Tipps: So bleibt der Keller trocken

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Keller können schnell zum Nassraum werden, wenn sie nicht gut abgedichtet und gedämmt sind oder falsch gelüftet werden. Tipps, wie der Keller dauerhaft trocken bleibt.

Keller, Keller trocken, Foto: BetonBil
Gut abgedichtet und gedämmt: Ist der Keller trocken, wird er auch wirklich zum Kinderparadies. Foto: BetonBil Foto: BetonBil

Arbeitszimmer, Hobbyraum oder sogar ein zusätzliches Kinderzimmer: Ein Keller ermöglicht zusätzliche Wohnfläche auf geringem Grund. Um den Keller aber auch als Wohnraum nutzen zu können, muss er trocken sein.

Richtig lüften im Keller

In einem gut isolierten Keller mit trockenen Außenwänden kann Feuchtigkeit, insbesondere im Sommer, durch folgende Maßnahmen verhindert werden:

  • Nur dann lüften, wenn die Außentemperatur niedriger als die Kellertemperatur ist, dies gilt ebenso für die Luftfeuchtigkeit.
  • An kühlen Tagen kann der Keller im Sommer mehrmals täglich für  zehn bis 15 Minuten stoßgelüftet werden.
  • Befinden sich Waschküche oder Bügelraum im Keller, sollte ebenfalls mehrmals täglich kurz gelüftet werden.
  • Damit die Luft zirkulieren kann, müssen die Wände frei bleiben. Schränke oder andere schwere Möbel dürfen nicht direkt an die Kelleraußenwände gestellt werden.
  • Auch selten benutzte Räume dürfen im Keller nie komplett auskühlen und müssen täglich gelüftet werden.

Richtig dichten

Grundvoraussetzung für einen trockenen Keller ist eine fachgerechte Abdichtung. Ideal sind Abdichtungen von außen. Nachträglich lassen sich diese jedoch nur schwer und mit viel Aufwand realisieren. Deshalb werden bei einer Kellersanierung Innenabdichtungen von Wand und Boden durchgeführt. Dann bleiben zwar die Wände feucht, der Keller selbst wird trocken.

Wird von innen gedichtet, ist dennoch eine Horizontalsperre im Mauerwerk nötig, damit die Feuchtigkeit nicht in die Erdgeschosswände aufsteigen und die dortige Bausubstanz schädigen kann. Für die Innenabdichtung können Sperrputze, zementgebundene Dichtungsschlämme oder kaltselbstklebende Abdichtungsbahnen verwendet werden. Entscheidend für die Wirksamkeit sind absolut dichte Anschlüsse, zum Beispiel zwischen Wand und Boden. Wird die Abdichtung durch angrenzende Innenwände unterbrochen, ist eine zusätzliche Sperre notwendig.

Bei der Kellersanierung empfiehlt sich der Einsatz eines Sanierputzes, der durch die großen Poren eine entsprechend größere Oberfläche bietet und Salze aufnehmen kann. In besonders feuchten Räumen ist ein Entfeuchtungsputz zu empfehlen.

Richtig dämmen

Auch in einem dichten Keller kann Feuchtigkeit entstehen, nämlich durch Tauwasserausfall auf den kalten Oberflächen im ungedämmten Keller. Abhilfe schafft hier nachträglich eine innenseitige Wärmedämmung. Eine Außendämmung als Perimeterdämmung ist ebenfalls möglich, allerdings sehr aufwendig, da der Boden rund um das Gebäude ausgehoben werden muss.

die Innendämmung kann mit Extruderhartschaumplatten erfolgen. Sind die Oberflächen im Keller trocken und tragfähig, können die Platten direkt aufgeklebt werden. Grundbedingung für eine mängelfreie Funktion der Innendämmung ist die sorgfältige Ausführung und die Vermeidung von Wärmebrücken. Sind große Dämmstoffdicken erforderlich, empfiehlt sich eine zusätzliche PE-Folie als Absperrung. Die Dämmung wird in diesem Fall meist auf eine Unterkonstruktion montiert.


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