Trapezgaube: Geometrie schafft Harmonie

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Die Trapezgaube verdankt ihren Namen ihrer auffallenden Geometrie. Mit ihren ausgestellten Gaubenwangen sorgt sie im Inneren zwar für zusätzlichen Wohnraum, drängt sich auf dem Dach jedoch nicht in den Vordergrund.

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Gaubentypen gibt es heutzutage viele. Im Prinzip jedoch ähneln fast alle Gauben den historischen und ursprünglichen Gaubentypen wie der Satteldach- und Schleppdachgaube. Die Trapezgaube ist da keine Ausnahme, gleicht sie in ihrer Grundkonstruktion doch der erwähnten Schleppdachgaube.

Besonderes Merkmal sind die ausgestellten Gaubenwangen

Auch die Trapezgaube stellt eine besonders attraktive Gaubenform dar, die sich aufgrund ihrer recht Raum nehmenden Ausführung vor allem für große Dächer eignet. Auf dem passenden Hauptdach richtig platziert treten dann die herausragenden Attribute dieser Gaubenart besonders schön hervor: nämlich die ausgestellten Seiten, die so genannten Gaubenwangen. Mit einer Mindestneigung von 15 Grad laufen diese Gaubenwangen schräg auf das Hauptdach zu. In der frontalen Ansicht ergibt sich so ein je nach Neigungswinkel mehr oder weniger stark ausgeprägtes Trapez, das sich sehr harmonisch an das Hausdach anschmiegt.

Die schräg verlaufenden Seiten sorgen außerdem dafür, ganz im Gegensatz zur Schleppgaube übrigens, dass die Deckung des Hauptdaches über die gesamte Trapezgaube verlegt werden kann, sprich: auch die Seitenflächen können mit Dachpfannen oder Ziegeln eingedeckt werden. Gaube und Dach werden so zu einer Gesamterscheinung, die in ihrer einheitlichen Optik sehr zurückgenommen und unaufdringlich wirkt.

Mit Kehlsparren mehr Wohnraum gewinnen

Zwar überzeugen Trapezgauben schon durch ihr äußeres Erscheinungsbild, doch auch im Innenbereich können sie ihre Vorteile voll ausspielen – gewinnt doch der Wohnbereich durch die häufig in großer Breite ausgeführten Gauben deutlich an Fläche. Hier wirkt dann gerade der zusätzliche Raum unter den ausgestellten Gaubenwangen, der eine Trapezgaube so charakteristisch macht. Voraussetzung dafür ist allerdings die entsprechende Ausführung mit Kehlsparren – nur dann sind die Gaubenwangen auch im Innenbereich schräg ausgerichtet und die Raumwirkung vorhanden.

Häufig entscheiden sich Bauherren jedoch für die deutlich günstigere Variante mit Kehlbohlen, die auch der Laie leicht erkennen kann, gleicht doch die Ausführung und der Raumgewinn im Dachgeschoss dem einer einfachen Schleppgaube: Die Gaubenwangen sind nicht schräg geneigt, sondern senkrecht nach unten verlaufend ausgebildet. Der Bauherr ist also gut beraten, sich darüber schon im Vorfeld zu informieren, denn der nachträgliche Einbau eines Kehlsparrens ist umständlich und teuer. 


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