbenbekämpfungsmitteln aus der Apotheke gereinigt werden. Auch regelmäßiges Staubsaugen ist wichtig, wobei der Staubsauger unbedingt mit einem sogenannten Hepa-Filter (Feinstaubfilter) ausgerüstet sein sollte, empfiehlt Öko Test.

Teppich verlegen: drei Methoden

Voraussetzung für ein problemloses Verlegen von Teppichboden ist, dass der Untergrund richtig vorbehandelt wird: Unebenheiten und Risse im Estrich müssen ausgebessert werden (Spachtelmasse). Ist der Untergrund porös, so ist eine Behandlung mit Tiefengrund nötig. Alte Kleberreste und Staub müssen vor dem Verlegen des neuen Bodens restlos entfernt werden.

  • Die vollflächige Verklebung verbindet den Teppichboden mit dem Estrich bombenfest. Bei fachgerechter Ausführung können sich keine Wellen bilden. Nachteil: Die spätere Entfernung des Belags ist aufwendig.
  • Die Fixierung mit Fixierkleber eignet sich vor allem, wenn der darunter liegende Belag (zum Beispiel Parkett) nicht beschädigt werden darf - was oft in Mietwohnungen der Fall ist. Manche Hersteller bieten auch spezielle Klett-Klebebänder an.
  • Die einfachste Methode ist die lose Verlegung von Teppich - damit nichts verrutscht oder sich Wellen bilden, müssen aber die Ränder beziehungsweise der Kantenbereich mit doppelseitigem Klebeband fixiert werden. Empfehlenswert ist das nur bei Räumen bis höchstens 20 Quadratmeter


Teppichboden selbst verlegen: Darauf sollte man achten

  • Der Teppich sollte nach allen Seiten hin ein paar Zentimeter größer sein als das Zimmer. Den überschüssigen Belag kann man am Wandbereich hoch stehen lassen.
  • Vor dem Zuschneiden ist es wichtig, den Teppichboden im Raum auszubreiten und einige Stunden (besser: über Nacht) liegen zu lassen, damit sich das Material an die Bedingungen im Raum anpassen kann.
  • Die Klingen des Verlegemessers müssen scharf sein, gegebenenfalls ist es besser, sie öfter auszuwechseln.
  • Um sich nicht zu verschneiden, sollte man ein Stahllineal verwenden.


Pflege und Reinigung von Teppich

Ob Rotweinfleck, Straßenschmutz oder gar ein klebender Kaugummi: Das Entfernen von Schmutz und Flecken ist bei Teppich leider nicht so problemlos wie etwa bei Fliesen oder Laminat. Einfach wegwischen klappt nicht nur nicht, es schadet bei den meisten Fleckenarten! Wer wischt, reibt den Schmutz nur noch tiefer in den Teppichboden ein. Deshalb: tupfen. Ebenfalls wichtig: Flecken lassen sich am einfachsten entfernen, wenn sie noch frisch sind.

Flecken auf Teppichboden entfernen: die besten Tipps

Einfache Flecken, etwa von Limonade, Cola oder Tee lassen sich mit lauwarmem Wasser und einem saugfähigen Baumwolltuch behandeln. Schwieriger wird es schon bei Rotweinflecken: Diese erst mit Salz vorbehandeln, dann absaugen und mit Feinwaschmittel und Wasser oder speziellen Fleckenentfernern nachbehandeln. Auch bei problematischen Flecken im Teppichboden gibt es bisweilen noch Chancen. Verdrecken etwa Ölfarben den Teppich, könnte es mit Waschbenzin klappen. Bei Nagellack ist eine Behandlung mit Nagellackentferner einen Versuch wert. Selbst bei eingetretenen Kaugummis gibt es eine Entfernungs-Methode: auf die klebrige Masse ein Vereisungsspray sprühen, damit diese hart wird. Anschließend mit einem Hammer zertrümmern und absaugen. Kerzenwachs kann hingegen mit Löschpapier und einem (nicht zu heißen) Bügeleisen entfernt werden. Eventuell muss die Stelle noch mit Waschbenzin nachbehandelt werden.

Regelmäßige Reinigung: So bleibt der Teppich lange schön

Damit der Teppichboden lange schön und wohnlich aussieht, sollte er regelmäßig gesaugt werden. Bürstensauger sind besonders kräftig und eignen sich gut für Velourqualitäten. Der Schmutz wird aus der Tiefe des Bodens herausgebürstet. Bei Wollteppichen und Schlingenware reicht ein Staubsauger mit glatter Düse. Wenn der Teppich nach ein paar Jahren schmuddelig und unansehnlich ist, wirkt eine Grundreinigung mit speziellem Shampoo beziehungsweise Sprühextrakt oft Wunder. Sind nur kleine Teilflächen - etwa im Eingangsbereich - verschmutzt, schafft eine Zwischenreinigung mit speziellem Reinigungspulver oder -granulat Abhilfe. Es wird in den Teppichboden eingebürstet und kann nach einer gewissen Einwirkzeit (Herstellerangaben beachten) wieder abgesaugt werden.


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