Verschiedene Möglichkeiten der Trittschalldämmung

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Damit der Boden nicht bei jedem Schritt Geräusche verursacht, muss der Schall mit einer entsprechenden Dämmung abgefangen werden. Die Wahl des Materials ist dabei von den Ansprüchen an Belastbarkeit, Kostenaufwand und Druckstabilität abhängig.

Trittschalldämmung, Laminat, Parkett, Dämmung, Boden, Foto: Christian Jung / fotolia.com
Eine Trittschalldämmung dämpft die Gehgeräusche nicht nur auf Holzböden. Foto: Christian Jung / fotolia.com Foto: Christian Jung / fotolia.com

Amüsieren sich die Kinder in ihrem Zimmer gerade beim Gummitwist, ist es im Stockwerk darunter vorbei mit der Ruhe. Das Problem: Das Gehüpfe versetzt den Boden in Schwingung. Die Schallwellen werden von den Bauteilen weitergeleitet und sorgen in darunter liegenden Räumen für Lärmbelästigung. Eine gute Trittschalldämmung mindert die Übertragung der Schallwellen und minimiert den Lärm. Je nach verwendetem Material reduziert die Dämmschicht jedoch nicht nur Geräusche, sie trägt auch zur Druckstabilität bei, gleicht Unebenheiten aus und vermindert den Wärmeverlust.

Trittschalldämmung: Verschiedene Materialien für Fußböden

Während weichgepolsterte Teppiche die Schallentwicklung resorbieren, übertragen Holzböden aufgrund ihrer Steife und Oberflächenhärte den Schall sehr gut. Sie benötigen eine besonders leistungsfähige Zwischenlage, die den Kontakt von Holz zum Unterboden verhindert. Wer sich für einen Trittschaldämmung interessiert, kann dabei aus verschiedenen Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften wählen:

  • PE-Schaumfolie ist ein staubfreies, feuchtigkeits- und temperaturbeständiges Material, das günstig in der Anschaffung ist. Allerdings weist die Folie kaum Druckstabilität auf, schluckt vergleichsweise wenig Schall und ist nur mäßig verschleißfest.
  • Wellpappe wirkt sich nur wenig wärmedämmend aus und ist damit für Böden mit Fußbodenheizungen geeignet. Daneben ist sie günstig in der Anschaffung, federt und vermittelt so ein angenehmes Laufgefühl.
  • Das Naturmaterial Kork ist nicht nur ein guter Kälteschutz, sondern auch langlebig, belastbar, recycelbar und resistent gegen Fäulnis. Allerdings ist Kork etwas aufwendiger zu verlegen, da das Material bei der Verarbeitung dazu neigt, zu zerbröseln.
  • Holzfaserplatten weisen eine hohe Druckfestigkeit auf, sind umweltverträglich und können größere Unebenheiten ausgleichen. Daneben  sorgen sie für einen guten Raumklang. Auch dieses Material ist für das Verlegen über Fußheizungssystemen geeignet.

Verlegen des Dämmmaterials

Sollen Parkett oder Laminat schwimmend verlegt – also nicht mit dem Unterboden verklebt – werden, wird die Trittschalldämmung lose zwischen Unterboden und Bodenbelag ausgelegt. Dafür sollten Hausbesitzer im ersten Schritt den Boden gründlich reinigen und ihn gegebenenfalls mit einer Dampfsperre versehen, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Beginnend in einer Ecke wird dann die Folie bahnenweise nebeneinander ausgerollt oder die Dämmplatten werden ausgelegt. Dabei sollte man darauf achten, dass die einzelnen Reihen des Dämmmaterials aneinander anschließen und keine Fugen auftreten – andernfalls entstehen Schallbrücken. Ist der gesamte Boden mit der Trittschalldämmung versehen, kann der Bodenbelag verlegt werden.


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